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Petteri Väkiparta neuer Füchse-Cheftrainer

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Foto: Lausitzer Füchse | 04.01.2022

Chris Straube wird dem Club im Scouting-Bereich erhalten bleiben

Nach dem bisher wenig befriedigenden Saisonverlauf haben die Verantwortlichen der Lausitzer Füchse am Montag entschieden, den bisherigen Cheftrainer Chris Straube von seinen Aufgaben zu entbinden. Nach der 0:4-Heimniederlage gegen die Tölzer Löwen am Sonntag zog Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach die Reißleine, auch, weil das vorangegangene Krisenmanagement nicht die gewünschten Ergebnisse brachte. Mit dem zweifellos vorhandenen Potential der Mannschaft und durch neue Impulse soll der vorzeitige Klassenerhalt als ausgegebenes Saisonziel unbedingt geschafft werden.

Chris Straube übernahm die Mannschaft vom damaligen Trainer Corey Neilson Anfang Februar 2021. Im Sommer wurde sein Vertrag als Headcoach bis zum Ende der Spielzeit 2021/2022 verlängert.

Straube wird indes weiterhin dem Club zur Verfügung stehen. Darüber haben sich Rohrbach und Straube vertragskonform und einvernehmlich verständigt. Der 47-jährige Deutsch-Kanadier wird die Lausitzer Füchse mit seinen Erfahrungen zukünftig unter anderem im Bereich des Scoutings unterstützen. Dafür wünschen  die Füchse ihm viel Erfolg und bedanken sich für seine geleistete Arbeit.

Der neue Mann an der Füchse-Bande heißt Petteri Väkiparta. Der 44-jährige in Heinola geborene Finne absolvierte seine Spielerkarriere ausnahmslos in seiner Heimatstadt bei Heinolan Kiekko. Seine Profilkarriere beendete der gelernte Verteidiger bereits 2001. 2008 begann er seine Trainerlaufbahn als Assistenzcoach bei den Jungadlern in Mannheim. An der Seite von Helmut de Raaf betreute er das DNL-Team des DEL-Clubs. 2010/2011 war Väkiparta auch für die U16 der Jungadler mitverantwortlich. Dort trainierte er beispielsweise Dominik Kahun und Leon Draisaitl.

Väkiparta kann auch auf sechs Jahre DEL-Erfahrung an der Seite von Pat Cortina in Schwenningen und Wolfsburg verweisen. Zuletzt betreute er als Assistenzcoach an der Seite von Nationaltrainer Tobias Abstreiter die deutsche U20-Nationalmannschaft, die noch vor wenigen Tagen in Edmonton zur (inzwischen abgebrochenen) WM weilte.

Dirk Rohrbach: „Die sportliche Entwicklung unserer Füchse stagnierte in den vergangenen Wochen und war leider nicht zufriedenstellend. Dennoch bedanke ich mich bei Chris Straube für seinen Einsatz als Cheftrainer. Wir möchten mit der Personaländerung der Mannschaft einen neuen und motivierenden Impuls geben, der für die kommenden Spiele nötig ist. Es gilt nun, das komplette Potenzial unserer Mannschaft herauszuholen und so für eine Leistungssteigerung zu sorgen. Petteri Väkiparta bringt eine langjährige Trainererfahrung mit, die wir in dieser Situation dringend benötigen.“

Petteri Väkiparta: „In diesem Business geht es ganz besonders schnell. Am Sonntag bin ich aus Kanada zurückgekommen und am Montagabend war ich schon in Weißwasser. Es ist eine gute Möglichkeit, die ich bekommen habe und bin bereit dafür alles zu tun, sodass wir zurück in die Erfolgsspur finden. Ich freue mich darauf. Die Bedingungen – alles, was ich bisher über die Lausitzer Füchse gehört habe – stimmen. Es ist schön, hier zu sein.“

Der kurzfristige Kontakt zu Väkiparta kam mit Unterstützung von Stepháne Richer, dem sportlichen Leiter  des Kooperationspartners Eisbären Berlin, zustande.

Der Finne, der übrigens sehr gut deutsch spricht, soll gemeinsam mit André Mücke die Füchse wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Er wird bereits am Mittwoch beim Spiel in Kaufbeuren die Mannschaft coachen.