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Kaufbeuren und Bad Nauheim präsentieren Neuzugänge

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Foto: Benjamin Lahr und Timo Raiser | 07.07.2020

Tyler Spurgeon spielt für den ESVK / Frédérik Cabana wechselt von Bietigheim nach Bad Nauheim

Die Gerüchteküche hielt sich lang und hartnäckig. Die Aussage des neuen ESVK-Trainers Rob Pallin, dass er zwei absolute Wunschspieler für die beiden noch offenen Kontingentstellen in seiner neuen Mannschaft hat, haben dieses Gerücht natürlich genauso genährt, wie der Fakt, dass der ESVK offenkundig auf der Suche nach einer Führungspersönlichkeit war. Nach vielen Gesprächen zwischen Coach Pallin, Geschäftsführer Michael Kreitl und Tyler Spurgeon selbst, ist der Transfer des 34 Jahre alten Kanadiers in die Wertachstadt nun endgültig perfekt.

Spurgeon ist auf der Mittelstürmerposition beheimatet und spielte von den letzten zehn Jahren, deren neun, in der multinationalen EBEL für die Teams aus Klagenfurt und Innsbruck. Dabei gilt der Linksschütze nicht nur als harter Arbeiter auf dem Eis, sondern auch als Unterzahlspezialist und war dazu über Jahre hinweg einer der besten oder gar der beste Bullyspieler der ganzen Liga. Weiter war der 180 Zentimeter große und 86 Kilogramm schwere Kanadier auch immer ein verlässlicher Scorer. In insgesamt 399 Spielen in der EBEL konnte der Mittelstürmer 129 Tore und 173 Torvorlagen auf seinem persönlichen Punktekonto verbuchen.

In den letzten vier Jahren führte Spurgeon den HC Innsbruck dabei auch als Kapitän auf das Eis. In seiner bisherigen Karriere konnte der Kanadier auch schon mehrere Meisterschaften feiern. Unter anderem gewann er zwei Mal den Titel in der WHL und gewann dazu mit den Kelowna Rockets den begehrten Memorial Cup sowie in der Saison 2012/2013 mit dem Klagenfurter AC den Meistertitel in der EBEL. Beim ESV Kaufbeuren wird Spurgeon in der kommenden Spielzeit nun das Trikot mit der Rückennummer 19 tragen. Seiner neuen Heimat stattete der sympathische Kanadier vor kurzem auch schon einen Besuch ab und lernte dabei schon den einen oder anderen neuen Mannschaftskameraden und auch Mitarbeiter des ESVK kennen.

ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl: „Tyler Spurgeon war von Anfang an unser absoluter Wunschspieler. Schlussendlich hat es sich für uns gelohnt, dass wir sehr viel Zeit in diesen Transfer investiert haben und auch die nötige Geduld hatten, um die Sache schlussendlich auch über die Bühne zu bringen. Ein wichtiger Faktor war natürlich auch, dass Rob Pallin und Tyler Spurgeon über die Jahre in Innsbruck ein sehr gutes Verhältnis hatten und wir ihn dann gemeinsam von einem Wechsel nach Kaufbeuren überzeugen konnten. Tyler Spurgeon ist ein absoluter Führungsspieler, arbeitet auf dem Eis hart und konstant in beide Richtungen und kann dazu auch Scoren. Wir sind absolut davon überzeugt, dass er eine tolle Bereicherung für unsere Mannschaft ist und unsere Fans viel Freude an ihm haben werden.“  

Tyler Spurgeon: „Ich freue mich sehr nun ein Teil des ESV Kaufbeuren zu sein. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie in Kaufbeuren der Eishockey Sport gelebt wird. Die Fans scheinen hier unglaublich zu sein und die Stadt ist wirklich sehr schön und einladend. Ich bin absolut bereit für die neue Aufgabe und freue mich jetzt schon darauf, mit meiner leidenschaftlichen Art Eishockey zu spielen zum Erfolg der Mannschaft beitragen zu können. Weiter hoffe ich auf viele Siege im Dress des ESVK.“

Frédérik Cabana stürmt für den ECN

Der DEL2-Kader der Roten Teufel nimmt weiter Form an! Mit dem Franko-Kanadier Frédérik „Freddy“ Cabana wechselt ein 1,83 Meter großer und 85 Kilogramm schwerer DEL2-Routinier in den Angriff der Wetterauer. Der 34-jährige Linksschütze mit deutschem Pass spielte zuletzt sechs Saisons im Trikot der Bietigheim Steelers. In 243 Ligaspielen konnte er insgesamt 221 Scorerpunkte erzielen und gehörte durch seine bissige, antrittsschnelle Spielweise zu den wichtigen Stützen des Ellentaler Kaders.

Der am 16. Mai 1986 in Fleurimont, Québec geborene Cabana kam erstmals vor rund elf Jahren in Deutschland zum Einsatz, als er für die Saison 2009/2010 einen Vertrag bei den Heilbronner Falken in der 2. Bundesliga unterzeichnete. Anschließend wechselte „Freddy“ drei Spielzeiten zu den Ravensburg Towerstars, mit denen er direkt im ersten Anlauf den Meistertitel in der zweithöchsten, deutschen Eishockeyliga einspielte. Nach einer kurzen DEL-Stippvisite bei den Hamburg Freezers zog es den Angreifer aber im November 2014 (wieder) in die DEL2. Seitdem war er fester Bestandteil des Bietigheimer Teams, mit welchem er 2014/2015 sowie 2017/2018 zwei weitere Meistertitel feiern durfte.

Bei seinen bisherigen Clubs gehörte Frederik Cabana zu den Leistungsträgern bzw. den Publikumslieblingen – also beste Voraussetzungen, auch die Herzen der Fans in Colonel-Knight-Stadion für sich zu gewinnen.

„Bei Freddy stimmt das Gesamtpaket. Er bringt viel Eishockeyerfahrung, die richtige Mentalität sowie Führungsqualitäten mit. Er spielt Eishockey so, wie es gespielt werden muss, um erfolgreich zu sein. Spätestens nach unseren persönlichen Gesprächen war ich mir sicher, dass er uns weiterhelfen wird“, äußert sich Team-Manager Matthias Baldys.

„Ja, das sehe ich auch so, er bringt große Erfahrung und Führungsqualitäten in unser Team ein. Frédérik Cabana kann als Center oder Flügelstürmer spielen und hat gezeigt, dass er immer noch eine treibende Kraft in seinem Team sein kann, also mit jeder gegebenen Spielsituation gut zurechtkommt“, ergänzt der Chef-Trainer der Roten Teufel, Hannu Järvenpää.

Cabana sagt zu seiner Verpflichtung: „Ich freue mich sehr darauf, im Trikot des EC Bad Nauheim aufzulaufen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren immer sehr positiv und professionell. Auch der erste Eindruck von der Stadt war super. In Bad Nauheim freue ich mich besonders auf die neue Herausforderung und darauf, der Mannschaft Impulse zu geben, meine Erfahrungen weiterzugeben und natürlich auf eine erfolgreiche Saison mit dem Team.“

Der Stürmer selbst meint zu seiner Zeit unterm Viadukt: „Ich hatte hier in Bietigheim fünfeinhalb wunderschöne Jahre. Die beiden Meisterschaften krönten natürlich diese Zeit und werden unvergessen sein. Die letzten beiden Jahre waren sportlich leider nicht so erfolgreich aber so ist es nun einmal im Sport. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Fans bedanken, die mich immer unterstützt haben. Danke auch der Steelers-Organisation und allen Mitarbeitern für die tolle Zeit. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei meinen Mannschaftskollegen über all die Jahre. Ich habe hier viele Freunde gefunden und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen werden. Ich wünsche den Steelers alles Gute!“