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Werden die Goalies zum Zünglein an der Waage?

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Foto: Timo Raiser und Peter Volk | 11.04.2018

Ein Torhüter hat keinen leichten Job: Er steht stets im Fokus und kann zu einem starken Rückhalt oder zu einer tragischen Figur werden. Ein Goalie muss stets zu 100 Prozent im gesamten Spiel konzentriert sein und den Überblick behalten. Das ist nicht immer einfach, denn oft herrscht Bedrängnis vor dem Tor. In den Playoffs ist der Nervenkitzel groß, umso wichtiger ist es, dass der Mann zwischen den Pfosten viel Ruhe ausstrahlt. In den bisherigen Playoffs wurde schon viel geboten – ein paar kuriose Tore und viele starke Paraden.

Beim SC Riessersee wurden in den Playoffs schon drei Goalies eingesetzt: Matthias Nemec, Andrew Hare und Kevin Reich. Als Back-up stand des Öfteren Daniel Allavena parat. Nemec hat sich in der Hauptrunde verletzt, kam aber rechtzeitig zu den Playoffs zurück. Er bestritt zehn Spiele und verweist auf eine Fangquote von 91,39 Prozent. Gerade in der Viertelfinalserie war der Deutsch-Tscheche stark aufgelegt. Aktuell plagt den Rückhalt der Weiß-Blauen eine erneute Verletzung und er fällt auf unbestimmte Zeit aus. In zwei Halbfinal-Begegnungen stand Andrew Hare zwischen den Pfosten. Zu Beginn der Saison trug der Kanadier noch das Trikot der Heilbronner Falken bis im Dezember 2017 der Vertrag aufgelöst wurde. So wechselte Hare nach Norwegen. Kurz vor Ende der Transferperiode vermeldeten die Werdenfelser die Verpflichtung vom 27-jährigen Schlussmann. In den Playoffs kam Hare bis jetzt zwei Mal zum Einsatz und gleich im ersten Spiel im SCR-Trikot feierte er einen Shutout – ein Einstand nach Maß, auch seine Fangquote von 97,30 Prozent in den beiden Partien. Aufgrund seiner kanadischen Nationalität zählt der Goalie als Kontingentspieler. Neben dem Schlussmann haben die Bayern noch vier weitere Ausländer, so dass ein Feldspieler pausieren muss, wenn Hare spielt. Im letzten Halbfinalspiel stand Kevin Reich im Tor der Weiß-Blauen. Aber Reich spielt per Förderlizenz in Garmisch-Partenkirchen und steht auch für den EHC Red Bull München im Kader. Somit ist ein Einsatz im DEL2-Finale ungewiss.

Bei den Bietigheim Steelers wird die Entscheidung zwischen Sinisa Martinovic und Ilya Sharipov fallen. Zu Beginn der Playoffs war es Sharipov, der das Steelers-Tor hütete und verweist auf eine Fangquote von 90,32 Prozent. In den vergangenen vier Halbfinalspielen wurde auf der Goalie-Position gewechselt und Martinovic stand zwischen den Pfosten – seine Fangquote liegt aktuell bei 95,28 Prozent.

In der Endrunde wird sich nun zeigen, welcher Goalie eingesetzt wird, über sich hinauswachsen kann und der erhoffte starke Rückhalt der Mannschaft wird.