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Bayreuth bindet Kurt Davis für zwei Spielzeiten

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Foto: Karo Vögel | 14.05.2020

Marc Schmid­pe­ter ver­lässt den EV Lands­hut

Lediglich acht Partien waren ihm und dem Bayreuther Publikum durch das abrupte Saisonende vergönnt, um sich aneinander zu gewöhnen. Dass diese jedoch – gerade auch den Verantwortlichen für die Beurteilung – völlig ausreichten, um dem 33-jährigen US-Boy ein erneutes Angebot zu unterbreiten, wird nun bestätigt. Kurt Davis unterzeichnete kürzlich ein Arbeitspapier, welches für die kommenden zwei Spielzeiten Gültigkeit besitzt.

Dass Davis keine lange Anlaufzeit benötigt, wurde schnell klar, als der Anfang Februar nach Oberfranken gekommene Defender zum ersten Mal gegen Heilbronn im Bayreuther Tigerkäfig auflief. Nach eine kalten Dusche in Form von vier aufeinanderfolgenden Treffern der Falken starteten die Tigers, angetrieben vom damaligen Neuzugang Davis, eine unnachahmliche Aufholjagd, die kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Einen Querpass von Rajala verwertete Davis sechs Sekunden vor der Sirene der regulären Spielzeit mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, was den Ausgleich zum 5:5 bedeutete und Davidek im Shootout die Möglichkeit zum Siegtreffer bescherte.
Genau so schnell wie auf der Eisfläche fand sich Davis auch in der Kabine und im Umfeld zurecht und deutete sofort an, dass er einer der Akteure ist, der Verantwortung übernimmt.

„Bei Kurt freut es mich richtig, dass er bleibt. So haben wir neben Simon Karlsson einen weiteren starken Offensiv-Verteidiger, der mit seiner Ruhe, seinen schlittschuhläuferischen Qualitäten und seinem Eishockeyverständnis das Spiel eröffnen kann und das Team insgesamt stärker macht. Er ist eine Führungspersönlichkeit, der außerhalb der Eisfläche ein sehr ruhiger Mensch ist, sich dennoch sehr schnell Akzeptanz und ein hohes Ansehen in der Mannschaft erarbeitet hat“, merkt man Petri Kujala die Freude über die zustande gekommene Verpflichtung an.

Vor seinem Wechsel an den Roten Main war Davis in Norwegen aktiv, wo er als einer der stärksten Offensiv-Verteidiger der Liga galt und bei seinem ersten Engagement in den Jahren 2012- 2014 zwei Meisterschaften mit den Stavanger Oilers feiern konnte, bevor er dem Ruf der Düsseldorfer EG folgte und insgesamt vier Spielzeiten – die letzte davon in Krefeld – in der DEL aufs Eis ging und dort bei insgesamt 221 Pflichtspielen stets zu den Leistungsträgern seines Teams zählte.

„Dass wir einen Spieler wie Kurt Davis an uns binden können, ist sicher nicht selbstverständlich, aber es hat ihm – ebenso wie seiner Lebensgefährtin – von Anfang an in Bayreuth sehr gut gefallen und er hat sich sofort wohl gefühlt. Umso mehr freue ich mich, dass der Vertrag für 2 Jahre geschlossen werden konnte. Der Umstand, dass Kurt längerfristig an einem Ort bleiben und spielen wollte, kam uns entgegen und so konnten wir aufgrund der Laufzeit von zwei Spielzeiten auch mit unseren Konditionen, die in diesem Fall sicher nicht dem üblichen Marktgewohnheiten entsprechen, punkten und Kurt von uns überzeugen. Wir haben mit ihm nicht nur einen exzellenten Spieler auf der Eisfläche, sondern auch eine starke Führungspersönlichkeit neben dem Eis, welche den Bayreuth Tigers zukünftig in vielen Belangen sehr gut tun wird“, sieht Tigers-Geschäftsführer Matthias Wendel die Weiterverpflichtung äußerst positiv.

Marc Schmid­pe­ter ver­lässt den EV Lands­hut

Der EV Landshut gibt einen weiteren Abgang bekannt. Stürmer Marc Schmidpeter wird den Verein verlassen. Der 25-Jährige, der auch zur Oberliga-Meistermannschaft der Saison 2018/19 gehörte, hat vom Club kein neues Vertragsangebot für die kommende Spielzeit in der DEL2 erhalten.

Schmidpeter trug vor 13 Jahren in der Schüler-Bundesliga das Trikot des EV Landshut. Der Angreifer durchlief die Landshuter Talentschmiede, stand mehrfach im Aufgebot der deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaft und feierte in der Spielzeit 2012/2013 sein 2.Liga-Debüt für den EVL. In den folgenden Jahren sammelte der gebürtige Fürstenfeldbrucker auch Erfahrungen in der DEL beim ERC Ingolstadt sowie beim ESV Kaufbeuren und den Ravensburg Towerstars in der DEL2. Vor zwei Jahren kehrte Schmidpeter von den Oberschwaben wieder zu seinem Heimatverein zurück, erzielte in der Oberliga 37 Tore und war maßgeblich mit für den Aufstieg in die DEL2 verantwortlich. Insgesamt bestritt Schmidpeter für den EV Landshut 170 Pflichtspiele, bejubelte 53 Treffer und lieferte 55 Assists.

„Nach der sportlichen Analyse der letzten Saison und vor allem aufgrund der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation haben wir uns entschieden, Marc kein neues Vertragsangebot zu unterbreiten. Als Landshuter Eigengewächs hat er eine ganz spezielle Beziehung zum Club und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja in den nächsten Jahren wieder. Wir werden auf jeden Fall seine Entwicklung weiter beobachten. Wir danken Marc für seinen Einsatz in den letzten beiden Jahren und wünschen ihm beruflich und privat alles Gute“, erklärt EVL-Spielbetrieb-GmbH-Geschäftsführer Ralf Hantschke.