menu logo Netzathleten

Marco Sturm zieht Fazit nach dem Deutschland Cup

/media/news/660/20171113_msturm_cp.jpg
Foto: City Press | 13.11.2017
Ehre für Betreuer Marco Nachrichter / Leistungssteigerung der Mannschaft in Laufe des Turniers

Eigentlich war es wie immer. Nach jedem Spiel der DEB-Auswahl hält Bundestrainer Marco Sturm vor versammelter Mannschaft eine kurze Rede. Zum Abschluss des Deutschland Cups und nach dem fulminanten 5:1 über das Starensemble des Team USA im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion war es nicht anders. Den Pepita-Hut für den besten Spieler in der Hand, analysierte Sturm also das vorangegangene Match gegen die Nordamerikaner.

Am Ende dieser Rede bekommt der Spieler des Spiels den Pepita-Hut des ehemaligen Bundestrainers Xaver Unsinn quasi als besondere Auszeichnung für zuvor geleistetes. Ein kleiner Spaß mit großer Symbolkraft. Doch weder der stark aufspielende Dominik Kahun, der drei der fünf deutschen Treffer aufgelegt hatte oder Thomas Holzmann, der vor Heimpublikum sein erstes Länderspieltor erzielen konnte, noch der glänzend haltende Keeper Danny aus den Birken bekamen den Hut ausgehändigt.

Erstmals ging die Kopfbedeckung an Marco Nachrichter. Der Betreuer der Augsburger Panther und der Nationalmannschaft sorgte mit seinen Kollegen einmal mehr für den reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen. Dass Marco Sturm die Arbeit des Staff-Team erstmals vor versammelter Mannschaft würdigte, kam bei den Spielern gut an. Unter tosendem Applaus nahm Nachrichter das gute Stück entgegen.

„Wir haben uns im Laufe des Turniers gesteigert. Insgesamt hatten wir 30 schwache Minuten in allen drei Spielen“, sagte der Bundestrainer im Anschluss. Damit sprach er insbesondere auf das 2:8 zum Auftakt gegen Russland an. Am Freitag hatte sich Sturm erstmals öffentlich als „enttäuscht“ gezeigt. „Da sind wir nachher nicht mehr gelaufen und haben nur noch zugeguckt“, sagte er.

Die Steigerung gegen die Slowaken war allerdings unverkennbar, auch wenn die Partie letztlich mit 0:3 endete. „Aber hier haben wir schon gezeigt, dass wir antworten wollten“, meinte Patrick Hager. Mit einem Sieg hätte es durchaus klappen können. Der gelang schlussendlich gegen das Team USA. Die Fans feierte das 5:1 frenetisch.

Zu Recht, denn auch in der Höhe ging der Erfolg vollkommen in Ordnung. Trotz eines mit reichlich NHL-Erfahrung gespickten Kaders war der Auftritt der Amerikaner alles andere als erfolgreich und sicherlichwird es für das Trainerteam der USA noch einige Anpassungen bis zu den Olympischen Spielen im Februar in PyeongChang geben.

Ein feines Gespür bewiesen die Fans in Augsburg. Trotz der Niederlagen gegen Russland und die Slowakei wurde die Nationalmannschaft nach den Partien mit Applaus und Sprechchören bedacht. Offenbar ist den fachkundigen Zuschauern bewusst, dass es trotz erfolgreicher Olympia-Quali und zwei WM-Viertelfinal-Teilnahmen zuletzt nicht immer nur bergauf gehen kann. „Die Unterstützung war in allen drei Spielen überragend“, lobte Marcus Kink die Anhängerschaft. Über 32.000 Fans in sechs Spielen bedeutete einen neuen Zuschauerrekord.

Die Augsburger Panther und der Deutsche Eishockey-Bund möchten sich bei allen Helfern bedanken, die dabei geholfen haben, den Deutschland Cup einmal mehr für alle zu einem tollen Event zu machen. Ohne die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer des DEB und der Panther wäre die Durchführung eines Turniers dieser Größenordnung undenkbar.

Wo der Deutschland Cup ab 2018 stattfinden wird, ist derweil noch nicht entschieden. Franz Reindl, DEB-Präsident sagte aber am Sonntag erneut, wie hervorragend und positiv die Resonanz der teilnehmenden Nationen, Zuschauer und Partner gewesen sei und dass man gerne ins Curt-Frenzel-Stadion zurückkehren würde.

(Pressemitteilung DEB)