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Crimmitschau bejubelt Derbyerfolg und fünften Sieg in Folge

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Foto: Thomas Heide | 26.01.2021

Bad Tölz und Kaufbeuren sicherten sich einen Auswärtserfolg.

Lausitzer Füchse  – Eispiraten Crimmitschau

Das Derby zwischen den Füchsen und den Eispiraten startete kurios. Weißwassers Goalie Mac Carruth passte außerhalb seines Torraumes den Puck Richtung Blaue Linie, als Petr Pohl die Scheibe abfing und in das leere Tor der Hausherren einnetzte. Die Hauptschiedsrichter konsultierten den Videobeweis und bestätigten ihre Entscheidung. Die Lausitzer antworteten prompt und nur 17 Sekunden später fiel durch Ludwig Nirschl der Ausgleich. Die erste Strafe im sächsischen Duell folgte in der neunten Minute, als Fuchs Lars Reuß wegen Beinstellens pausieren musste. Die Hausherren überstanden das Unterzahlspiel jedoch problemlos. Auch in Folge konnte keine Mannschaft einen weiteren Treffer erzielen, sodass es mit dem 1:1 in die Pause ging.

Im Mitteldrittel lag die Scheibe im Tor der Gäste, aber da das Spiel zuvor unterbrochen wurde, zählte der Treffer nicht. Zudem kassierten die Westsachsen eine Strafe, da zu viele Spieler auf dem Eis waren. Die Strafe saß Timo Gams ab. Der Stürmer kam gerade wieder auf das Eis zurück, passte zu Daniel Weiß und der Eispirat netzte die Scheibe zur Führung ein. Weißwassers Neuzugang Andrew Clark hatte die große Möglichkeit zum 2:2, aber Eispiraten-Goalie Michael Bitzer war zur Stelle. Kurz darauf folgte auf beiden Seiten eine Strafe wegen übertriebener Härte. Bei Vier gegen Vier gelang es Luis Rentsch (31.) den Spielstand für die Hausherren auszugleichen. Wenig später kassierte Crimmitschaus André Schietzold eine Strafe wegen Stockschlags und die Lausitzer gingen im Powerplay erstmals am Abend in Führung. Torschütze war Kale Kerbashian in der 34. Minute. Im Mittelabschnitt waren noch 69 Sekunden zu spielen, da markierte Mathieu Lemay den Ausgleich für die Westsachsen. Mit dem 3:3 verabschiedeten sich die Teams in die Kabinen.

Im Schlussdrittel blieb es lange Zeit bei dem Unentschieden. Es lief die 51. Minute, als Scott Timmins die Gäste in Front brachte. Weißwasser versuchte in Folge den Ausgleich zu erzielen, aber die Eispiraten verteidigten ihren Sieg bis zu Schlusssirene. Somit bejubelten die Westsachsen nicht nur den Derbyerfolg, sondern auch den fünften Sieg in Folge.

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen

Zunächst neutralisierten sich beide Mannschaft, bis sich die Hausherren im gegnerischen Drittel ein wenig festsetzten. In der achten Minute fuhren die Gäste einen Angriff auf das Tor von Frankfurts Bastian Kucis, dieser pariert, bleibt aber verletzt liegen. Kucis musste das Eis verlassen und für ihn stand nun Patrick Klein zwischen den Pfosten. Es lief die zehnte Minute, als Mario Lamoureux die Bad Tölzer in Front brachte. Die Hessen ließen sich davon nicht beeindrucken und Stephen MacAulay markierte in Minute 14 den Ausgleich. Kurz darauf hatten die Gäste die nächste Führung auf der Kelle, aber Frankfurts Schlussmann war zur Stelle. Auf der Gegenseite traf ein Mainstädter den Außenpfosten. Mit dem 1:1 verabschiedeten sich die Teams in die Kabinen.

Im Mitteldrittel hatte Manuel Strodel die Führung auf der Kelle, aber der Schuss verfehlte das Tor knapp. Danach folgte eine Strafe und der Tölzer Oliver Ott bekam zwei Minuten nach einem Beinstellen. Die Gastgeber agierten druckvoll, sie konnten aber die Scheibe nicht im Tor unterbringen. Kurz vor Ablauf der Strafe kam eine weitere aufseiten der Gäste hinzu und die Hessen spielten für wenige Sekunden mit zwei Mann mehr. Die Überzahlspiele blieben jedoch ungenutzt. Danach wieder eine Strafe gegen Bad Tölz und wieder das gleiche Vergehen und auch aus diesem Powerplay konnten die Mainstädter kein Kapital schlagen. Die Bayern waren wieder komplett, als sie die große Möglichkeit zur Führung hatten, aber Frankfurts Goalie Klein parierte den Versuch. Dann folgte eine Strafe gegen Marius Erk wegen Haltens und diesmal spielten die Buam mit einem Mann mehr – und sie nutzten das Überzahlspiel. Es war Kenney Morrison, der seine Mannschaft in Front brachte. Auch das nächste Powerplay, Eduard Lewandowski pausierte nach einer Spielverzögerung, war für die Gäste erfolgreich. Max French traf zum 3:1 in der 39. Minute und baute somit den Führung der Bad Tölzer aus.

Die Frankfurter Löwen versuchten im Schlussdrittel den Spielstand zu verkürzen, setzten sich immer wieder im gegnerischen Drittel fest, aber die Tölzer agierten clever und gaben alles, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Die Hessen nahmen zugunsten eines weiteren Feldspielers ihren Goalie vom Eis, diesen Umstand nutzten die Gäste durch den Treffer von French in das leere Tor. Somit sicherten sich die Bayern den 4:1-Erfolg und drei wichtige Punkte.

Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren

Viereinhalb Minuten waren gespielt, da gab es die erste Strafzeit. Kaufbeurens Fabian Koziol musste nach einem Beinstellen in die Kühlbox. Doch dort saß er nur 14 Sekunden, denn Bryce Gervais erzielte den Führungstreffer für die Falken. Eine Beinstellen-Strafe kassierte wenig später Heilbronns Kevin Maginot und die Gäste spielten nun im Powerplay. Noch während dieser Strafe musste auch Corey Mapes wegen Beinstellens zu Maginot auf die Strafbank. In doppelter Überzahl konnte John Lammers (9.) den Ausgleich markieren. Es lief die 18. Minute, da sorgte Philipp Krauß für die 2:1-Pausenführung der Buron Joker.

Im Mittelabschnitt lief die 26. Minute da kassierte Kaufbeuren binnen weniger Sekunden zwei Strafen - Max Oswald wegen hohen Stocks und Julian Eichinger nach einem Haken. Die Allgäuer verteidigten gut und so konnten die Unterländer im Powerplay keinen Treffer erzielen. Auch in Folge agierten die Gäste gut. Falke Gervais saß wegen Haltens auf der Strafbank und Joker Sören Sturm (31.) netzte die Scheibe in das Tor der Hausherren. Auch weiterhin gab es Strafzeiten und für eine Minute spielten die Hausherren mit zwei Spielern mehr. Dieses doppelte Überzahlspiel nutzten die Käthchenstädter und Aron Reisz (34.) markierte den Anschluss. Kaufbeuren war wieder zu viert und Heilbronn traf erneut. Den Ausgleich erzielte Justin Kirsch in der 35. Minute. Es blieb intensiv und die Kühlbox füllte sich erneut mit zwei Spielern – diesmal aufseiten der Heilbronner. Somit gab es für gut eine Minute ein doppeltes Überzahlspiel und ESVK-Stürmer Tyler Spurgeon brachte seine Mannschaft wieder in Front. Anderthalb Minuten vor der Pausensirene baute Krauß die Führung weiter aus. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste ging es in die letzte Pause.

Gut zwei Minuten waren im letzten Spielabschnitt absolviert, da erhöhte Kaufbeurens Max Lukes den Spielstand. Die Allgäuer verteidigten weiterhin clever und Heilbronn konnte die Scheibe nicht einnetzen. In Minute 50 kassierte Joker Fabian Koziol eine Strafe wegen eines unerlaubten Körperangriffs. Vor dem Powerplay nahm Falken-Cheftrainer Michel Zeiter eine Auszeit, aber die Unterländer konnten das Spielgerät nicht im Tor unterbringen. Auch in Folge gelang es den Hausherren nicht den Spielstand zu verkürzen und somit sicherte sich der ESVK den 6:3-Erfolg gegen Heilbronn.

Die Ergebnisse im Überblick:

1 - 4

(1:1;0:2;0:1)
Schüsse:
27:30 (13:14,9:7,5:9)

Löwen Frankfurt Alle Statistiken Tölzer Löwen
Tore: 0:1 Mario Lamoureux (9:22/EQ), 1:1 Stephen MacAulay (13:42/EQ), 1:2 Kenney Morrison (37:29/PP1), 1:3 Max French (38:07/PP1), 1:4 Max French (59:29/EQ/EN)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 6 / 6 Powerplay: 0-3 / 2-3
Schiedsrichter: Schmidt,Eugen | Janssen,Seedo | Borger,Dominic | Kontny,Dominic | Braun, Jobst

3 - 4

(1:1;2:2;0:1)
Schüsse:
37:27 (12:7,16:10,9:10)

Lausitzer Füchse Alle Statistiken Eispiraten Crimmitschau
Tore: 0:1 Petr Pohl (1:20/EQ), 1:1 Ludwig Nirschl (1:37/EQ), 1:2 Daniel Weiß (25:27/EQ), 2:2 Luis Rentsch (30:53/EQ), 3:2 Kale Kerbashian (33:07/PP1), 3:3 Mathieu Lemay (38:51/EQ), 3:4 Scott Timmins (51:06/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 6 / 10 Powerplay: 1-4 / 0-2
Schiedsrichter: Apel, Mischa | Becker, Bruce | Gerth, Danilo | Pfriem, Lukas | Scherer, René

3 - 6

(1:2;2:3;0:1)
Schüsse:
33:36 (12:11,14:12,7:13)

Heilbronner Falken Alle Statistiken ESV Kaufbeuren
Tore: 1:0 Bryce Gervais (4:47/PP1), 1:1 John Lammers (8:39/PP2), 1:2 Philipp Krauß (17:25/EQ), 1:3 Sören Sturm (30:29/PP1), 2:3 Aron Reisz (33:37/PP2), 3:3 Justin Kirsch (34:19/PP1), 3:4 Tyler Spurgeon (36:18/PP2), 3:5 Philipp Krauß (38:33/EQ), 3:6 Max Lukes (42:06/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 12 / 16 Powerplay: 3-8 / 3-5
Schiedsrichter: Kohlmüller, Lukas | Holzer, Martin | Heffner, Tim | Jürgens, Christoph | Feldmann, Andreas