Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.

Robin Farkas ist neuer Trainer in Bayreuth

/media/news/660/20220121_farkas_av.jpg
Foto: Alex Vögel | 21.01.2022

Der Vertrag ist vorerst bis Saisonende gültig

Seit Donnerstag hat Robin Farkas das Sagen auf der Trainerbank in Bayreuth. Der am 12. Februar 1967 in Mississauga, Ontario, geborene Kanadier übernimmt vorerst bis Saisonende das Team der Bayreuth Tigers.

Farkas, der eine Karriere als Profi anstrebte, verletzte sich im Alter von nur 16 Jahren am Rücken, sodass sein Traum vom Profieishockey vorerst ausgeträumt schien und er sich geraume Zeit vom Sport zurückzog. Die Leidenschaft für das Spiel mit der schwarzen Hartgummischeibe war jedoch weiterhin so groß, dass die Entscheidung als Trainer weiterhin aktiv zu bleiben, eine fast logische Konsequenz war. Hier war er zunächst in seiner Heimat Kanada im Nachwuchs aktiv, bevor er den Schritt nach Europa und hier in die Schweiz wagte. In Rapperswill assistierte er für drei Spielzeiten Jeff Tomlinson und konnte mit ihm und dem Team die Rückkehr in die Swiss League feiern. In den letzten zwei Spielzeiten war Farkas aus gesundheitlichen Gründen nicht aktiv und greift jetzt wieder an.

Der 54-jährige Kanadier gilt als leidenschaftlicher, kommunikativer und detailverliebter Coach, der es versteht, sein Team bestens auf den Gegner vorzubereiten.

„Über die Vergangenheit der Tigers werde ich nicht sprechen, weil ich mir hier kein Urteil erlauben kann. Wir drücken den Reset-Knopf und fangen neu an. Ich glaube fest daran, dass man hart arbeiten muss im Training, um Erfolg zu haben. Die Jungs haben heute hart gearbeitet, was mir sehr gefallen hat. Mein Fokus liegt auf unterschiedlichen Details, die verbessert werden können und an welchen wir arbeiten“, beschreibt Farkas seine ersten Eindrücke aus dem Bayreuther Tigerkäfig.

Wert legt der neue Übungsleiter vor allem auf aggressives Defensivspiel, wobei sich das System auch nach den vorhandenen Akteuren ausrichtet.

„Ich werde mir heute und morgen im Training die Fähigkeiten der einzelnen Jungs ansehen. Ich war überrascht, wie positiv die Jungs waren, und kann sagen, dass sie hart gearbeitet haben. Das hat mir natürlich gefallen.  Eishockey ist wie ein Puzzle. Es verändert sich ständig etwas. Verletzungen, im Augenblick Covid und andere Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Hier müssen dann Spieler auch in Rollen schlüpfen, die sie vielleicht nicht gewohnt sind aber ausfüllen müssen“, gibt Farkas erste Einblicke in seine Arbeit.

Der Vertrag des neuen Coaches gilt vorerst bis Ende der aktuellen Saison.

„Natürlich will man sich empfehlen. Die DEL2 hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Es gibt sehr gute Teams, Spieler und Trainer. Ich bin stolz jetzt ein Teil davon zu sein. Ich schaue positiv voraus und freue mich auf die Herausforderung“, freut sich Farkas auf seine neue Aufgabe.

Auch Matthias Wendel ist überzeugt, dass ein neuer Impuls notwendig geworden ist. „Wir mussten jetzt etwas ändern, da der leichte Aufwärtstrend, den man in den beiden Spielen gegen Kassel und Weißwasser beobachten konnte, am Ende nicht ausreichend gewesen ist. Zunächst – vor ca. 3 Wochen –  hatten wir gehofft, dass sich die Mannschaft wieder fängt, was leider nicht erfolgt ist“, erklärt der Geschäftsführer. Zur zuletzt aufkommenden Stimmen, dass man dem Trainer vor dem letzten Spiel das Vertrauen ausgesprochen hat, äußert sich Wendel auch selbstkritisch: „Natürlich war das eine von mit bewusst in Kauf genommene Gratwanderung, die im Nachhinein auch nicht aufgegangen ist. Ich wollte den Druck rausnehmen und die Konzentration ausschließlich auf das Spiel gegen Kaufbeuren lenken. Am Ende ohne Erfolg. Das Spiel und die hier gezeigte Leistung war schließlich der Punkt, an dem eine Reaktion erfolgen musste“.