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“Reise-Meister” Fischtown Pinguins will den Match-Puck
18.04.2014Bild: DEL2

“Reise-Meister” Fischtown Pinguins will den Match-Puck

Einmal um die ganze Welt ist genug: Pinguins wollen in die Vorhand / Mit dem Rechenschieber um den Aufstieg in die DEL2

Einen Titel haben die Fischtown Pinguins schon sicher: “DEL2-Reise-Meister”. Gut einmal – über 45.000 km – sind die Seestädter in der zu Ende gehenden Saison per Bus um den Globus gereist: soviel wie kein anderes DEL2-Team. Klar, dass der Tripp nach Bietigheim zu Spiel 4 der Serie “Best of seven” nach Möglichkeit der letzte Betriebsausflug in dieser Saison sein soll. Ein Sieg würde beim Serienstand von 2:1 die ersten Match-Pucks für die Seestädter im Kampf um den DEL2-Titel bedeuten - und die Chance, am Ostermontag vor heimischer Kulisse den Sack zu zumachen. Derweil gibt es in der Qualifikationsrunde einen Rechenschieber-Kampf um die vier Aufstiegsplätze. Zwar ist Frankfurt, das Crimmitschau empfängt, durch, aber dahinter knubbelt sich’s. Nachziehen will Kassel, das den Donnerstag-Erfolg gegen Freiburg wiederholen möchte und selbst Kaufbeuren ist noch im Rennen, braucht aber einen Sieg in Selb.  

Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (20.00 Uhr) Serie: 1:2
Mit der Euphorie des 4:3 vom vergangenen Donnerstag, der 2:1-Serienführung und 700 mitgereisten Fans im Rücken wollen die Fischtowner in Spiel 4 der Finalserie Weichen stellen. “Wir wollen im Ellental gewinnen, sonst hätten wir ja gar nicht hierher fahren müssen“, gibt sich Pinguins-Geschäftsführer Hauke Hasselbring optimistisch. Und Teammanager Alfred Prey ergänzt: „Das wird sicher nichts für schwache Nerven, aber wir wollen den Pokal unbedingt an die Küste holen!“

Doch genauso, wie die Seestädter den dritten Punkt wollen, braucht der Meister den Ausgleich, um vor dem fünften Duell am Oster-Montag nicht mit dem Rücken an der Wand zu stehen. Entsprechend motiviert dürften beide Teams aufs Eis gehen, um die taktischen Vorgaben ihrer Trainer umzusetzen. Dabei ist Mike Stewart, der die Schützlinge von Bietigheims Coach Kevin Gaudet hinreichend studieren konnte, klar: „Beide Teams spielen sehr gutes und vor allen Dingen auch sehr intensives Eishockey. Meine Mannschaft muss ich nicht mehr motivieren. Die Jungs wissen was ich sehen will und was sie auch auf dem Eis erwartet. Wir sind bereit!“

Gleiches gilt natürlich für die Steelers, die noch immer der vergebenen Chance vom Donnerstag nachtrauern: Drei Mal gingen die Gaudet-Männer in Führung, doch drei Mal hatten die Seestädter eine Antwort, um selbst ein viertes Mal vorzugeben! Goalie Freddy Cloutier: „So viele Spiele hintereinander sind für die Mannschaften sehr anstrengend. Hinzu kommt noch die Distanz, aber wir sind in den Playoffs und wir kämpfen für die Meisterschaft! Ich freue mich auf eine volle Arena. Die Fans werden uns noch einmal richtig puschen.“

Die bisherigen Vergleiche:
13.10.: Pinguins – Steelers 2:4
24.11.: Steelers – Pinguins 2:3 (SO)
20.12.: Pinguins – Steelers 5:6 (OT)
02.02.: Steelers – Pinguins 2:3
16.02.: Pinguins – Steelers 5:2
09.03.: Steelers – Pinguins 5:3
13.04.: Pinguins – Steelers 4:3
15.04.: Steelers – Pinguins 3:2 (OT)
17.04.: Pinguins – Steelers 4:3

Qualifikation:

Kassel Huskies - EHC Freiburg (19.30)
Die Kassel Huskies stehen kurz vor der DEL2. Ein Sieg noch, und die Hessen folgen ihrem Erzrivalen aus Frankfurt, der seit Donnerstag als Aufsteiger feststeht, nach. Wie es geht, haben die Nordhessen vor gemacht: 48 Stunden zuvor gelang im Breisgau bereits ein 4:2! Den Schwung wollen die Schlittenhunde mitnehmen. „Wir sind heiß auf Freiburg und werden alles dafür tun, schon vor dem letzten Spieltag den Aufstieg klarzumachen“, sagt Kassels Coach Jürgen Rumrich.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau (20.00)
Die Löwen sind durch, die Eispiraten noch nicht ganz. Die 2:4-Niederlage in der Hessen-Metropole vom Donnerstag war zugleich ein Rückschlag für die Männer von Trainer Fabian Dahlem. Zumindest theoretisch können die West-Sachsen noch abgefangen werden. Zumal die Frankfurter in eigener Halle von durchschnittlich 5.227 Zuschauern nach vorn getrieben werden und somit den sprichwörtlich siebten Mann an ihre Seite haben. Gefragt ist absolute Nervenstärke gefragt. Sich nicht aus der Konzentration bringen zu lassen und ruhig und besonnen aufzutreten – das ist die Crimmitschauer Devise. Mit einer disziplinierten Spielweise haben die Eispiraten aber bereits in Kassel unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sind, solche Situationen erfolgreich zu meistern.

Selber Wölfe - ESV Kaufbeuren (18.00)
Der Hoffnungsfunken glimmt wieder in Kaufbeuren. Nach dem 4:2 zuletzt gegen die Wölfe sind die Joker wieder im Rennen um die vier Aufstiegsplätze. Wenn das so bleiben soll, benötigen die Männer von Trainer Uli Egen bei den bislang punktlosen Porzellan-Städtern einen Sieg. Dies, zumal am letzten Spieltag DEL2-Neuling und Tabellenführer Löwen Frankfurt wartet.

Die Qualifikation im Überblick:
Kassel Huskies - EHC Freiburg (19.30 Uhr)
Löwen Frankfurt - Eispiraten Crimmitschau (20.00)
Selber Wölfe - ESV Kaufbeuren (18.00)

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