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Kassel entscheidet erstes Finalspiel für sich

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Foto: Jan-Malte Diekmann | 14.05.2021

Die Huskies gewinnen gegen die Steelers mit 2:1

Im Finalspiel Nummer eins schenkten sich beide Mannschaften von Beginn an nichts. Zunächst verbuchten die Hausherren Schüsse auf das gegnerische Tor, bevor in der dritten Minute die Steelers durch Norman Hauner eine Chance hatten. Die beste Möglichkeit in der ersten Hälfte des Anfangsdrittels gab es aufseiten der Ellentaler durch Robin Just, aber Huskies-Goalie Gerald Kuhn war zur Stelle. Nach dem Powerbreak brauchten die Schlittenhunde nicht lange und Joel Keussen (13.) brachte seine Mannschaft in Front. Nur wenige Sekunden später folgte die erste Strafe und Bietigheims Nicolai Goc pausierte wegen eines hohen Stocks. Die Nordhessen agierten druckvoll, aber sie konnten die Scheibe im Powerplay nicht einnetzen. Kurz darauf kassierte Steeler Riley Sheen eine Strafe wegen eines Checks gegen die Bande. Auch in diesem Powerplay hatten die Hausherren gute Möglichkeiten, aber Steelers-Goalie Leon Doubrawa vereitelte einen weiteren Treffer. Kurz vor der Pausensirene hatte Marc Schmidpeter das 2:0 auf der Kelle, aber das Spielgerät ging knapp am Pfosten vorbei. Somit verabschiedeten sich die Teams mit einer 1:0-Führung für Kassel in die Pause.

Die Schwaben kamen gut aus der Kabine und versuchten den Ausgleich zu erzielen, jedoch hielt Kuhn seinen Kasten sauber. Über zwei Minuten waren im Mitteldrittel absolviert, da musste Husky Oliver Granz wegen eines Checks mit dem Stock in die Kühlbox. Die Gastgeber überstanden das Unterzahlspiel problemlos. Danach kassierten die Bietigheimer weitere Strafzeiten, C.J. Stretch nach und Benjamin Zientek wegen Beinstellens. Kassel spielte über eine Minute in doppelter Überzahl, hatte gute Möglichkeiten, aber Doubrawa agierte gut zwischen den Pfosten. Die Gäste waren wieder komplett, da hatte Husky Lukas Laub die große Chance zum 2:0, aber der Puck blieb vor der Torlinie. Oder doch nicht? Die Hauptschiedsrichter konsultierten den Videobeweis und bestätigten ihre Kein-Tor-Entscheidung. Nach einer Halten-Strafe gegen Kassels Clarke Breitkreuz spielten die Ellentaler wieder mit einem Mann mehr, doch auch dieses Powerplay blieb ungenutzt. Hauner hatte wenig später die große Möglichkeit zum 1:1, aber er scheiterte an Kuhn. Die Partie wog hin und her, beide Mannschaften hatten ihre Torgelegenheiten, doch es blieb bei dem 1:0 für die Hausherren.

Im dritten Spielabschnitt waren gerade einmal 35 Sekunden absolviert, als Vincent Saponari das 2:0 für die Huskies erzielte. Kurz darauf hatte Kassels Lois Spitzer die nächste Chance, aber der Puck streifte den Pfosten. Es folgte eine Strafe gegen Stretch, doch Kassel konnte aus dem Überzahlspiel kein Kapital schlagen. Bis dahin waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft in diesem Drittel. Dann bekam Husky Philippe Cornet eine Strafe wegen hohen Stocks, aber auch die Steelers konnten diese Spielsituation nicht nutzen. Kurz vor Ende der Strafzeit ging Hauner nach einem Stockschlag auf die Gäste-Strafbank. In Unterzahl konterte Bietigheims Alexander Preibisch, wird gefoult und die Schwaben bekamen einen Penalty. Zum Strafschuss trat Sheen an, aber der Kanadier verpasste den Anschlusstreffer. Beide Teams schenkten sich weiterhin nichts und Steeler Tim Schüle kassierte wegen Beinstellens zwei Minuten, doch wie schon die anderen sechs Powerplays zuvor, auch dieses blieb ungenutzt. Nach einem Check gegen Kopf oder Nacken kassierte Husky Ryan Olsen zwei plus zehn Minuten. Während des Powerplays nahm Steelers-Cheftrainer Daniel Naud eine Auszeit. Kurz darauf nahm Naud auch seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Die Gäste versuchten den Anschluss zu markieren – mit Erfolg. Bei noch 42 Sekunden auf der Uhr erzielte Zientek den Anschlusstreffer. Doch die restliche Spielzeit reichte nicht mehr, um den Ausgleich zu markieren. Somit sicherten sich die Huskies den ersten Sieg im Finale. Am Sonntag geht es mit Spiel zwei weiter.

2 - 1

(1:0;0:0;1:1)
Schüsse:
36:37 (16:10,10:14,10:13)

EC Kassel Huskies Alle Statistiken Bietigheim Steelers
Tore: 1:0 Joel Keussen (12:19/EQ), 2:0 Vincent Saponari (40:35/EQ), 2:1 Benjamin Zientek (59:18/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 18 / 14 Powerplay: 0-7 / 0-4
Schiedsrichter: Hoppe, Benjamin | Apel, Mischa | Borger, Dominic | Kontny, Dominic | Grunzke, Torsten