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Serien der Spitzenteams beendet

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Foto: Bietigheim Steelers | 18.10.2015
Starbulls Rosenheim bezwingen Spitzenreiter Bremerhaven mit 4:2. Der SC Riessersee triumphiert 7:3 in Dresden.

Die bayrischen Altmeister Starbulls Rosenheim und SC Riessersee haben die Erfolgsserien der Spitzenteams am 12. Spieltag der DEL2 gestoppt. Die Starbulls setzten sich 4:2 gegen Tabellenführer Fischtown Pinguins durch, der zuvor sechsmal in Folge gewonnen hatte. Noch beeindruckender war der Auftritt Riessersees beim Zweiten Dresdner Eislöwen, für den das 3:7 die erste Niederlage nach zuvor sieben Siegen war. Hinter dem Top-Duo steht Titelverteidiger Bietigheim Steelers nach dem 3:1 im Derby gegen den Letzten Heilbronner Falken. Vierter sind die Löwen Frankfurt, die das Derby beim EC Bad Nauheim 0:1 verloren und die vierte Niederlage in Folge kassierten. Punktgleich mit Bietigheim und Frankfurt sind die Kassel Huskies, die 4:1 in Weißwasser gewannen, und Riessersee. Mit einen 8:2-Kantersieg gegen die Ravensburg Towerstars rückte der ESV Kaufbeuren auf die Playoff-Plätze vor. Und die personell gebeutelten Eispiraten Crimmitschau feierten mit dem 3:0 bei Aufsteiger EHC Freiburg den ersten Auswärtssieg.

Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)

Der Meister löste seine Pflichtaufgabe und fuhr den vierten Sieg in Serie ein. Aber der Tabellenletzte aus Heilbronn trug einen erheblichen Teil zu einem stimmungsvollen spannenden Derby bei. 14 Gegentore hatte es für die Mannschaft von Trainer Manfred Wolf zuvor in den Spielen gegen die Spitzenteams Bremerhaven und Dresden gegeben. Kaltschnäuzigkeit fehlte den Falken in Bietigheim vor allem, so in einer doppelten Überzahl im ersten Drittel beim Stand von 0:1. Auf der Gegenseite nutzen die Steelers ihre Chancen konsequenter. Auch wenn Goalie Peter Holmgren die Gäste lange im Spiel hielt, konnten die Falken die zehnte Niederlage in Folge nicht verhindern.

Tore: 1:0 Justin Kelly (1:49), 2:0 Frederik Cabana (10:15), 2:1 Tom Fiedler (16:10), 3:1 David Wrigley (44:24)
Zuschauer: 3.871

Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)

Die Starbulls feierten beim ersten Wiedersehen mit den Pinguins nach dem schmerzhaften Aus im Playoff-Viertelfinale im März  so etwas wie ein bisschen Genugtuung. Die dürfte vor allem Trainer Franz Steer ob der Leistung seiner Mannschaft empfunden haben. Mit einem tollen ersten Drittel und einem Blitzstart in den Mittelabschnitt legten die Starbulls im Kathrein-Stadion den Grundstein zum Sieg gegen den Vizemeister. Alle in den Schatten stellte am Sonntag Neuzugang Wade MacLeod, der mit seinem dritten Tor ins leere Bremerhavener Gehäuse den Sieg unter Dach und Fach brachte. Nach zuvor sechs Siegen in Folge verließen die Gäste von der Nordsee wieder einmal als Verlierer das Eis. Anders als beim 5:1 am Freitag in Garmisch blieb die Mannschaft von Trainer Ben Doucet diesmal im Auftaktdrittel ohne Torerfolg und bezahlte zwei Strafzeiten zu Beginn des zweiten Abschnitts teuer. Immerhin blieb den Seestädtern die Tabellenführung erhalten.

Tore: 1:0 Wade MacLeod (12:22), 2:0 Wade MacLeod (20:20/PP1), 3:0 Stefan Loibl (22:06/PP1), 3:1 Tim Miller (26:55/PP2), 3:2 Gabe Guentzel (28:49/PP1), 4:2 Wade MacLeod (59:00/EN)
Zuschauer: 2.328

Lausitzer Füchse - Kassel Huskies 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Kassels Trainer Rico Rossi dürfte nach dem dritten Sieg in Folge vor allem mit einem Aspekt zufrieden gewesen sein: Sein Team präsentierte sich in Weißwasser erstmals in dieser Saison über 60 Minuten defensiv sehr kompakt. 43 Gegentore hatten die Nordhessen in den ersten elf Saisonspielen hinnehmen müssen und alleine neun in den zwei Spielen zuvor. Noch in der vergangenen Spielzeit hatte das Rossi-Team die beste Abwehr der Hauptrunde. Bei den Füchsen war es am Sonntag eher die Offensive, die einen Push gut hätte vertragen können. Insgesamt war es eine zerfahrene Begegnung, in der Kassel nicht mehr als nötig tat und die Gastgeber nicht so recht konnten. Nach dem 5:8 im Derby bei den Eispiraten folgte nun die zweite schmerzhafte Niederlage im Kampf um die Playoff-Plätze. Allerdings müssen die Füchse ihre Punkte gegen andere Gegner als Kassel einfahren, um ihre Ziele zu erreichen.

Tore: 0:1 Taylor Carnevale (1:39), 0:2 Carter Proft (24:08), 0:3 Braden Pimm (31:31), 1:3 Marius Schmidt (42:17), 1:4 Jamie MacQueen (58:53)
Zuschauer: 2.353

EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

4.445 Zuschauer – das Colonel-Knight-Stadion in Bad Nauheim war proppenvoll! Würdiger hätte der Rahmen für das erste Derby zwischen diesen beiden Konkurrenten nicht sein können. Und die Fans sahen ein packendes, aber auch bemerkenswert faires Spiel mit insgesamt nur vier Strafzeiten. Überragend an diesem Abend waren die beiden finnischen Goalies Mikko Rämö auf Seiten der Gastgeber und Antti Ore auf Frankfurter Seite. Den Unterschied machte ldas Tor des Tages von Routinier Dusan Frosch. Damit bestätigten die Roten Teufel ihre Beständigkeit. In den vergangenen zehn Spielen blieb die Mannschaft von Trainer Petri Kujala nur einmal ohne Zählbares. Bemerkenswert auch die Durststrecke der Löwen. Tim Kehler, dessen Team die vierte Niederlage in Folge hinnehmen musste, wird vor allem über seine ansonsten zuverlässige Offensive rätseln. Ganze vier Tore brachten die Löwen in den vergangenen 245 Spielminuten zustande.

Tor: 1:0 Dusan Frosch (7:49)
Zuschauer: 4.445

Dresdner Eislöwen - SC Riessersee 3:7 (1:1, 2:2, 0:4)

Für den SC Riessersee hätte es wohl kaum einen besseren Ort für eine Wende geben können. Nach zuvor vier Niederlagen in Folge stoppte die so prächtig in die Saison gestartete Mannschaft von Trainer Tim Regan das Team der Stunde und verhinderte zugleich den Sprung der Dresdner Eislöwen an die Tabellenspitze. Die Zuschauer in der EnergieVerbund Arena sahen am Sonntag ein tolles Spiel, in dem es in den ersten 40 Minuten munter hin und her ging. Beide Mannschaften hatten auf die Tore des Gegners immer die passende Antwort. Im  Schlussabschnitt gab aber Riessersees Neuzugang Mattias Beck mit der Führung nach 19 Sekunden die Richtung vor. Und die Gäste machten den Sack in beeindruckender Weise zu.

Tore: 0:1 Louke Oakley (1:18), 1:1 Mark Cullen (19:06), 2:1 Marius Garten (21:54), 2:2 Mattias Beck (22:48), 3:2 Patrick Baum (33:40/PP1), 3:3 Jesse Schultz (36:23), 3:4 Mattias Beck (40:19), 3:5 Tim Richter (44:50), 3:6 Eric Johansson (46:13/PP1), 3:7 Florian Vollmer (53:54)
Zuschauer: 2.877

EHC Freiburg - Eispiraten Crimmitschau 0:3 (0:0, 0:0, 0:3)

Die Eispiraten Crimmitschau beeindrucken durch ihre Moral. Zum dritten Mal traten die Westsachsen mit einem Miniaufgebot an. 15 Feldspieler standen Trainer Chris Lee zur Verfügung. Und trotzdem feierte Crimmitschau das erste Wochenende mit zwei Siegen in der laufenden Saison und zudem den ersten Auswärtssieg. In den ersten 40 Minuten dominierten die Defensive und die beiden Goalies Christoph Mathis und Ryan Nie. Der Crimmitschauer Goalie sollte eine weiße Weste behalten. Für die Freiburger hingegen war es die vierte Niederlage in Folge. Die Mannschaft von Trainer Leos Sulak bleibt Vorletzter.

Tore: 0:1 Matt Foy (41:37/SH1), 0:2 Dominic Walsh (43:37/SH1), 0:3 Matt Foy (48:18)
Zuschauer: 1.887

ESV Kaufbeuren - Ravensburg Towerstars 8:2 (2:0, 2:2, 4:0)

Das Eisstadion am Berliner Platz wird allmählich zur Festung. Die Gastgeber zeigten gegen die zuletzt starken Towerstars eine bemerkenswerte Leistung. Nach einem starken ersten Drittel riss der Faden bei Kaufbeuren zu Beginn des Mittelabschnitts, als die Ravensburger durch das Tor in Unterzahl von Brandon MacLean wieder ins Spiel kamen. Doch Josh Burnell und Daniel Menge mit dem zweiten seiner drei Treffer gaben die passende Antwort auf den Zwischenspurt der Gäste. Im Schlussabschnitt spielten sich die Joker sogar noch in einen Rausch. Mit dem vierten Heimsieg in Folge rückte der ESVK wieder auf die Playoff-Plätze. Die Towerstars, die in der vergangenen Saison alle vier Spiele gegen Kaufbeuren gewonnen hatten, machten nach zuvor drei Siegen in Folge eine herbe Bauchlandung.

Tore: 1:0 Max Schmidle (0:30), 2:0 Daniel Menge (13:58), 2:1 Brandon MacLean (20:56/SH1), 2:2 Radek Krestan (29:06/PP1), 3:2 Josh Burnell (31:09), 4:2 Daniel Menge (33:35), 5:2 Daniel Oppolzer (44:14), 6:2 Jannik Woidtke (47:46), 7:2 Daniel Menge (50:40/PP1), 8:2 Max Lukes (55:45)
Zuschauer: 1.616

Die Ergebnisse im Überblick:

Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)
Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)
Lausitzer Füchse - Kassel Huskies 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)
EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Dresdner Eislöwen - SC Riessersee 3:7 (1:1, 2:2, 0:4)
EHC Freiburg - Eispiraten Crimmitschau 0:3 (0:0, 0:0, 0:3)
ESV Kaufbeuren - Ravensburg Towerstars 8:2 (2:0, 2:2, 4:0)