menu logo

DEL2 kurz vor der Halbzeit - Ravensburg thront an der Spitze

/media/news/660/20181210_rvt_kim.jpg
Foto: Kim Enderle | 10.12.2018
Heiß umkämpftes Mittelfeld

Am Freitag steht bereits der 26. Spieltag an und mit diesem wird die erste Hälfte der Hauptrunde 2018/19 beendet. Ein Grund mehr sich den Saison-Verlauf der 14 DEL2-Clubs anzuschauen. Gerade das Mittelfeld ist in der Liga hart umkämpft. Auch wenn die ersten fünf Mannschaften einen gewissen Abstand auf die zweite Tabellenhälfte haben, so kann sich noch einiges tun. Bald steht die intensive Spielphase an und es gibt viele Punkte zu vergeben.  

Die Ravensburg Towerstars befinden sich nun schon insgesamt 17 Spieltage an oberster Stelle in der Tabelle. Seit dem elften Spieltag behaupten die Puzzlestädter den Platz an der Tabellenspitze.  Die Oberschwaben weisen mit 88,4 Prozent die beste Unterzahl-Quote auf. Die Mannschaft von Cheftrainer Jiri Ehrenberger stellt derzeit die beste Offensive – mit bereits 126 erzielten Toren. Bester Vorlagengeber mit 27 Assists ist derzeit Andreas Driendl. Neben 20 Siegen, drei davon wurden nicht in der regulären Spielzeit entschieden, stehen fünf Niederlagen. Drei davon aus den vergangenen fünf Partien. Nichtsdestotrotz thronen die Towerstars weiterhin auf Platz eins. (25 Spiele / 57 Punkte)

Der erste Verfolger der Ravensburger ist der ESV Kaufbeuren: Der Abstand auf Rang eins beträgt derweil sechs Punkte. Seit dem 02. Oktober sind die Allgäuer unter den Top-Vier zu finden. Mit dem Saisonaus von Sebastian Osterloh wurde intern eine Lösung gefunden und Philipp de Paly rückte vom Sturm in die Verteidigung. Die Joker haben die derzeit beste Defensive. Insgesamt kassierte der ESVK 62 Gegentreffer – kein anderer Club hat weniger Tore bekommen. Das Torhüter-Duo mit Stefan Vajs und Marc-Michael Henne weisen jeweils eine Fangquote von über 90 Prozent auf. Mit 41 Scoring-Punkten hat sich zudem Sami Blomqvist an die Spitze der DEL2-Top Scorer gesetzt – zusammen mit zwei weiteren DEL2-Spielern. Der Finne hat jedoch bis jetzt die meisten Tore, 23 an der Zahl, erzielt. (25 Spiele / 51 Punkte)

Punktgleich mit Kaufbeuren sind die Lausitzer Füchse, aufgrund der geringeren Tordifferenz aber auf dem dritten Rang wiederzufinden. Insgesamt fünf Spieltage standen die Weißwasseraner auf Rang eins in der Tabelle. Acht von den 26 absolvierten Partien konnten nicht in der regulären Spielzeit entschieden werden. Ausbaufähig ist noch das Powerplay. Mit 16,4 Prozent fand zwar bereits eine Verbesserung statt, dennoch ist es der viertschlechteste Wert in der Liga. Hervorragend ist jedoch das Unterzahlspiel. Die Quote liegt hier bei 86,4 Prozent - das ist der zweitbeste Wert.  Das recht junge Team zählt in dieser Saison definitiv zu den Überraschungsmannschaften. (26 Spiele / 51 Punkte)

Einen Punkt hinter den ärgsten Verfolgern der Ravensburger rangieren die Löwen Frankfurt. Platz vier mit 17 Siegen und acht Niederlagen. Die Löwen weisen derzeit mit 24,6 Prozent die zweitbeste Powerplay-Quote auf. Kein Team musste mehr in Unterzahl spielen als die Frankfurter. Die insgesamt 365 gesammelten Strafminuten bilden den derzeitigen Liga-Höchstwert, jedoch gab es nach der Länderspielpause schon weniger Strafzeiten, als im ersten Saison-Viertel. (25 Spiele / 50 Punkte)

Platz fünf halten die Bietigheim Steelers inne – insgesamt stehen die Steelers auf diesem Rang bereits 14 Spieltage. Stürmer Matt McKnight gehört zu den besten DEL2-Top Scorern. Wie Kaufbeurens Blomqvist hat McKnight 41 Punkte auf seinem Konto. Mit den 27 Assists gehört er, wie der Ravensburger Driendl, zu den Vorlagen-Königen. Gab es zuletzt drei Niederlagen in Folge, konnte der amtierende Meister die letzte Partie gegen Frankfurt für sich entscheiden.  (25 Spiele / 43 Punkte)

Auf dem sechsten Rang steht der EC Bad Nauheim. Dieser Platz ist der erste hart umkämpfte Platz im Tabellenmittelfeld. Seit vier Spieltagen halten die Kurstädter diesen Rang inne und dies stellt zudem die beste bisherige Saison-Platzierung dar. Die Erfolgsquote beim Powerplay liegt bei 27 Prozent - bester Wert in der DEL2. (25 Spiele / 35 Punkte)

Punktgleich mit Bad Nauheim sind die Heilbronner Falken auf Platz sieben. Nach einem guten Saisonstart und einem zwischenzeitlichen zweiten Platz ging es für die Falken in der Tabelle nach unten. Standen die Käthchenstädter kurz auf Rang elf, so ging es in den letzten Wochen in der Tabelle wieder nach oben. Zuletzt gelang den Falken ein Sechs-Punkte-Wochenende. (25 Spiele / 35 Punkte)

Den achten Platz haben die Tölzer Löwen. Standen die Bayern nach dem ersten Wochenende unter den besten drei Mannschaften, fanden sich die „Buam“ ab Spieltag sieben auf einen zweistelligen Tabellenrang wieder, wobei es meist zwischen dem elften und zehnten Rang hin und her ging.  Am 21. Spieltag konnten sie diese Ränge kurzzeitig verlassen. Auch aktuell halten die Löwen einen einstelligen Platz inne, der eine Teilnahme an den Pre-Playoffs ermöglicht. Den drittbesten Wert weisen die Mannen aus Bad Tölz beim Überzahlspiel auf, hier liegt die Erfolgsquote bei 24 Prozent.  (17 Spiele / 22 Punkte)

Erstmals in dieser Saison stehen die Dresdner Eislöwen auf einen Pre-Playoff-Platz. Am 24. Spieltag machten die Eislöwen von Rang zwölf einen Sprung auf Platz neun. Vor der Saison als Geheim-Favorit gehandelt, fanden sich die Sachen im Tabellenkeller wieder. Auch die „Rote Laterne“ war zwischenzeitlich das Eigentum der Blau-Weißen. Nach dem Austausch der Kapitäns-Riege wurde auch der Cheftrainer gewechselt. Für Jochen Molling steht nun der Kanadier Bradley Gratton hinter der Bande. Aktuell befinden sich die Eislöwen im Aufschwung: In den letzten fünf Partien konnten die Dresdner stets punkten und bejubelten zudem zwei Sechs-Punkte-Wochenenden in Folge. (26 Spiele / 32 Punkte)

Auf dem zehnten Tabellenplatz stehen die Eispiraten Crimmitschau. Nach einem verhaltenen Start, mit zwei Siegen aus sechs Spielen, ging es für die Westsachen zunächst peu à peu in der Tabelle nach oben. Aufgrund der fünf Niederlagen am Stück ging es jedoch für die Pleißestädter von Rang sechs auf Platz zehn zurück. Das größte Problem ist wohl derzeit die mangelnde Torausbeute – daran gilt es zu arbeiten. Wie es gehen kann, haben die Eispiraten bei dem historischen 11:4-Derbysieg gegen Dresden gezeigt. Interessant ist, dass 24 von den 25 absolvierten Partien in der regulären Spielzeit entschieden wurden sind.  (25 Spiele / 31 Punkte)

Die Kassel Huskies sind derzeit Elfter. Mit Bobby Carpenter und Tim Kehler wurde ein neues Trainer-Gespann verpflichtet. Mit nur 66 Toren haben die Schlittenhunde die wenigsten Tore in der Liga erzielt – mit 77 Gegentreffern aber den viertbesten Defensiv-Wert. Gab es zuletzt Siege gegen Ravensburg und Heilbronn, mussten sich die Huskies in den beiden darauffolgenden Spielen in der Verlängerung geschlagen geben. Gegen Dresden gab es dann die siebte Heimniederlage und von Rang neun ging es wieder auf Platz elf.  (25 Spiele / 30 Punkte)

Punktgleich mit Kassel steht der EHC Freiburg auf Platz zwölf. Die beste Platzierung gab es für die Breisgauer am 17. Spieltag mit dem sechsten Tabellenrang. Seit dem sind acht weitere Partien hinzugekommen, jedoch konnte der EHC lediglich ein Spiel davon gewinnen. Somit rutschten die Freiburger in der Tabelle weiter hinunter. Mit 268 gesammelten Strafminuten sind die Breisgauer das fairste Team der Liga.  (25 Spiele / 30 Punkte)

Auf dem 13. Tabellenplatz stehen die Bayreuth Tigers. Erst am 16. Spieltag konnten die Bayern die ersten Punkte bei einem Auswärtsspiel holen. Nach der Deutschland Cup Pause konnten die Wagnerstädter regelmäßiger punkten. Zuletzt gab es fünf Siege in Folge. Erst Frankfurt konnte die Serie beenden, wobei die Partie gegen die Löwen ausgeglichen war und die Bayern das Spiel durchaus für sich hätten entscheiden können. Das Penalty-Killing ist bei den Tigers ordentlich. Die Quote liegt bei 84,6 Prozent – das ist der viertbeste Wert in der DEL2. Zudem sammelten die Tigers die zweitwenigsten Strafminuten. (25 Spiele / 25 Punkte)

Das Schlusslicht in der Tabelle ist der Deggendorfer SC, sie sind aber punktgleich mit Bayreuth. Der Aufsteiger aus der Oberliga musste bis zum sechsten Spieltag auf die ersten Punkte warten. Nach der Länderspielpause ging es für den DSC in der Tabelle nach oben. Mit fünf Siegen in Folge ging es bis auf Rang zwölf. Ein großer Rückhalt ist dabei der Goalie-Neuzugang Jason Bacashihua. Doch zuletzt gab es vier Niederlagen am Stück, was den Aufsteiger wieder auf den letzten Platz abrutschen lässt. Nichtsdestotrotz hat Deggendorf gezeigt, dass sie in der Liga angekommen sind und auch Top-Gegner wie Frankfurt besiegen können. (25 Spiele / 25 Punkte)