Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.

Ravensburg mit Auswärtssieg an die Tabellenspitze

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Foto: Claudia Bergs | 29.11.2020

Kassel und Heilbronn bejubeln Auswärtserfolge / Frankfurt mit Shootout-Sieg

Dresdner Eislöwen – Ravensburg Towerstars

In dem Spiel war noch nicht einmal eine Minute gespielt, da gab es schon die erste Strafzeit. Ravensburgs Robbie Czarnik musste wegen Hakens pausieren. Die Eislöwen konnten jedoch dieses und eine weiteres Powerplay, als Sören Sturm nach einem Halten in der Kühlbox saß, nicht nutzten. Die Eislöwen erspielten sich zwar einige Möglichkeiten, konnten aber Towerstars-Goalie Olafr Schmidt nicht überwinden. Die Chancen der Gästen vereitelte Eislöwen-Torhüter Riku Helenius, sodass es torlos in die erste Pause ging.

Die Towerstars kamen gut aus der Kabine und störten früh den Spielaufbau der Hausherren. Gleich zu Beginn hatten die Oberschwaben zwei gute Möglichkeiten, aber der Dresdner Schlussmann war zur Stelle. In Minute 24 kassierte Dresdens Lucas Flade eine Strafe wegen hohen Stocks. Die Gäste nutzten einen Wechselfehler der Gastgeber und Andreas Driendl netzte die Scheibe zur Führung ein. Nur 36 Sekunden später legten die Gäste nach. Driendl gibt einen Pass auf Czarnik und dieser traf zum 2:0 für die Towerstars. Wenig später parierte Schmidt gegen den Dresdner Silvan Heiß. Ravensburg wollte den nächsten Treffer erzielen und erspielte sich weitere Möglichkeiten, aber Eislöwen-Goalie Helenius verhinderte das dritte Tor. Mit der Zwei-Tore-Führung der Oberschwaben ging es in die Pause.

Im Schlussabschnitt versuchte Dresden noch einmal alles, aber ohne Erfolg. Auf der Gegenseite prüften auch die Towerstars weiterhin Helenius, doch er parierte die Schüsse. Es waren noch fast drei Minuten zu spielen, da nahm Dresdens Cheftrainer Rico Rossi eine Auszeit und seinen Goalie vom Eis. Ravensburgs Yannick Drews (59.) nutzte diesen Umstand und traf in das leere Tor der Hausherren. Somit sicherte sich Towerstars-Goalie Schmidt einen Shutout und sein Team nahm die drei Punkte mit nach Ravensburg.

Bayreuth Tigers – EC Kassel Huskies

Im ersten Drittel bestimmten vor allem beide Defensiv-Abteilungen die Partie. Nichtsdestotrotz gab es auf beiden Seiten auch ein paar Torgelegenheiten. So verpassten Timo Walther und Martin Davidek die Hausherren in Front zu bringen. Auf der Gegenseite war der Abschluss von Husky Derek Dinger nicht von Erfolg gekrönt. Es lief die 17. Minute, als Eric Valentin die Gäste in Führung brachte. Mit dieser ging es dann in die Pause.

Im Mitteldrittel kassierte Kassel binnen weniger Sekunden zwei Strafzeiten. Nathan Burns und Valentin mussten wegen Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen. Die Tigers spielten 99 Sekunden in doppelter Überzahl. Tyler Gron und Davidek hatten die besten Möglichkeiten auszugleichen, aber der Puck landete nicht im Gäste-Tor. In der 27. Minute hatten die Huskies den zweiten Treffer vor Augen, jedoch knallte der Puck an das Torgehäuse. Kurz darauf vereitelte Huskies-Goalie Gerald Kuhn eine gute Chance der Hausherren. In den Schlussminuten drängten die Wagnerstädter auf den Ausgleich – mit Erfolg. Gron markierte 40 Sekunden vor Drittelende das 1:1.

Im dritten Spielabschnitt waren gerade 62 Sekunden absolviert, als Lukas Laub die Schlittenhunde wieder in Front brachte. Der Torschütze hatte kurz darauf eine weitere Chance, aber Bayreuths Goalie Timo Herden war zur Stelle. Es lief die 46. Minute, da nutzte Walther einen Abpraller zum Ausgleich. Kassels Brett Cameron saß wegen eines Hakens in der Kühlbox und Tiger Davidek (53.) sorgte per Powerplaytreffer für die Führung. Gut 80 Sekunden waren noch zu spielen, da nahm Huskies-Cheftrainer Tim Kehler seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und kurz vor Spielende traf Cameron zum 3:3. Der Treffer wurde von den Hauptschiedsrichtern per Videobeweis für gültig erklärt. Somit ging es in die Verlängerung.

In der Overtime sorgte Kassels Ryon Moser für den entscheidenden Treffer und sicherte den Hessen den zweiten Punkt.

Die Ergebnisse im Überblick:

0 - 3

(0:0;0:2;0:1)
Schüsse:
28:37 (11:6,7:23,10:8)

Dresdner Eislöwen Alle Statistiken Ravensburg Towerstars
Tore: 0:1 Andreas Driendl (24:25/PP1), 0:2 Robbie Czarnik (25:01/EQ), 0:3 Yannick Drews (58:35/EQ/EN)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 2 / 4 Powerplay: 0-2 / 1-1
Schiedsrichter: Engelmann, Tony | Haupt, Bastian | Pfriem, Lukas | Tschirner, David | Gerber, Bernd

3 - 4 OT

(0:1;1:0;2:2/0:1)
Schüsse:
28:34 (7:10,11:10,8:12/2:2)

Bayreuth Tigers Alle Statistiken EC Kassel Huskies
Tore: 0:1 Eric Valentin (16:24/EQ), 1:1 Tyler Gron (39:20/EQ), 1:2 Lukas Laub (41:02/EQ), 2:2 Timo Walther (45:10/EQ), 3:2 Martin Davidek (52:57/PP1), 3:3 Brett Cameron (59:29/EQ), 3:4 Ryon Moser (2:14/OT/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 4 / 8 Powerplay: 1-4 / 0-2
Schiedsrichter: Kannengießer, Daniel | Schmidt, Eugen | Blankart, Maik | Milling, Christopher | Budendorf, Claudia

3 - 4

(1:1;2:2;0:1)
Schüsse:
25:14 (7:3,11:8,7:3)

Eispiraten Crimmitschau Alle Statistiken Heilbronner Falken
Tore: 1:0 Felix Thomas (14:47/EQ), 1:1 Louis Brune (19:40/EQ), 1:2 Stefan Della Rovere (27:50/PP1), 2:2 Timo Gams (28:25/EQ), 2:3 Dylan Wruck (29:52/EQ), 3:3 Daniel Weiß (34:24/PP1), 3:4 Stefan Della Rovere (53:13/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 12 / 31 Powerplay: 1-5 / 1-6
Schiedsrichter: Apel, Mischa | Schadewaldt,Christopher | Kontny,Dominik | van Himbeeck,Frederik | Schuster,Gerd

5 - 4 SO

(2:2;2:0;0:2/1:0)
Schüsse:
34:36 (16:13,10:8,6:12/2:3)

Löwen Frankfurt Alle Statistiken EHC Freiburg
Tore: 1:0 Sebastian Collberg (0:36/EQ), 1:1 Nikolas Linsenmaier (4:41/EQ), 2:1 Adam Mitchell (6:18/PS), 2:2 Christian Billich (9:21/PP1), 3:2 Martin Buchwieser (36:28/EQ), 4:2 Mike Mieszkowski (39:30/EQ), 4:3 Cam Spiro (54:11/EQ), 4:4 Scott Allen (56:25/EQ), 5:4 Adam Mitchell (5:00/OT/GWS)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 6 / 4 Powerplay: 0-2 / 1-3
Schiedsrichter: Gavrilas, Razvan | Falten, Fynn-Marek | Huttenlocher, Maxim | Jürgens, Kai | Braun, Jobst