Neuzugang in Bietigheim: Nolan Ritchie wandelt auf den Spuren seines Vaters
Stürmer spielt für den Club, für den schon sein Vater aufgelaufen ist.
Die Bietigheim Steelers besetzen eine weitere Kontingentstelle mit einem Namen, der bei vielen Fans nostalgische Gefühle auslösen dürfte: Nolan Ritchie wechselt von den Hannover Indians aus der Oberliga Nord zu den Schwaben. Der 23-jährige Kanadier ist der Sohn von Darren Ritchie, der zwischen 1998 und 2004 als Teil des legendären „RTL-Sturms“ die gegnerischen Abwehrreihen im Ellental das Fürchten lehrte.
Ein Topscorer für die DEL2
Nolan Ritchie bringt eine beeindruckende Empfehlung mit nach Bietigheim. In den vergangenen zwei Jahren drückte der 1,80 Meter große Linksschütze der Oberliga seinen Stempel auf. In 100 Partien sammelte er phänomenale 172 Scorerpunkte (76 Tore, 96 Assists). Besonders seine Zeit in Heilbronn bleibt in Erinnerung, als er 2024/25 nicht nur Topscorer der gesamten Oberliga wurde, sondern auch die Auszeichnung zum „Stürmer des Jahres“ erhielt.
Zuletzt agierte der gebürtige Kanadier für Hannover, wo er trotz des Viertelfinal-Aus gegen den späteren Meister aus Memmingen erneut zu den herausragenden Akteuren der Liga zählte. Nun folgt für den ehemaligen Kapitän der Brandon Wheat Kings (WHL) der nächste logische Schritt in die DEL2.
Besondere Verbindung zum Standort
Für den Neuzugang ist die Unterschrift bei den Steelers mehr als nur ein gewöhnlicher Karriereschritt. Die Familiengeschichte spielt eine zentrale Rolle bei seiner Entscheidung: „Ich freue mich schon sehr darauf, in der neuen Saison für die Steelers zu spielen. Es ist etwas Besonderes für mich, für den Club zu spielen, bei dem mein Vater sechs Jahre lang so erfolgreich war. Ich kann es kaum erwarten, nach Bietigheim zu kommen, das Team kennenzulernen und mit der Arbeit zu beginnen.“
Ritchie, der bereits Erfahrungen in der AlpsHL sowie der ECHL gesammelt hat, soll dem Offensivspiel der Steelers zusätzliche Kreativität und Torgefahr verleihen. Mit seiner Spielintelligenz und seiner Abschlussstärke tritt er ein schweres Erbe an – sein Vater Darren verbuchte in 274 Spielen für Bietigheim unglaubliche 393 Punkte.