Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.

DEL2-Saison 2019/2020 – Das Team des ESV Kaufbeuren

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Foto: Benjamin Lahr | 06.09.2019

Daniel Oppolzer: „Wir haben drei wirklich hervorragende Spielzeiten hinter uns, dies zu bestätigen wird natürlich alles andere als einfach werden.“

Eingespielte Mannschaft als Trumpf: Wird ein Blick auf den Kader der letzten Jahre geworfen fällt auf, dass der Kern der Kaufbeurer Mannschaft geblieben ist. Sicherlich gab es in den letzten Spielzeiten stets ein paar Veränderungen, aber die Neuzugänge haben sich oft schnell integriert. Dass der Großteil der Mannschaft schon über mehrere Spielzeiten gemeinsam auf dem Eis stand, kann ein deutlicher Vorteil sein. Im Kader der Joker sind auch einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs sowie Eishockeyprofis aus Kaufbeuren beziehungsweise aus der Region – ein Faktor mit Seltenheitswert.

Cheftrainer Andreas Brockmann formte aus dem früheren Abstiegskandidaten eine Playoff-Mannschaft. Drei Jahre die direkte Playoff-Qualifikation, drei Jahre ging es bis in das Halbfinale. In der vergangenen Saison scheiterten die Buron Joker gegen den späteren Meister aus Ravensburg. Neu in dieser Saison ist, dass Brockmann mit den ehemaligen ESVK-Kapitän Sebastian Osterloh einen Co- und Athletiktrainer hat. Zudem gibt es mit Jürgen Immler einen neuen Reha-Trainer, der auch als Ernährungsberater fungiert.

Trotz der Erfolge bleibt das Team und die Clubführung bodenständig. Das Ziel, wie in den Jahren zuvor, lautet mindestens Platz zehn oder besser. Auch Daniel Oppolzer, der nun bereits in seine neunte Saison im Trikot des ESVK geht, unterstreicht Kaufbeurens Devise: „Wir haben drei wirklich hervorragende Spielzeiten hinter uns, dies zu bestätigen wird natürlich alles andere als einfach werden. Wir müssen auf dem Boden bleiben, weiter hart arbeiten und unser Eishockey spielen. Wenn jeder Spieler sich auf sein Spiel konzentriert und wir wieder als geschlossene Mannschaft auftreten, ist vieles möglich. Unser primäres Ziel ist es aber, unter die Top zehn zu kommen. Wenn man sieht, wie gut sich die anderen Mannschaften verstärkt haben und welche tollen Spieler in die DEL2 gewechselt sind, ist eines klar: die Liga ist noch besser und ausgeglichener geworden. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es eine wirklich sehr spannende Saison wird.“ 

Die Spielphilosophie von Coach Brockmann ist kurz und prägnant: Schnelles Power-Eishockey mit vier Sturmreihen und einem aggressivem Forechecking.

Im Tor herrscht Beständigkeit und Verlässlichkeit. Denn mit Stefan Vajs steht der Goalie des Jahres 2017 und 2018 weiterhin zwischen den Pfosten. An seiner Seite sind Michael Güßbacher und Neuzugang Jan Dalgic, welcher auch für den ERC Ingolstadt spielberechtigt ist.

In der letzten Saison hatten die Allgäuer auch mit Verletzungspech zu kämpfen, vor allem in der Verteidigung fielen wichtige Stützen aus.  Julian Eichinger, frischgebackener ESVK-Kapitän, steht der Mannschaft wieder zur Verfügung. Zudem hat Florin Ketterer hat das Training aufgenommen. Die Abwehrreihen wurden mit zwei erfahrenen DEL2-Spielern verstärkt – Simon Mayr und Valentin Gschmeißner. Außerdem stößt aus der Kaufbeurer U20 Leon Kittel zum Kader und vom Kooperationspartner aus Ingolstadt erhalten dier Verteidiger Simon Schütz und Garret Pruden via Förderlizenz eine Spielberechtigung für den ESVK.

Kontinuität herrscht bei den Kontingentspielern: Die Finnen Sami Blomqvist, Ossi Saarinen und Jere Laaksonen sowie der Kanadier Branden Gracel werden auch in der neuen Saison für die Buron Joker auflaufen. Vor allem in der letzten Saison hatte die erste Reihe mit Gracel, Blomqvist und Joseph Lewis für viele Tore gesorgt – ein Trio was außerordentlich gut harmoniert. In den Playoffs wurde zudem Laaksonen ein zentraler Anker im Team. Die Offensive wird mit zwei sehr erfahrenen DEL-Spielern verstärkt – Tobias Wörle und Mike Mieszkowski. Mit Markus Schweiger stieß in der Vorbereitung ein junger und sehr talentierter Spieler zum Kader der Kaufbeurer. Im Sturm kann auch Verteidiger Gschmeißner eingesetzt werden. „Der ESVK hat in den letzten drei Jahren sehr erfolgreich gespielt. Ich hoffe natürlich, dass wir daran anknüpfen können. Das wird aber ein hartes Stück Arbeit und alles andere als ein Selbstläufer. Ich persönlich, möchte der Mannschaft so gut helfen wie ich kann, um die Saisonziele zu erreichen und erfolgreiches Eishockey zu spielen. Dabei ist es mir egal ob ich als Verteidiger oder Stürmer aufgestellt werde. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft Erfolg haben“, so der Allrounder.

Kader (Stand: 04. September 2019)

Tor: Stefan Vajs, Michael Güßbacher, Jan Dalgic

Abwehr: Philipp de Paly, Denis Pfaffengut, Fabian Koziol, Florin Ketterer, Julian Eichinger, Leon Kittel, Valentin Gschmeißner, Simon Mayr, Simon Schütz (FL), Garret Pruden (FL)

Angriff: Jonas Wolter, Max Schmidle, Joseph Lewis, Florian Thomas, Sami Blomqvist, Jere Laaksonen, Daniel Oppolzer, Tim Wohlgemuth (FL), Ossi Saarinen, Alexander Thiel, Branden Gracel, Louis Latta, Tobias Wörle, Mike Mieszkowski, Markus Schweiger 

Trainer: Andreas Brockmann

Co- und Athletiktrainer: Sebastian Osterloh

Abgänge: Marc-Michael Henne (ECDC Memmningen) / Sebastian Osterloh (Karriereende, Co- und Athletiktrainer ESV Kaufbeuren) / Philip Messing (ESV Landshut) / Daniel Haase (Ziel unbekannt) / Lubomir Stach (HK Dukla Trencin) / Maximilian Schäffler (EC Peiting) / Markus Lillich (Bayreuth Tigers) / Steven Billich (Ziel unbekannt) / Marvin Schmid (ECDC Memmingen)

Testspiele im Überblick (Stand 03.09.2019):

16.08.2019          EHC Winterthur – ESV Kaufbeuren 3:2

18.08.2019          ESV Kaufbeuren – Dornbirn EC  7:5

23.08.2019          ESV Kaufbeuren – Mulhouse Scorpions 11:3

24.08.2019          EHC Lustenau – ESV Kaufbeuren 4:3 n.V.

30.08.2019          Tölzer Löwen – ESV Kaufbeuren 2:3

01.09.2019          ESV Kaufbeuren – Tölzer Löwen 5:4 OT

04.09.2019          ECDC Indians Memmingen – ESV Kaufbeuren 2:3            

06.09.2019          ESV Kaufbeuren - ERC Ingolstadt