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Freiburg und Frankfurt erzwingen Spiel fünf

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Foto: Benjamin Lahr / Puckpix by Steph | 29.04.2021

Wölfe und Löwen gleichen ihre Serie aus

ESV Kaufbeuren - EHC Freiburg

Der EHC Freiburg war zum Siegen verdammt, um die Chance auf das Halbfinale zu wahren. Kaufbeuren hatte bereits heute Abend die Möglichkeit, eine Runde weiterzukommen. Und es waren die Hausherren, die nach 69 gespielten Sekunden die erste Strafe zogen, als Max Lukes wegen Beinstellens pausieren musste. Jedoch überstanden die Buron Joker das Unterzahlspiel. Es lief die achte Minute, da fiel die Führung durch den Treffer von Freiburgs Chad Bassen. Nur dreieinhalb Minuten später legte Evan Mosey für die Wölfe nach. Die Gäste agierten weiter clever, aber bis zur Pausensirene konnten sie keinen weiteren Treffer erzielen.

Lange Zeit blieb es im Mitteldrittel bei dem Spielstand, doch in der 32. Minute konnte Christoph Kiefersauer die Führung für die Breisgauer auf drei Tore ausbauen. Zwar erarbeiteten sich die Hausherren ein Chancenplus und hatten zwei Überzahlsituationen, aber ein Tor sollte ihnen nicht gelingen.

Das letzte Drittel begann spannend: Erst hatte Kaufbeuren eine gute Möglichkeit zu verkürzen und kurz darauf wurde ein Freiburger vor dem gegnerischen Tor gestoppt, sodass es einen Penalty gab. Doch zunächst überprüften die Hauptschiedsrichter per Videobeweis, ob die Scheibe bei der ESVK-Chance doch im Tor war – dies war nicht der Fall. Danach konnte der Penalty durch Andreé Hult ausgeführt werden, aber Kaufbeurens Goalie Benedikt Hötzinger parierte diesen. Kurz darauf kassierte EHC-Stürmer Christian Billich eine Strafe nach einem Beinstellen und die Allgäuer nutzten das Powerplay durch den Treffer von John Lammers (46.) Die nächste Überzahlgelegenheit für die Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten, denn Peter Spornberger bekam zwei Minuten wegen Spielverzögerung. Aber diesmal konnten sie kein Kapital daraus schlagen. Beide Mannschaften hatten in Folge Möglichkeiten, konnten den Puck jedoch nicht im Tor unterbringen. ESVK-Cheftrainer Rob Pallin nahm auch eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis, aber am Ende sicherten sich die Wölfe den 3:1-Erfolg gegen Kaufbeuren. Somit kommt es am Samstag zum Showdown.

Löwen Frankfurt - Bietigheim Steelers

Die Löwen Frankfurt waren, wie bereits im vergangene Spiel, auch in dieser Partie zum Siegen verdammt, um die Chance auf das Halbfinale zu wahren. Beide Mannschaften wollten keine Fehler begehen, um nicht in Rückstand zu geraten. So blieb es lange Zeit in der Partie torlos und die erste Strafe folgte in der elften Minute, als Alexej Dmitriev wegen Stockschlags pausieren musste, doch die Hausherren überstanden das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer. Wenig später hatten die Schwaben die große Chance zur Führung, aber Löwen-Goalie Bastian Kucis parierte stark. Auch das nächste Powerplay gab es für die Steelers, da Martin Buchwieser zwei Minuten nach einem Check mit dem Stock kassierte. Diese Powerplay konnten die Gäste ebenfalls nicht nutzen. Somit verabschiedeten sich beide Teams mit dem 0:0 in die erste Pause.

Die Ellentaler kamen druckvoll aus der Kabine, aber sie konnten die Scheibe nicht im Tor unterbringen. Auch zwei Powerplays für die Steelers waren nicht von Erfolg gekrönt.  Dann kassierte Bietigheims René Schoof die erste Strafe und mit Ablauf dieser musste Alexander Preibisch – beide nach einem Stockschlag – auf die Gäste-Strafbank. Das zweite Überzahlspiel nutzten die Hausherren, als Sebastian Collberg den Puck zur Führung einnetzte. Das 1:0 war auch gleichzeitig der Pausenstand.

Im Schlussdrittel hatte Frankfurts Kyle Sonnenburg das 2:0 auf der Kelle, aber sein Abschluss landete nicht im Tor. Wenig später musste Steeler Evan Jasper wegen Stockschlags pausieren und Collberg (47.) traf in Überzahl zum 2:0. Die Antwort der Gäste folgte nur 51 Sekunden später, als Riley Sheen den Anschlusstreffer markierte. Die Hausherren ließen sich von dem Treffer nicht beirren und Maximilian Faber erzielte in der 50. Minute das 3:1. Bietigheims Sheen saß kurz darauf auf der Strafbank und Martin Buchwieser (55.) baute mit seinem Treffer die Führung der Hessen weiter aus. Die Schwaben versuchten alles und nahmen ihren Goalie vom Eis. Den Umstand des leeren Tores nutzte Stephen MacAulay zum 5:1-Endstand. Somit glichen die Mainstädter die Serie aus und am Samstag kommt es zum absoluten Showdown.

Die Ergebnisse im Überblick:

1 - 3

(0:2;0:1;1:0)
Schüsse:
36:29 (3:6,16:9,17:14)

ESV Kaufbeuren Alle Statistiken EHC Freiburg
Tore: 0:1 Chad Bassen (7:06/EQ), 0:2 Evan Mosey (10:47/EQ), 0:3 Christoph Kiefersauer (31:50/EQ), 1:3 John Lammers (45:33/PP1)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 4 / 12 Powerplay: 1-6 / 0-2
Schiedsrichter: Bauer, Stephan | Hinterdobler, Kilian | Merk, Markus | Tschirner, David | Geil, Nico

5 - 1

(0:0;1:0;4:1)
Schüsse:
25:55 (5:23,7:15,13:17)

Löwen Frankfurt Alle Statistiken Bietigheim Steelers
Tore: 1:0 Sebastian Collberg (34:49/PP1), 2:0 Sebastian Collberg (46:45/PP1), 2:1 Riley Sheen (47:36/EQ), 3:1 Stephen MacAulay (49:49/EQ), 4:1 Martin Buchwieser (54:07/PP1), 5:1 Stephen MacAulay (57:49/EQ/EN)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 10 / 8 Powerplay: 3-4 / 0-5
Schiedsrichter: Apel, Mischa | Lenhart, Carsten | Laudan, John-Darren | Laudan, Julian | Lotz, Alina