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Vorschau 49. Spieltag: Kämpfe der Gegensätze und Kämpfe um jeden Punkt
26.02.2026Bild: Kim Enderle

Vorschau 49. Spieltag: Kämpfe der Gegensätze und Kämpfe um jeden Punkt

Ravensburg fordert Eispiraten. Bietigheim gegen Landshut. Regensburg empfängt Freiburg.

Vier Spieltage vor Schluss verschärft sich die Lage in der DEL2 in nahezu allen Tabellenregionen. Krefeld reist als Spitzenreiter zum Schlusslicht nach Kaufbeuren, während Landshut, Düsseldorf und Regensburg um die direkte Playoff-Qualifikation kämpfen. Im Tabellenkeller benötigen Weiden, Bad Nauheim, Freiburg und Crimmitschau dringend Punkte – und in Bietigheim trifft zudem geballte Offensivkraft aufeinander. Im Spiel der Woche empfangen bissige Füchse die Huskies aus Kassel. Der 49. Spieltag bündelt damit unterschiedliche Ausgangslagen – und erhöht vielerorts den Druck.

Bietigheim Steelers – EV Landshut (19:30 Uhr)
In Bietigheim kommt es zu einem offensiv geprägten Duell zwischen den Steelers und dem EV Landshut. 170 beziehungsweise 152 Saisontore unterstreichen die Torgefahr beider Mannschaften, zusätzlich stellt der EVL mit 28,7 Prozent das effektivste Powerplay der Liga. Die Steelers befinden sich rechtzeitig zum Saisonendspurt in starker Form: Die vergangenen fünf Partien wurden jeweils mit drei Treffern Differenz gewonnen. Landshut sucht hingegen weiterhin nach Konstanz und benötigt dringend Punkte, um die direkte Playoff-Qualifikation nicht aus den Augen zu verlieren.

ESV Kaufbeuren – Krefeld Pinguine (19:30 Uhr)
Tabellenführer Krefeld reist als klarer Favorit ins Allgäu zum Schlusslicht aus Kaufbeuren. Die statistischen Unterschiede sind deutlich: Der ESVK stellt die schwächste Offensive sowie das schwächste Penaltykilling der Liga, während die Pinguine sowohl den torgefährlichsten Angriff als auch das zweitbeste Überzahlspiel aufweisen. Dennoch tankten die Joker zuletzt Selbstvertrauen mit zwei wichtigen Siegen gegen Kassel und Regensburg. Krefeld musste sich am Sonntag den Huskies geschlagen geben und rang Freiburg zuvor erst in der Verlängerung nieder. Die Rollen scheinen verteilt – doch die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass Überraschungen möglich sind.

Starbulls Rosenheim – EC Bad Nauheim (19:30 Uhr)
Auch in Rosenheim treffen unterschiedliche Ausgangslagen aufeinander. Die Starbulls überzeugen vor allem defensiv und lassen im Schnitt lediglich 2,3 Gegentore pro Partie zu. Bad Nauheim hingegen weist mit 3,1 Gegentreffern eine der anfälligeren Defensivreihen der Liga auf. Im Penaltykilling zählen die Oberbayern zu den stabileren Teams, während im Überzahlspiel bei beiden Mannschaften noch Potenzial vorhanden ist. Alle bisherigen Saisonduelle gingen an Rosenheim – allerdings verlangten die Kurstädter dem Konkurrenten aus Oberbayern jedes Mal alles ab.

Blue Devils Weiden – Düsseldorfer EG (20:00 Uhr)
Für die Blue Devils wird die Situation zunehmend enger. Bei noch vier ausstehenden Spielen ist maximal Rang zehn erreichbar – Voraussetzung sind allerdings dringend benötigte Punkte. Die nächste Gelegenheit bietet das Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG. Für die DEG ist die direkte Playoff-Qualifikation rechnerisch noch möglich. Offensiv sprechen die Zahlen eher für die Gäste, da Weiden den schwächsten Angriff der Liga stellt. Defensiv hingegen, insbesondere im Penaltykilling, haben die Blue Devils Vorteile. In den bisherigen Vergleichen entschied zweimal Düsseldorf knappe Partien für sich, einmal setzte sich Weiden deutlich durch.

Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau (20:00 Uhr)
Ravensburg kann mit Blick auf die Tabelle bereits vorsichtig planen: Schlimmstenfalls ist Rang sieben noch möglich. Für die Eispiraten hingegen bleibt die Lage angespannt – aktuell auf Platz zehn, ist rechnerisch zwischen Rang sieben und 13 noch alles denkbar. Entsprechend wichtig ist jeder Punktgewinn. Ein Faktor könnte das drittbeste Powerplay der Liga werden: 24,8 Prozent Erfolgsquote sprechen trotz insgesamt nur 121 erzielter Tore für Effizienz in Überzahl. Ravensburgs Powerplay hingegen bildet mit 14,2 Prozent den negativen Spitzenwert der DEL2. Insgesamt wirkten die Towerstars in den vergangenen Wochen jedoch stabiler – eine interessante Konstellation vor diesem Duell.

Eisbären Regensburg – EHC Freiburg (20:00 Uhr)
In Regensburg treffen Eisbären und Wölfe aufeinander – für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Die Oberpfälzer haben den Klassenerhalt bereits gesichert, wollen jedoch noch die direkte Playoff-Qualifikation erreichen. Freiburg benötigt seinerseits Zähler, um den Ligaverbleib endgültig zu fixieren. Statistisch zeigen sich klare Unterschiede: Regensburg agiert defensiv stabil und gehört vor allem in Unterzahl zu den stärkeren Teams. Genau dort offenbart Freiburg Schwächen. Dennoch konnten die Wölfe in dieser Saison bereits zweimal gegen die Eisbären gewinnen und haben bewiesen, dass sie dem Gegner gefährlich werden können.

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