DEL2 Historie: Eine Liga macht auf sich aufmerksam
Die Saison 2015/2016 sorgte vor allem mit dem ersten Event Game für Furore.
Die dritte Saison der DEL2 hatte einiges zu bieten: Ein Winter Derby vor mehr als 31.000 Zuschauern, ein neuer Meister, der sich aus der vierten Position bis zum Titel kämpfte, und ein Finale, das trotz eines deutlichen Ergebnisses enger war, als es auf dem Papier aussah.
31.853 ZUSCHAUER UNTER FREIEM HIMMEL
Für ein besonderes Highlight sorgte die DEL2 am 9. Januar 2016. Beim ersten DEL2 Event Game empfingen die Dresdner Eislöwen die Lausitzer Füchse im Rudolf-Harbig-Stadion. 31.853 Zuschauer verfolgten das Winter Derby – eine Partie, die zu den fünf zuschauerstärksten Eishockeyspielen unter freiem Himmel in Europa gehört.
Auch sportlich hatte der Abend einiges zu bieten: Dresden setzte sich mit 4:3 nach Verlängerung durch. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit einem Legenden-Spiel und Live-Musik sowie die Live-Übertragung im MDR machten das Derby zu weit mehr als einem gewöhnlichen Punktspiel.
KASSEL STARTET DURCH
Auf dem Eis lieferten sich zunächst Bietigheim und Bremerhaven ein enges Rennen um die Tabellenspitze. Beide Teams kamen in der Hauptrunde auf 111 Punkte, dahinter folgten Ravensburg und Kassel mit jeweils 92 Zählern. Die Huskies gingen damit als Vierter in die Playoffs – und legten dort einen bemerkenswerten Lauf hin.
Auf ein 4:0 gegen die Löwen Frankfurt folgte ein 4:2 gegen Ravensburg. Im Finale wartete mit Bietigheim der Hauptrundensieger und Titelverteidiger.
DER TITEL GEHT NACH KASSEL
Auf dem Papier versprach das Finale ein Duell auf Augenhöhe. Tatsächlich entschieden die Huskies die Serie mit 4:0 für sich und holten den ersten DEL2-Meistertitel der Clubgeschichte.
Ganz so deutlich, wie das Ergebnis vermuten lässt, waren die vier Finalspiele allerdings nicht. „Die Spiele waren verdammt eng und es hätte auch anders laufen können. Die Chancen waren da, aber wir hatten kein Glück. Kassel hat das wirklich gut gemacht“, sagte Bietigheims Adam Borzecki nach der Serie. Auch Playoff-MVP Markus Keller betonte die enge Finalserie und verwies auf die geschlossene Mannschaftsleistung der Huskies.
Für Kassel war damit ein Ziel erreicht, das die Mannschaft sich vor der Saison gesetzt hatte. „Wir hatten ein Ziel in dieser Saison und wir haben es durchgezogen“, sagte Manuel Klinge nach dem Titelgewinn. „Diese Mannschaft ist etwas ganz Spezielles und unsere Trainer hatten einen Plan.“
DIE GESICHTER DER SAISON
Auch in der dritten DEL2-Saison gab es individuelle Auszeichnungen für besonders starke Leistungen. Justin Kelly war mit 85 Punkten nicht nur Topscorer der Liga, sondern wurde auch zum Spieler und Stürmer des Jahres gewählt. Petri Kujala erhielt die Auszeichnung als Trainer des Jahres, Gabe Guentzel wurde als bester Verteidiger geehrt und Mikka Rämö als Torhüter des Jahres ausgezeichnet. Der Dresdner Vladislav Filin wurde zum Rookie des Jahres gewählt. Zum wertvollsten Spieler der Playoffs wurde mit Markus Keller schließlich einer der entscheidenden Akteure des neuen Meisters Kassel ausgezeichnet.
31.853 Zuschauer beim Winter Derby und ein Meister, der sich vom vierten Tabellenplatz bis zum Titel spielte: Die Saison 2015/16 zeigte, dass die DEL2 auf und neben dem Eis für Aufmerksamkeit sorgen konnte. Die Geschichte der Liga ging weiter – und mit ihr kamen die nächsten Veränderungen. Mehr dazu in Teil 4 unserer Historien-Serie.