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Crimmitschau und Bietigheim auf der Suche nach neuem Cheftrainer

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Foto: Alexander Grimm und Timo Raiser | 30.03.2020

Eispiraten-Cheftrainer sucht neue Herausforderung / Marc St.Jean verlässt die Steelers nach sieben Jahren

Die Eispiraten Crimmitschau müssen ihre Trainerstelle für die kommende Saison neu besetzen. Cheftrainer Danny Naud wird den Verein nach über einem Jahr wieder verlassen. Der Kanadier lehnte am Wochenende ein Angebot zur Vertragsverlängerung der Eispiraten-Verantwortlichen ab. Der 58-jährige Eishockeylehrer sucht stattdessen eine neue Herausforderung.

Naud hatte das Amt des Eispiraten-Trainers im Februar 2019 von Kim Collins übernommen. Zunächst führte er die strauchelnden Westsachsen in der Saison 2018/19 noch in das Playoff-Viertelfinale gegen die Löwen Frankfurt. In dieser Serie erreichte er mit seinem Team nur den 13. Platz in der Hauptrunde und hätte, wäre der Ligenabbruch aufgrund des Coronavirus nicht gewesen, mit diesem in den Playdowns um den Klassenerhalt kämpfen müssen. In insgesamt 69 Partien konnte Danny Naud mit den Eispiraten 30 Siege einfahren.

„Danny hat einer Verlängerung seines Vertrages zu gleichen Konditionen wie letzte Saison nicht angenommen und möchte sich einer neuen Herausforderung stellen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute und befinden uns nun auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer“, sagt Eispiraten-Teammanager Ronny Bauer zum Abgang von Trainer Naud.

Marc St.Jean verlässt die Steelers 

Nach sieben Jahren gehen die Steelers und Marc St.Jean getrennte Wege. Über viele Jahre hinweg hat St.Jean den erfolgreichen Weg der Steelers mit geebnet und Spieler wie Adam Borzecki, Dominic Auger, Benjamin Hüfner oder Max Prommersberger ins Ellental geholt. 

Auf Bitten des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung hin, hat St.Jean im November des letzten Jahres die Mannschaft als Cheftrainer übernommen und sich erneut in den Dienst der Steelers gestellt. Er war sich für keine Aufgabe oder Arbeit zu schade und hat immer 100 Prozent gegeben. Er hat nie gefordert, sondern stets das Beste für die Steelers im Auge gehabt. Er war zu jedem Zeitpunkt ein Vollprofi und mit ganzem Herzen dabei.

Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Kaufmann: „Marc musste viel Kritik von außen einstecken und ist damit höchstprofessionell umgegangen. Wenn in der Vergangenheit andere die Erfolge gefeiert haben, hat er im Hintergrund bereits an den nächsten gearbeitet.“

Marc St-Jean: „Liebe Steelers-Fans und Sponsoren, zunächst einmal möchte ich mich bei allen, die im sportlichen Bereich beteiligt waren, für die gute Zusammenarbeit bedanken. Ich habe in den letzten sieben Jahren hier in Bietigheim viel Unterstützung erfahren. Die Steelers haben mir meine erste Chance gegeben außerhalb des Eises im professionellen Eishockey zu arbeiten. Dafür werde ich immer sehr dankbar sein. Ich habe die Zeit hier sehr genossen. Als Co-Trainer von Kevin Gaudet konnte ich viel lernen, spielerisch als auch menschlich. Meinen Job als sportlichen Leiter habe ich mit viel Leidenschaft ausgeübt und war immer bereit alles zu tun um die Mannschaft zu unterstützen und nicht hängen zu lassen. Letzten Endes hat mich diese Einstellung auch auf den Trainerposten gebracht. In dieser Position wurde mir von den Sponsoren als auch von den Spielern enorm viel Vertrauen geschenkt. Eine Mannschaft mitten in der Saison zu übernehmen ist mit Sicherheit keine leichte Aufgabe und trotzdem habe ich die Herausforderung angenommen. Ich werde meine Zeit bei den Steelers nie vergessen und bin dankbar in diesem familiären Traditionsclub meinen beruflichen Einstieg ins Eishockey gefunden zu haben.“

Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch: „Marc war bei den Steelers mein engster Berater. Die Zusammenarbeit mit ihm war jederzeit hochprofessionell und hat zudem sehr viel Spaß sowie Freude gemacht. Mit ihm verlässt uns auch ein Freund mit viel Eishockeykompetenz. Wo Arbeitsverträge enden beginnen Freundschaften – ich bin sehr froh, Marc kennengelernt zu haben und wünsche ihm persönlich alles Gute.“