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Tölzer Löwen bejubeln Derbysieg

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Foto: Martin Vogel | 06.03.2021

Kaufbeuren besiegt Kassel / Freiburg dreht einen 0:5-Rückstand in einen 9:6-Erfolg / Ravensburg und Bietigheim mit Auswärtssieg / Frankfurt und Bad Nauheim mit Heimsieg

Tölzer Löwen – EV Landshut

Einen Blitzstart in das Derby zeigten die Tölzer Löwen. Bei angezeigter Strafe traf Tyler McNeely zur Führung der Hausherren – da waren gerade einmal 20 Sekunden gespielt. Kurz darauf kassierte Löwe Andreas Schwarz eine Strafe wegen hohen Stocks und Landshut nutzte das Powerplay gekonnt, als Robin Weihager (4.) den Ausgleich markierte. Und die Partie blieb weiter torreich. Die Gäste legten wenig später nach und Lukas Mühlbauer brachte seine Mannschaft in Front. Nur wenige Sekunden später gab es die nächste Strafe, als Max Hofbauer wegen Hakens pausieren musste. Die Niederbayern waren gerade wieder komplett, da fiel der Ausgleichstreffer durch McNeely (9.). Nur 21 Sekunden später traf Reid Gardiner zur erneuten Führung der Tölzer. Und auch die nächste Strafe endete mit einem Tor. Der Landshuter Sebastian Busch kassierte zwei Minuten nach einem Beistellen und Markus Eberhardt (15.) traf zum 4:2-Pausenstand.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts und es gab auch weiterhin Strafzeiten. Bad Tölz spielte für gut 45 Sekunden in doppelter Überzahl, aber die Hausherren konnten kein Kapital daraus schlagen. Lange Zeit blieb es bei dem Spielstand, bis Löwe McNeely seine Strafe wegen Hakens absaß und EVL-Stürmer Zach O'Brien (35.) in Überzahl den Anschluss markierte. Mit der knappen 4:3-Führung der Gastgeber verabschiedeten sich die Teams in die Kabinen.

Im Schlussdrittel kassierte von den Hausherren Oliver Ott eine Strafe nach einem unerlaubten Körperangriff und nach gut einer Minute gesellte sich sein Mitspieler Eberhardt wegen Hakens in die Kühlbox dazu. Somit spielten die Gäste für 46 Sekunden in doppelter Überzahl und kurz vor Ablauf der ersten Strafzeit traf Marcus Power (47.) zum Ausgleich. Doch die Oberbayern ließen sich davon nicht beeindrucken und Max French (53.) traf sehenswert zum 5:4.  Die Gäste versuchten den Ausgleich zu erzielen und in der Schlussminute nahm der EVL noch seinen Goalie Jaroslav Hübl zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch Bad Tölz verteidigte den Sieg bis zur Schlusssirene. Für Landshut war dies die zehnte Auswärts-Niederlage in Folge.

Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars

Im ersten Drittel bestimmten die Defensiv-Abteilungen das Spielgeschehen und die großen Chancen blieben Mangelware. Zwar kamen die Hausherren zu insgesamt drei Powerplays und Ravensburg zu einem Überzahlspiel, doch keine Mannschaft konnte daraus Kapital schlagen. Die Gäste erspielten sich zudem ein Plus an Torschüssen, aber die Teams verabschiedeten sich nach 20 Minuten torlos in die Kabinen.

Es waren im Mitteldrittel 59 Sekunden absolviert, da brachte John Henrion die Gäste in Front. Nach einer Stockschlag-Strafe gegen Jakub Kania spielten die Ravensburger in Überzahl, aber Weißwasser überstand das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer. Es lief die 30. Minute, als Olivier Hinse die Führung der Oberschwaben ausbaute. Wenig später hatten die Hausherren durch Jonathan Martine eine Chance, aber er verpasste es den Anschluss zu erzielen. Die Towerstars konterten und hatten den nächsten Treffer auf der Kelle, doch Füchse Goalie Mac Carruth parierte stark. Kurz darauf verhinderte dann der Pfosten ein weiteres Tor der Ravensburger. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung der Oberschwaben ging es in die Pause.

Die Gäste verteidigten weiterhin gut und ließen nur wenige gute Möglichkeiten der Lausitzer zu. Somit blieb es lange Zeit bei dem Spielstand. Weißwassers Cheftrainer Chris Straube nahm seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und die Füchse markierten durch Andrew Clark den Anschluss – da standen noch 40 Sekunden auf der Uhr. In der wenig verbleibenden Zeit gelang es den Sachsen nicht mehr den Ausgleich zu erzielen und somit gewannen die Towerstars mit 2:1.

Eispiraten Crimmitschau – Bietigheim Steelers

In den Anfangsminuten hatte Bietigheim eine gute Chance, aber die Eispiraten konnten noch vor der Torlinie klären. Wenig später scheiterte Petr Pohl am Steelers-Goalie Leon Doubrawa. In Folge hatten die Bietigheimer weitere gute Möglichkeiten und drängten auf die Führung, aber Eispiraten-Torhüter Ilya Andryukhov vereitelte dies. In der elften Minute gab es die erste Strafe und Crimmitschaus Niklas Heyer pausierte wegen Beinstellens. Bietigheim agierte druckvoll, aber die Westsachsen überstanden das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer. Wenig später fuhren die Pleißestädter einen Konter und hatten die Möglichkeit in Führung zu gehen, aber der Abschluss blieb ohne Erfolg. Doch wenige Augenblicke später, landete die Scheibe im Gäste-Tor. Es war Patrick Pohl (18.), der den Fehler der Ellentaler nutzte und somit die Eispiraten in Front brachte. Mit der knappen Führung ging es in die erste Pause.

Aufgrund einer Strafzeit wegen Hakens gegen Heyer kurz vor der Pausensirene, spielten die Gäste zu Beginn des Mitteldrittels in Überzahl. Die Schwaben versuchten den Ausgleich zu erzielen, aber am Goalie der Eispiraten war kein Vorbeikommen. Auf der Gegenseite hatte Crimmitschaus Mathieu Lemay das 2:0 auf dem Schläger, aber der Puck traf nur die Latte. Es lief die 27. Minute, da gelang es Bietigheims Hauner auszugleichen. Die Hausherren antworteten postwendend, als 17 Sekunden später Timo Gams die Eispiraten wieder in Front brachte. Doch die Führung währte nicht lange, denn Alexander Preibisch (29.) traf zum 2:2. Wenig später konsultierten die Hauptschiedsrichter den Videobeweis. Sie überprüften, ob der Puck im Tor der Gastgeber war. Nach erneuter Sichtung bestätigten die Referees ihre Kein-Tor-Entscheidung. Kurz darauf waren es die Eispiraten, die den nächsten Treffer erzielten. Es war Gams der das 3:2 erzielte. Eispirat Lemay (37.) legte nach und traf zum 4:2. Hauner saß nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge in der Kühlbox und Travis Ewanyk traf in Überzahl zum 5:2-Pausenstand.

Die Steelers kamen mit Schwung aus der Kabine und wollten den Spielstand drehen. Nach 79 gespielten Sekunden verkürzte Bietigheims Robin Just und kurz darauf markierte sein Mitspieler Riley Sheen (43.) den Anschlusstreffer. Bietigheim war weiter in Torlaune und Just (47.) sorgte mit seinem zweiten Treffer für den Ausgleich.  Es lief die 52. Minute, da musste Hauner wegen Beinstellens auf der Strafbank Platz nehmen und die Crimmitschauer gingen durch Samuel Vigneault (53.) wieder in Front. Die Gäste zeigten sich davon nicht beeindruckt und Preibisch glich in der 56. Minute aus. Es waren noch 41 Sekunden zu spielen, da entschied Bietigheims Verteidiger Max Prommersberger mit seinem Treffer die Partie. Somit gewann die Ellentaler mit 7:6 gegen die Pleißestädter.

Die Ergebnisse im Überblick:

4 - 3

(3:1;1:2;0:0)
Schüsse:
39:41 (14:14,13:17,12:10)

Löwen Frankfurt Alle Statistiken Bayreuth Tigers
Tore: 1:0 Darren Mieszkowski (2:22/EQ), 2:0 Adam Mitchell (3:03/PP1), 3:0 Eduard Lewandowski (3:37/EQ), 3:1 Markus Lillich (9:15/EQ), 3:2 Ville Järveläinen (23:02/EQ), 4:2 Christian Kretschmann (27:19/EQ), 4:3 Martin Davidek (37:31/PP1)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 10 / 6 Powerplay: 1-2 / 1-5
Schiedsrichter: Klein,Michael | Lajoie,Thorsten | Müller,Jan-Christian | Six,Dominic | Lotz, Alina

9 - 6

(0:3;4:3;5:0)
Schüsse:
37:31 (7:10,11:14,19:7)

EHC Freiburg Alle Statistiken Dresdner Eislöwen
Tore: 0:1 Jordan Knackstedt (2:42/EQ), 0:2 Lucas Flade (9:10/EQ), 0:3 Roope Ranta (15:34/EQ), 0:4 Jordan Knackstedt (25:05/PP1), 0:5 Jordan Knackstedt (29:55/PP2), 1:5 Simon Danner (33:24/EQ), 1:6 Kevin Lavallée (35:42/EQ), 2:6 Luca Trinkberger (36:40/EQ), 3:6 Chad Bassen (39:08/EQ), 4:6 Simon Danner (39:38/EQ), 5:6 Nikolas Linsenmaier (45:07/EQ), 6:6 Gregory Saakyan (50:19/PP1), 7:6 Scott Allen (53:24/PP1), 8:6 Christian Billich (56:05/EQ), 9:6 Christian Billich (58:12/PP2)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 6 / 33 Powerplay: 3-7 / 2-3
Schiedsrichter: Aumüller, Roland | Singaitis, Erich | Zettl, Michael | Züchner, Tobias | Stegner, Lutz

5 - 4

(4:2;0:1;1:1)
Schüsse:
25:34 (9:14,10:7,6:13)

Tölzer Löwen Alle Statistiken EV Landshut
Tore: 1:0 Tyler McNeely (0:20/EQ), 1:1 Robin Weihager (3:18/PP1), 1:2 Lukas Mühlbauer (6:02/EQ), 2:2 Tyler McNeely (8:08/EQ), 3:2 Reid Gardiner (8:29/EQ), 4:2 Markus Eberhardt (14:41/PP1), 4:3 Zach O'Brien (33:17/PP1), 4:4 Marcus Power (46:59/PP2), 5:4 Max French (52:39/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 10 / 10 Powerplay: 1-5 / 3-5
Schiedsrichter: Kannengießer, Daniel | Sicorschi, Ulpi | Jürgens, Christoph | Sowa, Michael | Andrä, Simone

6 - 3

(1:2;3:1;2:0)
Schüsse:
37:25 (16:6,14:13,7:6)

EC Bad Nauheim Alle Statistiken Heilbronner Falken
Tore: 0:1 Yannik Valenti (7:41/EQ), 0:2 Davis Koch (8:02/EQ), 1:2 Frédérik Cabana (9:11/EQ), 2:2 Christoph Körner (23:02/EQ), 3:2 Cason Hohmann (30:00/EQ), 4:2 Christoph Körner (35:48/EQ), 4:3 Yannik Valenti (38:16/EQ), 5:3 Frédérik Cabana (58:08/PP1), 6:3 Christoph Körner (58:50/EQ/EN)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 6 / 14 Powerplay: 1-6 / 0-2
Schiedsrichter: Falten, Fynn-Marek | Janssen, Seedo | Borger, Dominic | Kontny, Dominic | Winkes, Doris

4 - 3

(1:0;2:3;1:0)
Schüsse:
23:23 (11:6,8:8,4:9)

ESV Kaufbeuren Alle Statistiken EC Kassel Huskies
Tore: 1:0 Philipp Krauß (10:21/EQ), 2:0 Sami Blomqvist (24:10/EQ), 2:1 Ryan Olsen (26:09/EQ), 2:2 Vincent Saponari (27:47/EQ), 2:3 Ryon Moser (30:06/EQ), 3:3 John Lammers (36:08/EQ), 4:3 Tobias Wörle (55:47/PP1)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 10 / 12 Powerplay: 1-6 / 0-4
Schiedsrichter: Kapzan, Ruben | Singer, Alexander | Sauer, Michael | Weger, Thomas | Meier, Lena

1 - 2

(0:0;0:2;1:0)
Schüsse:
23:31 (3:7,8:15,12:9)

Lausitzer Füchse Alle Statistiken Ravensburg Towerstars
Tore: 0:1 John Henrion (20:59/EQ), 0:2 Olivier Hinse (29:51/EQ), 1:2 Andrew Clark (59:20/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 49 / 24 Powerplay: 0-4 / 0-4
Schiedsrichter: Apel, Mischa | Naust, Marc André | Laudan, Julian | Treitl, Tobias | Franke, Christian

6 - 7

(1:0;4:2;1:5)
Schüsse:
18:45 (7:14,9:16,2:15)

Eispiraten Crimmitschau Alle Statistiken Bietigheim Steelers
Tore: 1:0 Patrick Pohl (17:58/EQ), 1:1 Norman Hauner (26:14/EQ), 2:1 Timo Gams (26:31/EQ), 2:2 Alexander Preibisch (28:17/EQ), 3:2 Timo Gams (32:33/EQ), 4:2 Mathieu Lemay (36:03/EQ), 5:2 Travis Ewanyk (39:04/PP1), 5:3 Robin Just (41:19/EQ), 5:4 Riley Sheen (42:32/EQ), 5:5 Robin Just (46:40/EQ), 6:5 Samuel Vigneault (52:54/PP1), 6:6 Alexander Preibisch (55:50/EQ), 6:7 Max Prommersberger (59:19/EQ)
Zuschauer: 0 Strafminuten: 4 / 8 Powerplay: 2-4 / 0-2
Schiedsrichter: Bauer, Stephan | Lenhart, Carsten | Höfer, Marcus | Linnek, Lisa | Schuster,Gerd