Vorschau 40. Spieltag: Düsseldorf fordert Ravensburg im Kampf um wichtige Punkte
Kellerduell in Weiden, Krefeld und Kassel müssen auswärts ran.
Der 40. Spieltag der DEL2 hält eine Reihe richtungsweisender Begegnungen bereit. Spitzenreiter Krefeld ist beim EC Bad Nauheim gefordert, während die Kassel Huskies in Crimmitschau unter Zugzwang stehen, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. Im Tabellenmittelfeld treffen mit Landshut und den Lausitzer Füchsen sowie der Düsseldorfer EG und den Ravensburg Towerstars direkte Konkurrenten aufeinander. Auch im Kampf gegen die Playdown-Ränge stehen wichtige Punkte auf dem Spiel. Im Spiel der Woche empfangen die Eisbären Regensburg die Starbulls Rosenheim.
Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren (19:30 Uhr)
D Ein anspruchsvolles Wochenende liegt vor dem ESV Kaufbeuren. Im Kampf um wichtige Punkte treffen die Joker auf die Bietigheim Steelers und die Düsseldorfer EG. Den Auftakt bildet am Freitag das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten, bei dem Kaufbeuren seine Aufholjagd starten will. Die Ausgangslage spricht jedoch klar für die Gastgeber. Bietigheim präsentiert sich seit Wochen in starker Form und musste zuletzt lediglich gegen Krefeld eine Niederlage hinnehmen. Auch der Blick auf die Statistik unterstreicht die Favoritenrolle der Steelers: Im Schnitt erzielen sie mehr Tore pro Partie als der ESVK, lassen zugleich weniger Gegentreffer zu und zeigen sich auch in den Special Teams effektiver. Hinzu kommt die Bilanz der bisherigen Saisonduelle. Alle drei Begegnungen gingen an die Steelers, besonders in Erinnerung bleibt dabei der deutliche 9:3-Erfolg im November. Dennoch reist Kaufbeuren nicht ohne Rückenwind nach Bietigheim: Der jüngste Sieg gegen den direkten Konkurrenten Bad Nauheim könnte den Jokern das nötige Selbstvertrauen für die schwere Aufgabe geben.
EC Bad Nauheim – Krefeld Pinguine (19:30 Uhr)
Die Krefeld Pinguine reisen als klarer Favorit in die Kurstadt. Seit mittlerweile elf Spielen ist der Tabellenführer ungeschlagen und hat sich mit 91 Punkten an der Spitze festgesetzt. Auch die nackten Zahlen unterstreichen die Dominanz der Rheinländer: 3,9 erzielten Toren pro Partie stehen lediglich 2,3 Gegentreffern entgegen, dazu kommt eine Powerplay-Quote von 28,5 Prozent sowie stabile Werte in Unterzahl. Dem gegenüber steht der EC Bad Nauheim, der sich am unteren Ende der Tabelle befindet und sich am Dienstag von Cheftrainer Peter Russell getrennt hat. Nun sollen möglichst schnell wieder Erfolge folgen, um neue Impulse im Kampf um den Klassenerhalt zu setzen. Die bisherigen Saisonduelle gingen allesamt an Krefeld, was die Schwere der Aufgabe zusätzlich verdeutlicht. Dennoch wollen die Kurstädter den Kopf nicht hängen lassen. Aufzugeben steht nicht zur Debatte, vielmehr gilt es, die Kräfte zu bündeln und Stabilität ins eigene Spiel zu bringen, um dem Spitzenreiter so lange wie möglich Paroli bieten zu können.
EV Landshut – Lausitzer Füchse (19:30 Uhr)
Nur zwei Zähler trennen den EV Landshut auf Rang sieben von den Lausitzer Füchsen auf Platz zehn, nun steht bereits das vierte Aufeinandertreffen in dieser Saison an. Die jüngsten Ergebnisse sprechen dabei nicht eindeutig für die Gastgeber. Landshut präsentierte sich in den vergangenen Wochen wechselhaft und musste in den letzten sechs Partien vier Niederlagen hinnehmen. Siege gelangen lediglich gegen Crimmitschau und Weiden. Die Füchse hingegen konnten zuletzt wieder Boden gutmachen und gewannen ihre beiden jüngsten Begegnungen gegen Regensburg und die Düsseldorfer EG. Statistisch treffen unterschiedliche Stärken aufeinander. Landshut stellt mit einer Powerplay-Quote von 30 Prozent das beste Überzahlspiel der Liga und gehört mit bislang 133 erzielten Treffern (Rang drei) auch offensiv zur Spitze. Weißwasser kommt auf 112 Tore und liegt damit auf Platz sieben, präsentiert sich defensiv jedoch etwas stabiler und kassiert im Schnitt weniger Gegentreffer.
Eispiraten Crimmitschau – EC Kassel Huskies (19:30 Uhr)
Der EC Kassel Huskies steht unter Zugzwang, um den Anschluss an Spitzenreiter Krefeld nicht zu verlieren. Entsprechend klar ist die Zielsetzung für das Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau: Punkte sollen her. Die statistische Ausgangslage spricht dabei für die Gäste. Kassel erzielt im Schnitt mehr Tore, lässt weniger Gegentreffer zu und weist auch im Powerplay bessere Werte auf. Lediglich im Unterzahlspiel bewegen sich beide Teams nahezu auf Augenhöhe. Zudem konnten die Huskies sämtliche bisherigen Saisonduelle gegen Crimmitschau für sich entscheiden. Unterschätzen lassen sich die Eispiraten dennoch nicht. Im engen Rennen um die Pre-Playoff-Plätze will sich Crimmitschau weiter absichern und wird alles daransetzen, die starke Bilanz der Gäste zu durchbrechen.
Düsseldorfer EG – Ravensburg Towerstars (19:30 Uhr)
In Düsseldorf steht ein Duell auf Augenhöhe bevor. Die DEG empfängt die Ravensburg Towerstars, die sich im Saisonverlauf stabilisiert haben und aktuell Rang sechs belegen. Die Gastgeber wollen dabei die Niederlage gegen die Lausitzer Füchse vom vergangenen Sonntag schnell vergessen machen und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Auch Ravensburg musste zuletzt eine Niederlage hinnehmen, reist jedoch mit dem Selbstverständnis eines Teams an, das sich im oberen Tabellenmittelfeld festgesetzt hat. Ein Blick auf die Statistik unterstreicht die ausgeglichenen Kräfteverhältnisse: 113 zu 112 erzielte Tore, 116 zu 120 Gegentore sowie nahezu identische Unterzahlquoten von 77 beziehungsweise 76,1 Prozent. Ein klarer Unterschied zeigt sich lediglich im Powerplay, in dem die DEG mit 23 Prozent deutlich effizienter agiert als die Towerstars (12 Prozent). Die bisherigen Saisonduelle sprechen leicht für die Gäste aus Oberschwaben, die zwei der drei Partien für sich entscheiden konnten. Entsprechend offen gestaltet sich die Ausgangslage vor diesem Aufeinandertreffen.
Blue Devils Weiden – EHC Freiburg (20:00 Uhr)
Im Tabellenkeller kommt es zum richtungsweisenden Duell zwischen den Blue Devils Weiden und dem EHC Freiburg. Beide Teams benötigen dringend Punkte, um sich von den Playdown-Rängen zu lösen. Statistisch begegnen sich beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Mit durchschnittlich 2,4 erzielten Toren pro Partie sowie Powerplay-Quoten von rund 21,5 Prozent bewegen sich beide Teams auf vergleichbarem Niveau. Unterschiede zeigen sich jedoch in der Defensivarbeit: Weiden kassierte bislang 110 Gegentore und agiert auch in Unterzahl stabiler (80,7 Prozent) als Freiburg, das bereits 135 Gegentreffer hinnehmen musste und eine Unterzahlquote von 76,3 Prozent aufweist. Der direkte Vergleich spricht mit zwei Siegen aus drei Partien leicht für die Oberpfälzer. Zudem scheint das Momentum aktuell eher auf Seiten der Blue Devils zu liegen: Zuletzt gelangen wichtige Erfolge gegen Kaufbeuren und Rosenheim, während Freiburg die vergangenen beiden Begegnungen verlor.