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Freiburger Wölfe nach Wahnsinns-Comeback kurz vor Klassenerhalt
15.03.2026Bild: Alexander Winterholler

Freiburger Wölfe nach Wahnsinns-Comeback kurz vor Klassenerhalt

Freiburg holt Drei-Tore-Rückstand auf und siegt in Verlängerung.

Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle in der energie schwaben arena! In einem Spiel, das an Intensität und Dramatik kaum zu überbieten war, sicherte sich der EHC Freiburg einen hauchdünnen 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen den ESV Kaufbeuren. Trotz eines furiosen Starts der Hausherren bewiesen die Breisgauer enorme Moral und sorgten in der Overtime für die Vorentscheidung. Damit baut Freiburg die Führung in der Serie aus, benötigt nur noch einen Sieg zum Klassenerhalt und setzt die „Joker“ massiv unter Zugzwang.


Kaufbeurens Traumstart reicht nicht: Wölfe zeigen eiserne Moral


ESV

4 - 5 OT

(2:0;1:2;1:2/0:1)
Schüsse:
27:43 (9:15,7:17,9:10/2:1)


FRB
ESV Kaufbeuren Statistiken EHC Freiburg
Tore: 1:0 Jere Laaksonen (2:12/EQ), 2:0 D`Artagnan Joly (4:08/EQ), 3:0 D`Artagnan Joly (22:53/EQ), 3:1 Nikolas Linsenmaier (31:48/PP1), 3:2 Lynden McCallum (37:09/EQ), 3:3 Shawn O'Donnell (41:08/EQ), 3:4 Tomas Schwamberger (45:02/EQ), 4:4 Tyson McLellan (46:39/PP1), 4:5 Thore Weyrauch (63:44/EQ)
Zuschauer: 3.100 Strafminuten: 10 / 6 Powerplay: 1-3 / 1-5
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Kilian Hinterdobler, Norbert van der Heyd, Matthäus Riemel, Pape, Kathrin

Der ESV Kaufbeuren startete vor heimischem Publikum wie entfesselt. Die Marschroute, nach der Auftaktniederlage aggressiv zu antworten, schien zunächst voll aufzugehen. Bereits nach gut zwei Minuten brachte Jere Laaksonen die Joker in Führung (3.), ehe Daniel Joly nur wenig später (5.) auf 2:0 erhöhte. Die Fans im Allgäu sahen eine Heimmannschaft, die Freiburg im ersten Drittel förmlich überrannte und das Spiel fest im Griff zu haben schien. Und es kam noch besser: Jolys zweiter Treffer gab Kaufbeuren kurz nach Beginn des Mitteldrittels sogar eine deutliche Drei-Tore-Führung.

Doch die Wölfe aus Freiburg ließen sich von dem frühen Schock nicht beirren. Mit fortlaufender Spieldauer fanden die Gäste besser in die Zweikämpfe und nutzten ihre Chancen im Mittelabschnitt eiskalt, um den Anschluss zu finden. In einem offenen Schlagabtausch wogte die Führung im letzten Drittel hin und her: Freiburg legte erstmals vor, doch Kaufbeuren glich postwendend aus. Als es nach 60 Minuten 4:4 stand, musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

In der Overtime behielten die Freiburger schließlich die Nerven. Während Kaufbeuren eine Chance zur Entscheidung liegen ließ, nutzten die Wölfe einen kontrollierten Angriff zum entscheidenden 5:4. Dank der Tatsache, dass Freiburg aufgrund des deutlichen Punktevorsprungs in der Abschlusstabelle der Hauptrunde nur drei Siege zum Serienerfolg und damit verbundenen Klassenerhalt benötigt, wartet am Dienstagabend bereits ein echtes Endspiel auf den ESVK.

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