Spiel der Woche: Eisbären rutschen gegen Pinguine aus
Regensburg muss nach Niederlage gegen Krefeld noch um Platz 6 zittern.
Mit Selbstbewusstsein und dem Ziel vor Augen, ein Ausrufezeichen im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation zu setzen, waren die Eisbären Regensburg in ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel gegangen. Doch gegen den Tabellenführer aus Krefeld war an diesem Abend einfach kein Kraut gewachsen.
Und so müssen die Regensburger noch einmal zittern. Zwar stehen sie noch immer auf Platz 6 und haben drei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz aus Landshut und Weißwasser, doch vor allem der EVL könnte ihnen noch gefährlich werden.
Krefeld mit starkem Auftakt
Von der ersten Minute an drückten die Pinguine den Eisbären ihren Stempel auf. Offensive, Defensive, Special Teams: Der Hauptrundensieger war den Oberpfälzern an diesem 51. Spieltag der DEL2-Saison 2025/2026 einfach ein deutliches Stück voraus und gewann zum sechsten Mal in Folge gegen die Eisbären.
Die ersten Minuten der Partie gehörten aggressiv startenden Krefeldern. Philip Gogulla verzog in der 3. Minute im Slot stehend nur knapp. Fünf Minuten später kam Roope Mäkitalo zu einem gefährlichen Abschluss. Wenig später blieben die Gastgeber im gegnerischen Drittel hängen und Krefeld schaltete direkt um auf Angriff. Der Puck kam zu Mathew Santos, der sich auf rechts freigelaufen hatte. Seine Hereingabe vors Tor fand den Weg in die Maschen und die Pinguine führten in der 10. Minute mit 1:0.
Es folgte die erste Strafe für die Eisbären, die sich in dieser Phase nicht aus der Umklammerung befreien konnten. Sie überstanden zwar die Unterzahl, doch wenig später musste Jonas Neffin erneut hinter sich greifen: Jan Nijenhuis vollendete einen schön herausgespielten Angriff zum 2:0 für die Gäste (19.). Regensburg fand in diesem 1. Drittel einfach nicht ins Spiel. Am Ende stand eine deutliche Schussbilanz von 14:1 sowie eine Zwei-Tore-Führung für Krefeld nach 20 Minuten auf der Anzeigetafel.
Pinguine im Stile einer Spitzenmannschaft
Auch im 2. Drittel spielte Krefeld groß auf. Defensiv ließen sie die Eisbären ein ums andere Mal ins Leere laufen und offensiv hatten sie weiter mehr vom Spiel und legten noch einmal nach. Max Newton traf in Überzahl zum 3:0 für die Pinguine (28.).
In der Folge kam Regensburg endlich zur ersten Überzahl. Doch diese verstrich ohne nennenswerte Chance. Wenig später saß wieder ein Pinguin auf der Strafbank. Und erneut konnte sich das zweitbeste Unterzahlspiel der Liga auszeichnen. Die Eisbären fanden einfach keinen Weg, ihre Offensive ins Rollen zu bringen. Und so stand nach 40 Minuten ein weiterhin deutliches Schuss-Plus von 25:3 für die Gäste zubuche.
Köhler mit dem Schlusspunkt
Die Pinguine hatten nun leichtes Spiel im Schlussabschnitt. Regensburg musste kommen und so boten sich immer wieder Räume. Gleich mehrfach musste sich Jonas Neffin im Eisbären-Kasten auszeichnen. Regensburg konnte zwar auch einige Abschlüsse anbringen, doch an diesem Abend war Felix Bick einfach nicht zu überwinden.
Und so kam es, wie es kommen musste. Regensburg zog einmal mehr eine Strafe und Krefeld schlug einmal mehr eiskalt zu. Mick Köhler erhöhte auf 4:0 in der 53. Minute. Es war der zweite Überzahltreffer der Rheinländer an diesem Abend - und das gegen das beste Unterzahlteam der Liga.
Regensburg spielte wenig später dritten Mal an diesem Abend mit einem Mann mehr. Doch zum dritten Mal blieb das Powerplay harmlos. Und so endete diese Partie ganz anders, als die Eisbären es sich erhofft hatten.
Head Coach Peter Flache fand klare Worte nach der Niederlage: "Offen und ehrlich: Von der Leistung her war es unser schlechtestes Spiel diese Saison. Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir haben gewusst, dass wir es selbst in den Händen haben. Wir haben aber nie wirklich zu unserem Spiel gefunden.
Ganz anders die Stimmung auf der Gegenseite. Krefeld Cheftrainer Thomas Popiesch war voll des Lobs für seine Mannschaft: "Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat von der ersten Minute an unheimlich konzentriert gearbeitet. Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung, egal ob im Forecheck oder in der neutralen Zone. Wenn es brenzlig wurde, hat unser Torhüter einen guten Job gemacht und die Special Teams haben gut funktioniert. Das war eine rundum sehr gute Leistung."
Und so können die Pinguine gelassen ins letzte Spiel der regulären Saison gehen, während die Eisbären doch noch einmal ins Schwitzen kommen..