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Maximilian Hirschberger will sich nach seiner schweren Verletzung zurückkämpfen

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Foto: Mario Wiedel | 13.09.2021

Er gehört zum erweiterten DEL2-Kader der Selber Wölfe

Der 22-jährige Stürmer Maximilian Hirschberger, der in Selb, Chemnitz, bei den Jungadlern Mannheim und beim EC Bad Tölz ausgebildet wurde, ehe es ihn wieder in seine Heimat zurückzog, erlitt vor den letztjährigen Playoffs eine schwere Schulterverletzung. „Hirschi“ musste sich einer OP unterziehen und möchte sich nun wieder zurückkämpfen. Dabei erhält er die volle Unterstützung seines Heimatvereins. Hirschberger gehört zunächst einmal zum erweiterten DEL2-Kader und darf sich in einer Art „Try-out“ beweisen.

Hirschberger führt den letztjährigen Erfolg auf die geschlossene Mannschaftsleistung zurück: „Wir waren als Mannschaft unglaublich stark. Jeder Einzelne kannte seine Aufgaben und hat diese bestmöglich
erledigt.“ Trotz des breiten Kaders erarbeitete sich „Hirschi“ bis zu seiner schweren Verletzung 27 Einsätze in der Oberliga und sorgte durch seine quirlige, wendige Spielweise sinnbildlich für so manchen Knoten in den Beinen seiner Gegenspieler. Über den Sommer stand der gebürtige Münchberger Peter Pahlen in der Geschäftsstelle tatkräftig zur Seite. Hier absolvierte er im Rahmen seines Studiums ein Praktikum.

„Wir müssen jetzt einmal schauen, wie es seiner Schulter geht“, beschreibt Wölfe-Headcoach Herbert Hohenberger die Lage um Hirschberger. „Hirschi steht zunächst einmal im erweiterten Kader, trainiert mit und wir werden beobachten, wie sich die Belastung auswirkt.“ Könnte es für Hirschberger eventuell auch eine Option sein, beim Kooperationspartner in Höchstadt wieder Spielpraxis zu bekommen? „Das ist
sicher eine Möglichkeit, die wir in Betracht ziehen werden. Entschieden ist hier aber noch nichts“, lässt sich Hohenberger noch alle Alternativen offen. „Hirschi ist ein verlässlicher Spieler, körperlich topfit und erledigt
zuverlässig die Aufgaben, die man ihm aufträgt. Er hat es – wie die anderen „Selber Jungs“ auch – verdient, dass wir ihn mit in die DEL2 nehmen. Wir möchten sehen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen und wo der Weg in der DEL2 hinführen könnte“, zeigt sich Hohenberger überzeugt, dass Hirschberger alles daran setzen wird, sich für den Kader und möglichst viel Eiszeit zu empfehlen.

„Aktuell geht es mir gut und ich habe inzwischen auch das „ok“ von den Ärzten für das Eistraining mit der Mannschaft. Ich arbeite jetzt Schritt für Schritt daran, auch wieder im Spielbetrieb eingreifen zu können.“
Letzteres ging beim Vorbereitungsspiel gegen die Dresdner Eislöwen sogar schon früher als gedacht in Erfüllung – ein positives Signal und Beweis dafür, dass „Hirschi“ trotz der verletzungsbedingten
Einschränkungen sich mit bestmöglicher Fitness zurückgemeldet hat. Jetzt heißt es „Daumen drücken, dass die Schulter hält“, damit Hirschberger sich voll aufs Erreichen seiner Ziele konzentrieren kann: „Ich möchte mich zeigen, mich für den Kader empfehlen, mir Eiszeit erarbeiten und meine Aufgaben für das Team bestmöglich erledigen. Aber am wichtigsten ist immer: Spaß daran zu haben, was man tut.“