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Bayreuth vermeldet Abgänge
14.04.2022Bild: Bayreuth Tigers

Bayreuth vermeldet Abgänge

Ivan Kolozvary hängt seine Schlittschuhe an den Nagel / Cason Hohmann kehrt in seine Heimat zurück / Dominik Meisinger und Daniel Stiefenhofer verlassen die Tigers

Der Moment ist gekommen, das letzte Match ist gespielt… Eine großartige Eishockeykarriere ist am Dienstag in Bad Tölz zu Ende gegangen. Die Bayreuth Tigers verabschieden nicht nur einen tollen Spieler, der zu jeder Zeit mit 100 Prozent Einsatz für seine Farben und für seine Jungs auf der Eisfläche unterwegs war, sondern im Besonderen einen tollen Menschen, fürsorglichen Familienvater und Freund.

Ivan Kolozvary hängt seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel. Von den gut 20 Jahren, in welchen er als Profi der schwarzen Hartgummischeibe nachgejagt ist, streifte er für neun Spielzeiten das Trikot der Tigers über. Im Sommer 2013 aus Halle nach Bayreuth gewechselt, prägte Kolozvary zusammen mit Kollegen wie Michal Bartosch, Jozef Potac und vielen anderen, eine ganz besondere Ära, in welche auch der Aufstieg in die DEL2 fiel. Unvergessen bleibt dabei seine Performance in den Aufstiegsplayoffs: In 15 Spielen sammelte der Mittelstürmer unglaubliche 33 Scorerpunkte.

476 Pflichtspieleinsätze absolvierte Kolozvary für die Tigers. Dabei gelangen ihm insgesamt 508 starke Punkte, wobei er 148 Mal selbst ein Tor erzielen konnte und in 361 Situationen als Vorbereiter auf den Plan trat. 291 Minuten verbrachte die Nummer #19 auf dem Sünderbänklein.

Die Tigers wünschen ihm und seiner Familie das Allerbeste und freuen sich, dass sie in Zukunft mehr Zeit miteinander verbringen können.

Cason Hohmann kehrt in seine Heimat zurück

Eine Spielzeit durften die Tigers den schnellen Antritt, eine herausragende Technik und eine wahnsinnige Übersicht genießen, wenn Cason Hohmann auf dem Eis an der Scheibe war.

Bei 60 Auftritten im schwarz-gelben Jersey trug sich der rechtsschießende US-Boy 91 Mal auf dem Scoreboard ein. Dabei gelangen ihm 17 Treffer, bei 74 weiteren Toren assistierte Hohmann seinen Kollegen zum Erfolg. Trotz seiner erst 29 Jahre ist für Cason nun der Augenblick gekommen, um „Goodbye“ zu sagen – zum professionellen Eishockey und auch zum Leben in Europa. Fünf Spielzeiten verbrachte Hohmann auf dem „alten Kontinent“, um seiner Leidenschaft, dem Eishockeysport, nachzugehen. Seine erfolgreichste Zeit, was das Scoring angeht, verbrachte er dabei in Bayreuth.

Nun ist es also Zeit, ins Berufsleben einzusteigen. Das Leben nach dem Eishockey beginnt für die Nummer #7 in Kürze in seiner Heimatstadt Boston.

Die Tigers wünschen ihm alles Gute und vor allem Gesundheit, aber auch weiterhin viel Erfolg bei seinen nun neu auf ihn zukommenden Tätigkeiten.

Dominik Meisinger und Daniel Stiefenhofer verlassen die Tigers

Mit Dominik Meisinger sowie Daniel Stiefenhofer verlassen zwei Defensivakteure die Bayreuth Tigers. Berufliche sowie persönliche Gründe geben für die beiden guten Freunde den Ausschlag für den Abschied aus Oberfranken. Gemeinsam gingen beide den Schritt vom Nachwuchs in den Herrenbereich, in welchem bis zur Saison 2013/2014 der EV Füssen die sportliche Heimat der geborenen Füssener war, bevor sich die Wege trennten. Einer gemeinsamen Spielzeit beim EC Bad Nauheim in der Saison 2017/18 folgte zuletzt erneut ein Zusammenschluss in Bayreuth, wo die beiden Allgäuer erstmals beide als Verteidiger aufliefen.

Meisinger kam zur Saison 2020/2021 aus Frankfurt an den Roten Main. Die Position des Stürmers, die der 29-jährige Linksschütze bis dato innehatte, entwickelte sich mehr und mehr in Richtung eines Defenders. Schließlich lief Meisinger in der aktuellen Spielzeit, in welcher er einige Wochen erkrankt pausieren musste und „pünktlich“ zur zweiten Playdown-Runde gegen Bad Tölz wieder eingreifen konnte, erstmals als fester Verteidiger auf. In insgesamt 91 Pflichtspieleinsätzen steuerte Meisinger 35 Punkte bei, wovon er elf Mal selbst einschoss und in 24 Fällen die Vorarbeit zu Treffern beisteuern konnte.

Stiefenhofer kam von den Ravensburg Towerstars zu den Tigers. Der 1,91 Meter große Verteidiger, der als sehr fairer Akteur bekannt ist, aber dennoch eine gewisse körperliche Komponente ins Spiel bringen kann, verletzte sich nach nur 14 Einsätzen – ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Club – schwer an der Schulter, sodass eine Operation und ein langwieriger Reha-Prozess, der derzeit noch nicht ganz abgeschlossen ist, die Saison für den sympathischen Allgäuer frühzeitig beendete.

Der „Roadtrip“ der beiden Allgäuer, der die Beiden über eine Dekade in unterschiedlichen Regionen Deutschlands und zu verschiedenen Eishockeystandorten führte, scheint nun langsam zu Ende zu gehen.

Die Tigers wünschen für die Zukunft in aller erster Linie Gesundheit, Glück und alles Gute. Viel Erfolg in der Heimat, sei es im privaten oder auch im sportlichen Bereich.

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