Vorbericht 38. Spieltag: DEG mit Rückenwind nach Rosenheim
Weiden und Kaufbeuren brauchen dringend Punkte – direktes Duell in Ravensburg.
Der 38. Spieltag der DEL2 verspricht Spannung in allen Tabellenregionen. Im Keller kämpfen Freiburg und Bad Nauheim im Spiel der Woche, sowie Kaufbeuren und Weiden um wichtige Punkte, während Rosenheim, Kassel und Krefeld an der Spitze ihre Positionen verteidigen wollen. Im Mittelfeld gibt es nach teils wechselhaften Serien auch Druck, Zählbares zu vermelden. Ein Spieltag, der Weichen stellen kann.
ESV Kaufbeuren – Blue Devils Weiden (19:30 Uhr)
Die sportliche Lage bleibt für den ESV Kaufbeuren angespannt. Auch am Dienstag gegen Krefeld setzte sich die Negativserie fort, seit nunmehr neun Partien wartet der ESVK auf einen Sieg. Am Freitag soll diese Durststrecke ausgerechnet gegen die ebenfalls unter Druck stehenden Blue Devils Weiden enden. Die Oberpfälzer kassierten zuletzt gegen Düsseldorf ihre fünfte Niederlage in Folge und benötigen ihrerseits dringend Punkte, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ein Blick auf die Statistiken spricht bislang eher für die Gäste. Defensiv präsentiert sich Weiden stabiler: Während Kaufbeuren im Schnitt 4,1 Gegentore pro Partie hinnehmen muss, stehen bei den Blue Devils 2,9 Gegentreffer zu Buche. Auch in den Special Teams haben die Oberpfälzer Vorteile – sowohl im Powerplay (20 Prozent gegenüber 16,8 Prozent) als auch in Unterzahl (80,6 Prozent gegenüber 72 Prozent). Zudem gingen die bisherigen drei Saisonduelle allesamt an die Blue Devils, die daraus vielleicht ein wenig Rückenwind ziehen können.
Krefeld Pinguine – Eispiraten Crimmitschau (19:30 Uhr)
Mit dem Sieg am Dienstag haben die Eispiraten Crimmitschau ihre Negativserie beendet, nun wartet jedoch eine echte Mammutaufgabe. Die Reise führt zum Tabellenführer nach Krefeld, der sich derzeit in beeindruckender Form präsentiert. Neun Erfolge in Serie, bereits 145 erzielte Treffer bei lediglich 86 Gegentoren unterstreichen die Dominanz der Pinguine in dieser Phase der Saison. Auch in den Special Teams gehört Krefeld zur Spitzengruppe: Das Powerplay ist das zweitbeste der Liga, die Unterzahlformation rangiert auf Platz vier. Dennoch reisen die Eispiraten nicht chancenlos an. Vor allem in Über- und Unterzahl kann Crimmitschau mit den Gastgebern mithalten. Zudem spricht der direkte Vergleich zumindest teilweise für die Gäste: Das erste Saisonduell ging an die Eispiraten, während sich die Pinguine im zweiten Aufeinandertreffen nur knapp durchsetzen konnten, Partie drei fiel dagegen deutlich zugunsten von Krefeld aus.
Lausitzer Füchse – Eisbären Regensburg (19:30 Uhr)
Unerwartet gerieten die Eisbären Regensburg am Dienstag ins Straucheln, nun soll bei den Lausitzer Füchsen die Rückkehr in die Erfolgsspur gelingen. Doch auch die Gastgeber stehen nach der Niederlage gegen Kassel unter Zugzwang und wollen vor heimischem Publikum wieder punkten. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein weitgehend ausgeglichenes Duell. Beide Teams erzielen im Schnitt 2,8 Tore pro Partie und bewegen sich im Powerplay mit rund 20 Prozent auf ähnlichem Niveau. Defensiv haben allerdings die Eisbären Vorteile: Mit insgesamt 99 Gegentoren stellt Regensburg die viertbeste Abwehr der Liga, zudem gehört das Penaltykilling mit einer Quote von 86,8 Prozent zu den stärksten. Im direkten Vergleich der laufenden Saison konnten die Oberpfälzer zwei der bisherigen drei Begegnungen für sich entscheiden, einmal behielten jedoch auch die Lausitzer Füchse die Oberhand.
EC Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (19:30 Uhr)
Sowohl der EC Kassel Huskies als auch die Bietigheim Steelers gehen mit starken Serien in dieses Duell. Zwar musste Kassel zuletzt gegen Tabellenführer Krefeld eine Niederlage hinnehmen, insgesamt bestätigen die Nordhessen jedoch ihre Rolle als Spitzenteam und stehen verdient auf Rang zwei der Tabelle. Auch Bietigheim reist mit Rückenwind an. Vier Siege in Folge, zuletzt ein deutlicher Erfolg am Dienstag gegen den EV Landshut, haben die Steelers auf Tabellenplatz vier geführt. Der Rückstand nach oben beträgt allerdings bereits 15 Punkte auf Rosenheim. In der statistischen Betrachtung liegt Kassel vorn, ebenso im direkten Vergleich: Alle drei bisherigen Saisonduelle gingen an die Huskies, darunter ein klarer 7:1-Erfolg vor rund drei Wochen.
Starbulls Rosenheim – Düsseldorfer EG (19:30 Uhr)
Nach jeweils knappen Siegen am Dienstag wollen beide Teams nun nachlegen. Die Starbulls Rosenheim haben das Ziel, im Kampf um die Spitzenplätze weiter mit Kassel Schritt zu halten. Die Düsseldorfer EG liegt punktgleich mit Crimmitschau auf Rang neun und möchte mit einem Erfolg vorbeiziehen, um den Platz in den Pre-Playoffs weiter abzusichern. Vor allem defensiv sprechen die Zahlen klar für die Gastgeber. Mit lediglich 2,2 Gegentoren pro Partie stellen die Starbulls die beste Defensive der Liga. Düsseldorf kassiert im Schnitt 3,1 Gegentreffer und bewegt sich damit im unteren Tabellenbereich. Dafür kann die DEG im Powerplay überzeugen und verfügt hier über deutlich bessere Werte. Der direkte Vergleich der laufenden Saison fällt bislang klar zugunsten Rosenheims aus: Alle drei bisherigen Duelle gingen an die Starbulls.
Ravensburg Towerstars – EV Landshut (20:00 Uhr)
Die jüngste Bilanz des EV Landshut fällt wechselhaft aus. Auf den Sieg gegen Crimmitschau, der neue Hoffnung weckte, folgte am Dienstag eine deutliche Niederlage gegen die Bietigheim Steelers. Die Ravensburg Towerstars mussten zuletzt lediglich gegen Kassel und die Eispiraten Niederlagen hinnehmen, insgesamt präsentierten sich die Oberschwaben jedoch stabil und haben sich mit Rang sechs in der Tabelle gefestigt. Nur einen Punkt dahinter lauert bereits der EVL, was der Partie zusätzliche Brisanz verleiht. Statistisch gesehen erzielt Landshut mehr Tore, muss im Gegenzug aber auch mehr Gegentreffer hinnehmen als die Towerstars. Auffällig ist vor allem der Unterschied bei den Special Teams: Ravensburg verfügt über das schwächste Powerplay der Liga, während Landshut mit einer Quote von 31,4 Prozent in Überzahl ligaweit an der Spitze steht. Im direkten Vergleich gingen zwei der bisherigen drei Saisonduelle an die Niederbayern, das jüngste Aufeinandertreffen entschied allerdings Ravensburg für sich.