Spiel der Woche: Neffin-Gala sichert Eisbären vierten Saisonsieg gegen Rosenheim
Regensburg siegt hauchdünn dank 53 Paraden ihres Goalies.
Jonas Neffin hat schon so einige große Spiele in dieser Saison absolviert und der eine oder andere Sieg seiner Eisbären Regensburg war seinen Leistungen zuzuschreiben. Auch im Duell gegen die Starbulls Rosenheim am 40. Spieltag dieser DEL2-Saison wuchs der 25-jährige Torhüter der Oberpfälzer einmal mehr über sich hinaus und hielt mit einer unglaublichen Performance einem hauchdünnen 1:0-Sieg für seine Eisbären fest.
53 Schüsse parierte Neffin in einem teilweise hitzigen Duell - darunter war so manche Parade, die die Starbulls zur Verzweiflung brachten. Es war bereits der zweite Shutout für Neffin in dieser Saison gegen Rosenheim. In vier Duellen mit den Starbulls wehrte er 148 von 151 Schüssen für eine fast schon utopische Fangquote von 98,01 Prozent ab.
Rosenheim von Beginn an druckvoll
Die Partie begann mit äußerst aggressiven Gästen, die die Regensburger früh störten, sich mehrfach Pucks eroberten, schnell umschalteten und ebenso schnell den Abschluss suchten. Eisbären-Schlussmann Jonas Neffin wurde in den ersten sieben Minuten gleich mehrfach geprüft.
Es dauerte bis zur 8. Minute, bis die Hausherren erstmals gefährlich vors Rosenheimer Tor kamen. Ein Schuss von Corey Trivino ging aber knapp am Gehäuse vorbei. Doch diese Szene weckte die Eisbären endgültig auf. Sie kamen nun mit mehr Druck ins gegnerische Drittel und erzwangen zur Hälfte des 1. Drittels die erste Strafe. Im folgenden Powerplay der Regensburger musste sich Christopher Kolarz das erste Mal auszeichnen (11.). Mehr ließen die Starbulls mit einem Mann weniger auf dem Eis aber nicht zu.
Und nach überstandener Überzahl hatten sie auch wieder mehr vom Spiel. In der 14. und in der 17. Minute rettete Neffin mit starken Reflexen. Erst etwa zwei Minuten vor Drittelende kamen die Eisbären wieder zu einem Abschluss. Doch Kolarz wehrte den Schlagschuss von Pascal Zerressen ins Fangnetz ab. Es war die letzte Aktion in einem intensiven Auftaktdrittel, in dem die Gäste doppelt so viele Abschlüsse hatten wie Regensburg (10:5).
Beide Goalies im Fokus
Kaum hatte das 2. Drittel begonnen, musste Neffin ein weiteres Mal sein ganzes Können aufbringen, um einen Rückstand zu verhindern. In der Folge neutralisierten sich die beiden Abwehrreihen aber über weite Strecken gegenseitig. Erst in der 31. Minute gab es wieder zwei nennenswerte Abschlüsse auf Seiten der Eisbären. Beide Male war aber Kolarz zur Stelle.
Wenig später gab es das erste Überzahlspiel der Rosenheimer. In dieser verletzte sich Patrick Demetz im Gesicht, als ein von Neffin abgewehrter Puck ihn traf. Aufregung im Sinne von großen Torchancen gab es derweil keine in diesem Rosenheimer Powerplay. Dafür brannte es aber kurz darauf, als Neffin und der Außenpfosten die Gastgeber in höchster Not retteten (34.). Es folgten jede Menge weitere Aktionen, bei denen der Torhüter der Gastgeber das letzte Wort hatte. Insgesamt wehrte er in den zweiten 20 Minuten 21 Schüsse ab.
Und als beide Seiten schon mit den Gedanken in der Kabine waren, wurde es nochmal hektisch: Erst rettete Neffin gegen Shane Hanna (40.), dann gab es nach einem Bandencheck von C.J. Stretch gegen Constantin Ontl ein Handgemenge und eine Strafzeit.
Spätes Tor und immer wieder Neffin
Mit dieser begann dann auch das letzte Drittel. Doch die Rosenheimer Defensive stand auch in der zweiten Unterzahl sicher und ließ nichts anbrennen. Die Starbulls gingen mit breiter Brust aus dieser Situation und erarbeiteten sich ein Plus an Spielanteilen. Die beste Chance in dieser Phase hatte Luigi Calce, der frei vor Neffin stehend seinen Meister im Regensburger Goalie fand (48.).
Wenig später fand dann endlich der Puck das erste Mal seinen Weg ins Tor - und zwar zur Freude der Regensburger Fans. Corey Trivino leitete den Konter ein und spielte quer auf David Morley, der vors Tor zog und Kolarz keine Chance ließ (49.). Es war bereits sein drittes Tor in dieser Saison gegen die Starbulls.
Ein intensives Spiel wurde nun noch intensiver. Regensburg verteidigte mit Herz und Leidenschaft, Rosenheim fuhr einen wütenden Angriff nach dem anderen. Doch am Ende aller Aktionen stand immer wieder Neffin. Bis zur letzten Sekunde der Begegnung, in der es noch einmal hitzig an der Bande hinterm Regensburger Tor zuging, hielt die Wand zwischen den Pfosten des Eisbären-Kastens. Und so feierten die Hausherren einen hauchdünnen 1:0-Erfolg.