Vorschau Playdowns: Kaufbeuren will Serie weiter spannend halten
Joker weiterhin zum Siegen verdammt, Weiden will Klassenerhalt sicherstellen.
Die Eishockey-Welt in der DEL2 blickt gebannt ins Allgäu. Am Donnerstagabend empfängt der ESV Kaufbeuren die Blue Devils Weiden zu Spiel 4 der alles entscheidenden Playdown-Serie. Nach einem geschichtsträchtigen Dienstagabend, der die Nerven aller Beteiligten bis aufs Äußerste strapazierte, ist die Ausgangslage klar: Weiden hat den nächsten Matchpuck zum Klassenerhalt, während Kaufbeuren mit dem Rückenwind eines „Wunder-Comebacks“ den zweiten Sieg in der Serie anstrebt.
ESV Kaufbeuren vs. Blue Devils Weiden
Spielbeginn: 19:30 Uhr (energie schwaben arena, Kaufbeuren)
Beim ESV Kaufbeuren ist der Glaube zurück. Nachdem die Mannschaft bereits wie der sichere Absteiger aussah, hat der Sieg am Dienstagabend eine neue Euphorie entfacht. „Der ESVK lebt noch“, titelte der Club auf seiner Homepage. Kaufbeuren setzt nun auf die Heimstärke und die überragende Form von Joe Cassetti, der zuletzt an jedem Treffer beteiligt war.
Die Blue Devils Weiden hingegen müssen einen „Dienstagsschock“ verdauen. Die Oberpfälzer gaben eine komfortable 4:1-Führung leichtfertig aus der Hand und verpassten die vorzeitige Rettung. Trainer Alan Letang forderte in der Pressekonferenz mehr Disziplin: „Wir dürfen uns nicht von den Emotionen leiten lassen.“ Weiden kann zwar personell nahezu aus dem Vollen schöpfen, muss aber mental beweisen, dass die bittere Niederlage die Moral nicht gebrochen hat. Ein Sieg, und der Aufsteiger feiert den Klassenerhalt in der Fremde.
Rückblick auf das vorherige Duell: Das dritte Spiel am Dienstag in Weiden war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Blue Devils führten nach dem ersten Drittel bereits mit 4:1 und schienen den Klassenerhalt sicher in der Tasche zu haben. Doch Kaufbeuren bewies unglaubliche Moral: Angeführt von einem entfesselten Joe Cassetti (1 Tor, 5 Vorlagen) drehten die Joker die Partie im Mittelabschnitt und siegten am Ende sensationell mit 6:5. Es war ein Spiel voller Härte mit insgesamt über 70 Strafminuten, das die Serie auf 1:3 verkürzte und Kaufbeuren den ersten Sieg in diesen Playdowns bescherte.