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Weitere Vertragsverlängerung in Bad Tölz

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Foto: Tölzer Löwen | 21.08.2020

Markus Eberhardt bleibt ein Tölzer Löwe

Markus Eberhardt hat seinen Vertrag in Bad Tölz verlängert. Der 26-jährige geht in seine zweite Saison im schwarz-gelben Trikot.

Der Begriff „Tölzer Prügel“ wurde besonders im 19.Jahrhundert verwendet. Die Tölzer Flößer schickten Brennholz über die Isar, das von der armen Bevölkerung Münchens mit dem Ausruf „Tölzer Prügel“ als Gottesgabe empfangen wurde. Etwas zweckentfremdet taucht der Begriff nun erneut im Oberland auf: Markus Eberhardt gehört zur Sorte Verteidiger, die vor keinem Gegner zurückschreckt. „Beppi ist ein geradliniger Spieler, ohne Schnörkel. Er stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft, hat im Team die Sheriff-Rolle inne“, erklärt Geschäftsführer Christian Donbeck. „Er setzt sich enorm für seine Mitspieler ein, bei den anderen Mannschaften ist er durch seine Härte natürlich auch bekannt und gefürchtet.“ Doch Eberhardt ist mehr, als ein „Tölzer Prügel“. Mit einer +/–Statistik von +10 war er – nach Matt MacKenzie – vergangene Saison der Verteidiger, der bei den meisten eigenen Toren, im Vergleich zu den Gegentoren, selbst auf dem Eis stand. Ein echtes Qualitätsmerkmal für einen Verteidiger. „Ich möchte an letzte Saison anknüpfen. Ich bin total zufrieden, mit dem Team, Trainer und dem kompletten Umfeld. Kevin (Gaudet) gibt mir viel Vertrauen und Spielzeit, jetzt möchte ich wieder weitere Schritte gehen“, so Eberhardt selbst. Es habe schlicht keinen Grund gegeben, den Verein zu wechseln. „Es hat ein bisschen gedauert, weil wir aufgrund der aktuellen Situation alle Gegebenheiten haben einfließen lassen müssen. Nichtsdestotrotz sind wir mit „Beppi“ zu einer super Einigung gekommen“, freut sich Christian Donbeck.

Im verlängerten Sommer wurden Eberhardt Schrauben, Nägel und Platten von einem zurückliegenden Motorradunfall aus beiden Beinen entfernt. Damit geht der Verteidiger erstmals seit drei Jahren ohne jegliche Beschwerden in eine Saison. Ginge es nach dem Rechtsschützen, könnte die Saison kommen. „Zum ersten Mal seit zehn Jahren habe ich im August frei – das ist schon ungewohnt. Wir trainieren einfach darauf hin, dass wir jeweils zum nächsten Monat topfit sind. Die Tests laufen, jetzt heißt es trainieren und warten, bis das „Go“ kommt – keine Ausreden.“