Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.

Bietigheim bleibt an der Tabellenspitze

/media/news/660/20190929_jubelscb_keller.jpg
Foto: Achim Keller | 29.09.2019

Heilbronn siegt in der Verlängerung beim Tor-Festival/ Ravensburg mit zweiten Shutout-Sieg / Frankfurt sichert sich Heimerfolg / Kassel gewinnt gegen Dresden / Weißwasser bejubelt Auswärtserfolg

Tölzer Löwen – Heilbronner Falken

Gleich in der zweiten Spielminute gab es die erste Strafzeit. Falke Tim Miller musste wegen eines unerlaubten Körperangriffs pausieren, doch die Gäste überstanden das Powerplay der Hausherren ohne Probleme. Aber auch die Unterländer konnten aus ihrem Powerplay kein Kapital schlagen. Die beste Chance in Unterzahl hatten die Hausherren. Max French fährt einen Konter, verzieht aber knapp und der Puck ging am Tor der Heilbronner vorbei. Die nächste sehr gute Möglichkeit hatten wieder die Löwen, doch die Scheibe ging am leeren Tor vorbei. Wenige Sekunden später fiel dann das erste Tor. Es war Marco Pfleger, der die Führung für die Bayern erzielte (12.). Kurz darauf stoppte Löwe Johannes Sedlmayr mittels Haken einen Falken-Spieler. Daraufhin gab es einen Penalty. Samuel Soramies trat an und verzieht.  Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten. Es lief gerade die 15. Spielminute, da netzte Marcus Götz die Scheibe zum 1:1 ein. Die Käthchenstädter hatten in Folge die Führung auf der Kelle, scheiterten aber am Löwen-Goalie Sinisa Martinovic. Im ersten Drittel standen noch neun Sekunden auf der Uhr, da traf für die Gastgeber Tyler McNeely zum 2:1-Pausenstand. Nach einem Stockschlag musste Heilbronns Corey Mapes auf die Strafbank. Löwe French hatte im Powerplay eine Riesenchance, doch Falken-Goalie Matthias Nemec glänzte mit einem starken Fanghand-Save. In der 27. Minute fiel dann aber das 3:1. Den Treffer erzielte der Tölzer Sedlmayr. Die Hausherren fuhren immer wieder gefährliche Konter, aber Heilbronns Schlussmann war stets zur Stelle. In Minute 34 kassierten die Bayern binnen 22 Sekunden zwei Strafzeiten. Im doppelten Überzahlspiel konnte Stefan Della Rovere den Anschlusstreffer markieren (35.). Lediglich 67 Sekunden später traf Michael Knaub für die Falken zum Ausgleich. Kurz darauf hatten die Gastgeber die Führung auf der Kelle, aber der Puck knallte an den Pfosten. Danach musste Heilbronns Pierre Preto wegen Stockschlags auf die Strafbank. Matt MacKenzie nutzte das Überzahlspiel und traf zum 4:3-Pausenstand für die Löwen. Im dritten Abschnitt waren gerade 71 Sekunden absolviert, da traf Falke Kevin Maginot zum Ausgleich. Im Powerplay gingen die Gäste durch den Treffer von Yannik Valenti erstmals am Abend in Führung (44.).  Auch das Special Team der Tölzer Löwen war wenig später erfolgreich. Pfleger trug sich in der 48. Minute in die Torschützenliste ein. Der Treffer wurde zudem per Videobeweis von den Hauptschiedsrichtern bestätigt. Damit war die Partie wieder offen. Beide Teams hatten ihre Chancen den Siegtreffer zu erzielen, aber nach 60 Minuten stand es weiter 5:5. Somit ging es in die Verlängerung. In der Overtime hatten die Tölzer zunächst die besseren Chancen, aber Falken-Goalie Nemec war nicht zu überwinden. Es waren nur noch elf Sekunden zu spielen, da konnte Heilbronns Kapitän Derek Damon im Powerplay den umjubelten Siegtreffer markieren. Somit sicherten sich die Unterländer den zweiten Punkt.

Falken-Cheftrainer Alexander Mellitzer: „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Wir sind nicht gut in die Partie gestartet. Speziell im ersten Drittel hat uns Matthias Nemec im Spiel gehalten. Bad Tölz hat uns teilweise den Schneid abgekauft.“

Löwen-Coach Kevin Gaudet: „Wenn du zu Hause fünf Tore schießt, musst du gewinnen. Heilbronn hat viel Talent in der Mannschaft, haben schnelle Spieler und sie nutzen Fehler eiskalt aus. Wir haben mit einem kleinen Kader gekämpft. Schade, dass wir nicht den zweiten Punkt geholt haben, aber Heilbronn ist brandgefährlich.“

EHC Freiburg – Bietigheim Steelers

Die Zuschauer sahen ein recht ausgeglichenes und faires erstes Drittel. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen, aber sowohl EHC-Goalie Ben Meisner als auch Steelers-Torhüter Stephon Williams hielten ihren Kasten sauber. Die beste Möglichkeit hatte Bietigheims Alexander Preibisch kurz vor der Pausensirene, aber die ersten 20 Minuten endeten torlos. Die Ellentaler kamen druckvoll aus der Kabine, kontrollierten das Spielgeschehen und drängten auf den ersten Treffer. Dieser fiel in der 28. Minute durch Lukas Laub. Nach der Hälfte des Mittelabschnitts kamen die Freiburger wieder besser in die Partie. In Minute 36 gab es die erste Strafzeit in dem Duell und Steelers-Kapitän Nicolai Goc musste wegen Hakens in die Kühlbox. Die Breisgauer nutzten das Powerplay gekonnt und Alexander Brückmann markierte den Ausgleich (38.). Kurz vor Ende des zweiten Drittels hatte Luke Pither für die Wölfe den Führungstreffer vor Augen, aber es blieb bei dem 1:1. Die Schwaben kamen erneut gut aus der Kabine. Es lief die 44. Minute, als Bietigheims Tim Schüle mit seinem Schuss von der blauen Linie für die Führung sorgte. Lange Zeit blieb es bei dem Spielstand, bis Cam Spiro einen Konter fährt und die Scheibe zum Ausgleich einnetzte (53.). Das Unentschieden währte nicht lange, da Chris Owens die Gäste wieder in Front brachte (57.). Wenig später nahm EHC-Cheftrainer Peter Russel eine Auszeit. Die Wölfe versuchten noch einmal alles und wollten den Ausgleich, aber der Torerfolg blieb aus. Somit sicherten sich die Bietigheimer den 3:2-Sieg und die Tabellenführung.

Steelers-Cheftrainer Hugo Boisvert: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Die Jungs haben gut gespielt und gekämpft. Es ist nie einfach in Freiburg zu gewinnen. Wir haben heute gesehen, wie wichtig das Bully ist. Zwei Tore sind daraus entstanden.“

EHC-Coach Peter Russel: „Die Mannschaft hat heute gegen einen sehr starken Gegner gut gespielt. Vor allem die Verteidigung war, bis auf die letzten vier Minuten, hervorragend gespielt. Schade, dass sich die Mannschaft nicht belohnen konnte.“

Die Ergebnisse im Überblick:

6 - 3

(1:1;1:1;4:1)
Schüsse:
39:30 (15:13,14:7,10:10)

EC Kassel Huskies Alle Statistiken Dresdner Eislöwen
Tore: 0:1 Elvijs Biezais (5:09/PP1), 1:1 Justin Kirsch (6:37/EQ), 2:1 Spencer Humphries (22:32/PP1), 2:2 Jordan Knackstedt (23:57/EQ), 2:3 Dale Mitchell (51:05/EQ), 3:3 Lois Spitzner (53:18/EQ), 4:3 Spencer Humphries (56:41/PP2), 5:3 Richard Mueller (56:50/PP1), 6:3 Noureddine Bettahar (58:28/EQ/EN)
Zuschauer: 2.586 Strafminuten: 20 / 44 Powerplay: 3-5 / 1-3
Schiedsrichter: Fischer, Sven | Gavrilas, Razvan | Pernt, Hendrik | Treitl, Tobias | Grunzke, Torsten

3 - 2

(0:1;1:1;2:0)
Schüsse:
36:26 (8:7,16:10,12:9)

Löwen Frankfurt Alle Statistiken ESV Kaufbeuren
Tore: 0:1 Joseph Lewis (8:12/EQ), 0:2 Branden Gracel (24:15/EQ), 1:2 Luis Schinko (37:22/EQ), 2:2 Stephen MacAulay (42:58/PP1), 3:2 Martin Buchwieser (49:12/EQ)
Zuschauer: 3.891 Strafminuten: 4 / 10 Powerplay: 1-5 / 0-2
Schiedsrichter: Noeller, Göran | Steinecke, Jens | Blankart, Maik | Six, Dominic | Braun, Jobst

0 - 5

(0:0;0:2;0:3)
Schüsse:
23:33 (7:15,8:8,8:10)

Eispiraten Crimmitschau Alle Statistiken Ravensburg Towerstars
Tore: 0:1 Daniel Pfaffengut (36:40/SH1), 0:2 David Zucker (39:25/EQ), 0:3 Daniel Pfaffengut (45:37/EQ), 0:4 David Zucker (50:32/PP1), 0:5 Jakub Svoboda (56:42/PP1)
Zuschauer: 1.570 Strafminuten: 10 / 8 Powerplay: 0-4 / 2-5
Schiedsrichter: Apel, Mischa | Falten, Fynn-Marek | Gerth, Danilo | Stach, Artur | Haarfeldt, Juliane

3 - 5

(0:1;1:2;2:2)
Schüsse:
36:22 (9:7,14:6,13:9)

Bayreuth Tigers Alle Statistiken Lausitzer Füchse
Tore: 0:1 Tomas Andres (9:35/EQ), 0:2 Oliver Granz (25:04/EQ), 0:3 Mike Hammond (26:33/EQ), 1:3 Ivan Kolozvary (39:37/PP1), 2:3 Simon Karlsson (45:54/EQ), 2:4 Jordan George (55:14/PP1), 3:4 Juuso Rajala (56:14/EQ), 3:5 Daniel Schwamberger (59:59/EQ/EN)
Zuschauer: 1.547 Strafminuten: 8 / 20 Powerplay: 1-8 / 1-2
Schiedsrichter: Klein,Michael | Oswald,Christian | Kalnik,Thomas | Römer,Joshua | Leinberger, Claudia

5 - 6 OT

(2:1;2:2;1:2/0:1)
Schüsse:
39:30 (12:7,14:9,9:10/4:4)

Tölzer Löwen Alle Statistiken Heilbronner Falken
Tore: 1:0 Marco Pfleger (11:29/EQ), 1:1 Marcus Götz (14:23/EQ), 2:1 Tyler McNeely (19:51/EQ), 3:1 Johannes Sedlmayr (26:06/EQ), 3:2 Stefan Della Rovere (34:59/PP2), 3:3 Michael Knaub (36:06/EQ), 4:3 Matt MacKenzie (38:28/PP1), 4:4 Kevin Maginot (41:11/EQ), 4:5 Yannik Valenti (43:29/PP1), 5:5 Marco Pfleger (47:50/PP1), 5:6 Derek Damon (4:49/OT/PP1)
Zuschauer: 2.620 Strafminuten: 12 / 12 Powerplay: 2-5 / 3-5
Schiedsrichter: Aumüller, Roland | Müns, Cori | Rudolph, David | Schusser, Stefan | Andrä, Simone

2 - 3

(0:0;1:1;1:2)
Schüsse:
32:31 (8:10,10:12,14:9)

EHC Freiburg Alle Statistiken Bietigheim Steelers
Tore: 0:1 Lukas Laub (27:08/EQ), 1:1 Alexander Brückmann (37:22/PP1), 1:2 Tim Schüle (43:53/EQ), 2:2 Cam Spiro (52:21/EQ), 2:3 Chris Owens (56:09/EQ)
Zuschauer: 2.482 Strafminuten: 2 / 4 Powerplay: 1-2 / 0-1
Schiedsrichter: Koch, Andreas | Westrich, Sascha | Lamberger, Jan | Pfeifer, Dominik | Stegner, Lutz