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Freiburg und Bietigheim stehen im Halbfinale

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Foto: DEL2 | 01.05.2021

Für Kaufbeuren und Frankfurt ist die Saison beendet

EHC Freiburg - ESV Kaufbeuren

Beide Mannschaften starteten konzentriert in das fünfte Spiel und dabei blieben die großen Chancen zunächst Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer kamen beide Mannschaften zu einigen guten Torgelegenheiten, aber sowohl Wölfe-Goalie Enrico Salvarani als auch ESVK-Torhüter Benedikt Hötzinger hielten ihren Kasten sauber. Zum Ende des ersten Drittels hatten die Breisgauer die Führung mehrfach auf der Kelle, aber entweder parierte Hötzinger oder die Schüsse wurde geblockt. Somit verabschiedeten sich beide Mannschaften torlos in die erste Pause.

Die erste Strafe in der Partie folgte nach 44 gespielten Sekunden im Mittelabschnitt und Kaufbeurens Alexander Thiel pausierte wegen eines hohen Stocks. Die Buron Joker überstanden das Unterzahlspiel problemlos. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 63 Sekunden gingen die Hausherren durch die Treffer von Andreé Hult (26.) und Jake Ustorf (27.) mit zwei Toren in Front. Die Allgäuer versuchten den Anschluss zu erzielen, aber EHC-Goalie Salvarani parierte mehrfach. Kurz darauf glänzte Kaufbeurens Schlussmann mit einer Parade gegen Freiburgs Chad Bassen. Die Gäste drängten auf das erste Tor, aber sie brachten den Puck nicht am Wölfe-Schlussmann vorbei. Es lief die 40. Spielminute, da landete die Scheibe im Tor der Hausherren. Die Hauptschiedsrichter konsultierten den Videobeweis und bestätigten den Treffer von Thiel. Somit verabschiedeten sich beide Teams mit der knappen 2:1-Führung für die Wölfe in die Kabinen.

Im dritten Spielabschnitt hatten zunächst die Gäste durch Sami Blomqvist die Chance zum Ausgleich, aber sein Schuss wurde pariert. Die Freiburger konterten und Nikolas Linsenmaier (42.) traf zum 3:1. Kurz darauf gab es eine Strafe auf beiden Seiten wegen übertriebener Härte und es ging mit Vier gegen Vier weiter, doch diese Spielsituation konnte keine Mannschaft nutzen. In der 45. Minute konsultierten die Referees erneut den Videobeweis und überprüften, ob Kaufbeuren ein Tor erzielte. Nach Sichtung der Szene wurde auf kein Tor entschieden, da das Spielgerät die Torlinie nicht überquert hatte. In Folge wog die Partie hin und her. Freiburgs Christian Billich hatte die große Chance zum 4:1, aber Hötzinger glänzte mit einer Parade. Zweieinhalb Minuten waren noch zu spielen, da nahm ESVK-Cheftrainer Rob Pallin seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und kurz darauf eine Auszeit. Den Umstand des leeren Tores nutzte Marc Wittfoth zum 4:1-Endstand. Somit steht der EHC Freiburg im Halbfinale.

Bietigheim Steelers - Löwen Frankfurt

Die Hausherren hatten in der Partie durch Calvin Pokorny die erste gute Möglichkeit, aber Löwen-Goalie Bastian Kucis parierte den Schuss. Kurz darauf folgte die erste Strafe und Frankfurts Luis Schinko musste wegen Behinderung in die Kühlbox, doch die Hessen überstanden das Unterzahlspiel ohne größere Probleme. Die Gäste waren wieder komplett, da hatte Maximilian Faber eine gute Möglichkeit, aber es blieb beim 0:0. Kurz darauf gab es die nächste Möglichkeit für die Mainstädter, aber Steelers-Torhüter Leon Doubrawa war zur Stelle. Es lief die neunte Minute, da nutzte Carter Proft einen Abpraller und traf zur Frankfurter Führung. Die Ellentaler wollten die schnelle Antwort, scheiterten aber an Kucis. Nach dem Powerbreak, hatten die Löwen die Chance den Spielstand zu erhöhen, aber Doubrawa vereitelte dies. Die Gäste verteidigten gut und blockten Schüsse, sodass es für die Gastgeber schwierig war, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Wenig später kassierte Steeler Alexander Preibisch eine Strafe wegen Hakens. Die Hessen nutzten das Powerplay gekonnt, als Schinko in der 17. Minute den Puck einnetzte. Bietigheims Brett Breitkreuz hatte den Anschlusstreffer auf der Kelle, aber der Puck verfehlte das Tor knapp. Somit ging es mit einer Zwei-Tore-Führung für die Mainstädter in die erste Pause.

Im Mitteldrittel hatte Breitkreuz eine weitere gute Möglichkeit, aber erneut ging das Spielgerät am Tor vorbei. Löwe Kale Kerbashian zog die nächste Strafe nach einem hohen Stock. Nach einer Minute musste dann Bietigheims C.J. Stretch wegen Stockschlags auf die Strafbank. Bei Vier gegen Vier hatte Steeler Riley Sheen den ersten Treffer vor Augen, aber der Puck traf nur den Pfosten.  Dann spielten die Gäste noch eine Minute in Überzahl, aber konnten diese nicht nutzen. Die Hessen verteidigten weiterhin gut, hatten selbst Möglichkeiten, aber konnten diese nicht nutzen. In einem weiteren Powerplay für die Schwaben agierten die Hessen gut und überstanden das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer. In Folge hatten beide Teams Torgelegenheiten, wobei in den Schlussminuten des Mittelabschnitts die Steelers auf den Anschluss drängten, aber sie brachten den Puck nicht im Tor unter. Somit blieb es bei dem 2:0 für Frankfurt.

Es ging in den dritten Spielabschnitt und Bietigheims Tim Schüle schoss von der Blauen Linie, doch Kucis war zur Stelle. Nur wenige Sekunden später landete dann die Scheibe im Löwen-Tor. Es war Norman Hauner (42.), der einen Rebound nutzte und den Treffer erzielte. Lediglich 35 Sekunden danach fiel das 2:2 durch Matt McKnight. Daraufhin nahm Frankfurts Cheftrainer Frans-David Fritzmeier eine Auszeit.  Der Ausgleich gab den Ellentalern Schwung und sie drängten auf den Führungstreffer, aber sie konnten Kucis nicht überwinden. In der 51. Minute kassierte Löwe Faber eine Strafe nach einem Beinstellen. Die Hausherren konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Es waren in Überzahl noch 50 Sekunden zu spielen, als Steeler Stretch wegen hohen Stocks auf die Strafbank musste. Als Frankfurt wieder komplett war spielten sie noch über eine Minute mit einem Mann mehr – aber auch sie konnten das Powerplay nicht nutzen. Die Schwaben hatten in Unterzahl sogar eine Chance, doch der Abschluss blieb ohne Erfolg. Zwei Minuten standen noch auf der Spieluhr, als Max Renner seine Bietigheimer in Front brachte. Frankfurts Marius Erk kassierte kurz darauf wegen übertriebener Härte eine Strafzeit. Zudem nahmen die Hessen noch ihren Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Diesen Umstand nutzte Preibisch acht Sekunden vor Spielende und markierte den 4:2-Endstand. Somit sicherten sich die Steelers den Einzug in das Halbfinale. Für die Löwen ist die Saison beendet und somit auch der Aufstiegstraum.

Die Ergebnisse im Überblick:

4 - 1

(0:0;2:1;2:0)
Schüsse:
31:32 (9:9,10:13,12:10)

EHC Freiburg Alle Statistiken ESV Kaufbeuren
Tore: 1:0 Andreé Hult (25:43/EQ), 2:0 Jake Ustorf (26:46/EQ), 2:1 Alexander Thiel (39:01/EQ), 3:1 Nikolas Linsenmaier (41:33/EQ), 4:1 Marc Wittfoth (59:46/EQ/EN)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 2 / 4 Powerplay: 0-1 / 0-0
Schiedsrichter: Aumüller, Roland | Schütz, Markus | Kalnik, Thomas | Spiegl, Dominik | Stegner, Lutz

4 - 2

(0:2;0:0;4:0)
Schüsse:
45:14 (9:6,13:4,23:4)

Bietigheim Steelers Alle Statistiken Löwen Frankfurt
Tore: 0:1 Carter Proft (8:02/EQ), 0:2 Luis Schinko (16:08/PP1), 1:2 Norman Hauner (41:07/EQ), 2:2 Riley Sheen (41:42/EQ), 3:2 Max Renner (58:00/EQ), 4:2 Alexander Preibisch (59:52/PP1/EN)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 8 / 12 Powerplay: 1-5 / 1-3
Schiedsrichter: Klein, Michael | Bauer, Stephan | Höck, Christian | Tschirner, David | Feicht, Susanne