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Regelecke zum nicht gegebenen Tor der Heilbronner Falken

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Foto: City-Press | 04.01.2019

Am 02. Januar 2019 kam es beim Spiel zwischen den Heilbronner Falken und dem ESV Kaufbeuren zu einer Situation, bei der 31 Sekunden vor Spielende der Videobeweis konsultiert wurde. Das Spielgeschehen fand gerade am Tor von Kaufbeuren statt und der Puck wurde vom ESVK-Goalie mit dem Schlittschuh gegen den Pfosten geklemmt. Die Position des Hauptschiedsrichters war auf der anderen Seite des Tores. Somit konnte der Referee den Puck durch das Klemmen nicht mehr sehen. Der Unparteiische unterbrach daraufhin das Spiel. Nach der Unterbrechung löste der Torhüter die Klemmung des Pucks und es wurde dabei von einen Falken-Spieler nachgestochert. Beim Aufrichten des Goalies rutschte die Scheibe über die Linie. Dies ist im Video-Stream vom SpradeTV eindeutig zu sehen. Ferner erklärt nach dem Videobeweis der SpradeTV-Kommentator eindeutig die vorangegangene Entscheidung, wo auch er die Entscheidung auf „kein Tor“ für richtig kommentiert.

Mit der Unterbrechung des Hauptschiedsrichters wurde sofort auf „kein Tor“ entschieden. Das entspricht dem Regelwerk und ist korrekt.

Sprade-Video: https://www.youtube.com/watch?v=cqEXMKZzx_8

Die Regelgrundlage dazu ist:

REGEL 71 – PUCK AUSSER SICHT

Sobald der Puck für den Schiedsrichter nicht mehr sichtbar ist, unterbricht er das Spiel. Das folgende Anspiel findet am nächstgelegenen Anspielpunkt statt, an welchem das Spiel unterbrochen wurde, es sei denn, die Regeln schreiben etwas anderes vor.

 

Nachdem bei dem Nachgestochere der Puck plötzlich über der Torlinie im Tor lag, entschieden die Hauptschiedsrichter den Videobeweis zu konsultieren, ob der Puck bereits vor dem Abpfiff bei der Klemm-Aktion des Torhüters die Torlinie überschritten hatte und somit ein gültiges Tor vorliegen würde. Die Referees haben im Videobeweis mit Standbild und mehrmaliger Realgeschwindigkeit die Position des Pucks beim Klemmen überprüft um festzustellen, ob das Spielgerät vor der Unterbrechung die Torlinie überschritten hatte. Dies konnten die Videobilder nicht bestätigen, somit blieb es regelkonform bei der „On-Eis-Entscheidung“ kein Tor.

Die  Regelgrundlage dazu ist:

REGEL 99 – NUTZEN DES VIDEO-TORRICHTERS ZUR FESTSTELLUNG VON TOREN

II. Wird ein Tor erzielt, oder besteht der Verdacht eines Tores, trifft der Schiedsrichter sofort seine Entscheidung (Tor, kein Tor) auf dem Eis. Anschließend wird der Videobeweis von beiden Hauptschiedsrichtern durchgeführt, um die Entscheidung des Schiedsrichters entweder zu bestätigen oder zu widerlegen, wenn ihm hierfür die maßgebenden Beweise vorliegen. Bringt der Videobeweis kein Ergebnis, bleibt es bei der ursprünglichen Entscheidung des Schiedsrichters.