Im Gespräch mit… Constantin Ontl
Der Regensburger Angreifer über seine Liebe zu den Eisbären und den anstehenden F*CK CANCER-Spieltag.
Die Formkurve der Eisbären Regensburg zeigt mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen stark nach oben. Doch nicht nur sportlich stehen die Oberpfälzer im Fokus. Ihr kommendes Heimspiel steht unter dem Motto F*CK CANCER. Dabei gibt es am Spieltag selbst und bereits in den Tagen davor verschiedene Aktionen, bei denen unvergessliche Momente für von der Krankheit betroffene Kinder und ihre Familien geschaffen werden.
Für Constantin Ontl ist der F*CK CANCER-Spieltag immer etwas Besonderes. Im Interview spricht er über die Bedeutung der Aktion, seine Liebe zum Club, für den er nun schon in der achten Saison spielt, und die aktuelle Form der Eisbären.
Constantin, ihr seid richtig gut drauf: Fünf Siege aus sechs Spielen. Was läuft aktuell besonders gut?
Constantin Ontl: „Wir sind momentan einfach jedes Spiel hoch konzentriert und fokussiert. In erster Linie schauen wir auf die Defensive und versuchen dort mit hohem Tempo rauszukommen um dann in der Offensive Akzente zu setzen was momentan ziemlich gut funktioniert - und natürlich Jonas Neffin der jedes Spiel aufs Neue seine beste Leistung abruft und uns so im Spiel hält.“
Vor dieser Serie wart ihr in einem kleinen Loch. Wie seid ihr da wieder rausgekommen? Habt ihr etwas umgestellt im Training oder Spiel? Viel miteinander gesprochen?
Ontl: „Solche Phasen gibt es in jeder Saison bei jedem Team. Wichtig ist dabei zusammenzuhalten und positiv zu bleiben. Es kann nicht immer nur bergauf gehen. Wir haben nichts Großartiges umgestellt, da so etwas Unruhe reinbringt. Wir wissen, was wir können, und das ist das Wichtigste.“
Du selbst bist in deiner achten Saison in Regensburg, hast also Hochs und Tiefs miterlebt. Was macht den Club für dich so besonders?
Ontl: „Puh, da gibt es so viele Sachen, was diesen Club für mich so besonders machen. Angefangen von den ehrenamtlichen Ordnern, die jedes Spiel da sind und immer positiv sind bis hin zu Physios, Betreuern, die Leute im Büro und natürlich meine Mannschaftskollegen. Ich bin einfach stolz, schon so lange ein Teil von diesem Team zu sein und hoffe, dass ich das auch noch lange bin.“
Am Sonntag gibt es mal wieder einen Motto-Spieltag bei euch: F*ck Cancer. Was ist das Besondere an diesem Spieltag?
Ontl: „Das ist eine gute Frage. Ich finde es einfach besonders einem jungen Menschen, der es definitiv nicht leicht hat in seinem jungen Leben, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihm einen unvergesslichen Tag zu machen! Es sollten viel mehr Teams so etwas machen finde ich, da mit ‚wenig‘ Aufwand diese bescheuerte Krankheit für kurze Zeit in den Hintergrund für Familie und Kind gerät und so einen unvergesslichen Abend daraus wird, an dem man lange festhalten kann so positive Energie zu schöpfen.“
Wie wichtig ist dir dieser Spieltag und alles, was drumherum vom Club organisiert wird, und warum?
Ontl: Mir ist dieser Spieltag sehr, sehr wichtig, da alle drum herum schauen, dass Familie und Kind einen unvergesslichen Abend haben und man dadurch zeigt, dass man egal in welcher Situation im Leben nie alleine ist.“
Noch ein Wort zu den kommenden Spielen: Weiden und Kaufbeuren stehen in der Tabelle nicht gut dar. Auf dem Papier seid ihr also Favorit. Worauf kommt es in beiden Duellen deiner Meinung nach an, um siegreich vom Eis zu gehen?
Ontl: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, deshalb ist es wichtig nie auf die Tabelle zu schauen. Denn man muss jedes Spiel zu 101 Prozent da sein, um alles abrufen zu können, um am Schluss erfolgreich zu sein. Wichtig in den zwei Spielen ist einfach wieder zuerst stabil in der Defensive zu stehen und wie in den letzten Spielen von Anfang an fokussiert zu sein und die Chancen, die der Gegner einem gibt, zu nutzen.“