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DEL2 Historie: Das Jubiläum wird zum Meisterjahr
02.09.2026Bild: Bernd Lutz

DEL2 Historie: Das Jubiläum wird zum Meisterjahr

Die Saison 2016/2017 brachte ein historisches Summer Game und den Titel für Frankfurt.

Neue Teams, ein zweites Event-Game und eine Jubiläumssaison mit besonderem Ausgang: Die DEL2-Saison 2016/2017 brachte erneut jede Menge spannende Geschichten mit sich. Während der EHC Bayreuth zum ersten Mal in der Liga antrat und die Fischtown Pinguins den Sprung in die DEL geschafft hatten, standen die Löwen Frankfurt vom ersten bis zum letzten Tag der Spielzeit im Mittelpunkt. Zum 25-jährigen Clubbestehen starteten die Löwen vor 30.000 Zuschauern in eine Saison, die noch einiges für sie bereithalten sollte.

30.000 ZUSCHAUER ZUM SAISONAUFTAKT

Den Startschuss für die neue Spielzeit machte am 10. September das zweite DEL2-Event-Game. Es war allerdings kein gewöhnliches Eishockeyspiel. Bei sommerlichen fast 30 Grad Celsius trafen die Löwen Frankfurt und die Kassel Huskies im Frankfurter Waldstadion aufeinander. Sensationelle 30.000 Zuschauer erlebten ein historisches Duell - das Summer Game. Nachdem beide Clubs bei diesem Hessenderby noch in Hawaiihemden und mit Sonnenbrillen zum Warmup erschienen waren, lieferten sie sich ein torreiches Spiel. Mit 5:4 setzte Kassel sich schließlich erst in der Verlängerung des ersten Summer Games durch.

FRANKFURT NIMMT ANLAUF

An der Tabellenspitze lieferten sich während der Hauptrunde Bietigheim und Frankfurt ein enges Rennen. Die Steelers holten mit 109 Punkten den ersten Platz, die Löwen folgten mit 104 Zählern. Dahinter komplettierten Kassel, Dresden, Kaufbeuren und die Lausitzer Füchse die Playoff-Ränge. Am anderen Tabellenende ging es für Bad Nauheim, Crimmitschau, Rosenheim und Heilbronn in die Playdowns. Während sich Bad Nauheim und die Falken den Klassenerhalt bereits in der ersten Runde sichern konnten, mussten Rosenheim und Crimmitschau länger zittern. Am Ende erlösten sich die Eispiraten mit einem 4:2-Seriensieg und so stand für Rosenheim der sportliche Abstieg in die Oberliga fest.

DER TITEL ZUM JUBILÄUM

In den Playoffs setzten die Löwen ihren starken Lauf fort. Gegen den EHC Freiburg und die Kassel Huskies blieb Frankfurt jeweils ohne Niederlage und gewann beide Serien mit 4:0. Und auch im Finale gegen den Hauptrundensieger aus Bietigheim erwischten die Löwen den besseren Start und konnten auf 3:0 stellen. Doch die Steelers gaben sich noch nicht geschlagen, gewannen die Spiele vier und fünf und verkürzten so auf 2:3. Damit wurde die Entscheidung auf Spiel sechs vertagt, welches die Löwen nutzten und sich mit einem 5:2-Sieg die DEL2-Meisterschaft sicherten. So konnte Frankfurt die Jubiläumssaison mit einem Titel krönen und die Saison perfekt beenden.

INDIVIDUELLE KLASSE

Auch bei den individuellen Auszeichnungen standen einige Akteure im Mittelpunkt. Bietigheims Matt McKnight führte die DEL2 mit 72 Punkten an und wurde zum Stürmer des Jahres gewählt. Stefan Vajs (Kaufbeuren) sicherte sich gleich zwei Auszeichnungen als Spieler und Torhüter des Jahres. Weißwassers Hannu Järvenpää wurde zum Trainer des Jahres gewählt, Mirko Sacher von den Eislöwen als bester Verteidiger ausgezeichnet und Valentin Busch (Bayreuth) zum Rookie des Jahres gekürt. Zum wertvollsten Spieler der Playoffs wurde mit Brett Jaeger schließlich ein Frankfurter Löwe ausgezeichnet.

Für Frankfurt hätte das Jubiläumsjahr nicht besser enden können. Und die DEL2 zeigte einmal mehr, was für faszinierende Geschichten auch eine zweite Liga schreiben kann. Wie es danach weiterging, erfahrt ihr in Teil 5 unserer Historien-Serie.

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