Im Gespräch mit... Robbie Czarnik
Czarniks Frau nimmt an Olympia teil und ist Fahnenträgerin
Seit vielen Jahren gehört Robbie Czarnik zu den Aushängeschildern in der DEL2. Auch in dieser Saison ist er einer der offensivstärksten Spieler der Liga. Und doch ist er in seiner eigenen Familie aktuell nur die „Nummer 2“.
Seine Frau Julia Sauter-Czarnik tritt nicht nur bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina im Eiskunstlaufen für Rumänien an, sie trägt bei der Eröffnungsfeier auch die rumänische Flagge.
Im Interview spricht ihr Ehemann darüber, wie stolz er auf seine Frau ist und welche Vorbildfunktion sie für ihn hat. Außerdem erklärt er, wie die Towerstars nach einem schwierigen Herbst wieder in die Erfolgsspur gefunden haben.
Robbie, nach einer schwierigen Phase im Oktober und November haben sich die Towerstars wieder zurück ins Rennen um einen direkten Playoff-Platz gekämpft. Wie habt ihr diese schwierige Zeit gemeistert?
Robbie Czarnik: „Wir haben die schwierige Phase überstanden, weil wir als Team zusammengehalten haben. Als wir auf Platz 12 standen, mussten wir uns entscheiden, ob wir uns zusammenreißen und aus diesem Loch herauskommen oder uns einfach damit abfinden wollten. Wir haben als Team wirklich einen Gang zugelegt und uns auf jedes einzelne Spiel konzentriert.“
Was hat sich seitdem verändert? Oder habt ihr einfach weitergemacht wie bisher?
Czarnik: „Ich hatte das Gefühl, dass wir angefangen haben, jedes Spiel zu kämpfen und uns wirklich darauf vorbereitet haben, wieder ein Gewinnerteam zu sein. Wir haben viele Spieler, die schon in großen Spielen gespielt haben und weit in den Playoffs gekommen sind. Wir wussten also immer, dass wir eine Gruppe hatten, die das schaffen konnte. Es ging nur darum, dass wir uns darauf einließen und die Entscheidung trafen, konstanter aufzutreten.“
Dies ist Deine erste Saison als Kapitän in Ravensburg. Wie läuft es bisher mit dem „C“?
Czarnik: „Ich finde, das ‚C‘ zu tragen, war bisher gut. Es hat mich bereits in vielerlei Hinsicht herausgefordert. Vor allem im Hinblick auf die Platzierung unseres Teams in der ersten Saisonhälfte. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Verantwortung hatte, uns voranzubringen. Gerade an diesem Punkt meiner Karriere ist es immer gut, sich selbst zu hinterfragen und neue Wege zu finden, um besser zu werden.“
Du spielst wieder eine starke Saison. Was würdest Du sagen, ist derzeit Deine größte Stärke?
Czarnik: „Ich denke, eine meiner großen Stärken war schon immer meine Schnelligkeit und mein konstantes Spiel. Ich versuche in jedem Spiel mein Bestes zu geben, um zu gewinnen.“
In einem Interview mit uns zu Beginn dieser Saison hast Du über Deine Familie und Deine Frau gesprochen. Sie ist professionelle Eiskunstläuferin und wurde gerade für die Olympischen Spiele nominiert. Wie besonders ist das für Dich?
Czarnik: „Ich finde es wirklich besonders, dass sie die Chance hat, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das ist eine einmalige Gelegenheit, die sich jeder Sportler wünscht. Ich könnte nicht stolzer auf sie sein. Ich habe gesehen, wie hart sie trainiert hat, sie gibt alles, um sicherzustellen, dass sie so gut wie möglich ist. In vielerlei Hinsicht spornt sie mich auch an, besser zu werden. Wenn ich sehe, wie sie sich gegen Ende ihrer Karriere immer weiter verbessert, versuche ich, es ihr gleichzutun.“
Italien ist nicht weit von Ravensburg entfernt. Wirst Du sie in Mailand persönlich sehen können?
Czarnik: „Ja, ich werde sie in Mailand bei ihrem Kurzprogramm sehen können. Das wird am 17. Februar sein. Danach werde ich es nicht mehr zum 19. Februar schaffen, da ich mich auf unser Spiel an diesem Freitag vorbereiten muss.“