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Brayden Tracey: Mit bayrischen Wurzeln und Vollgas in die DEL2
24.09.2026Bild: Andy Chuc

Brayden Tracey: Mit bayrischen Wurzeln und Vollgas in die DEL2

Weidens Neuzugang spricht über seinen starken Saisonstart und seine Ziele.

Brayden Tracey ist mit ordentlich Rückenwind in seine erste DEL2-Saison gestartet. Der 25-jährige Kanadier erzielte in den ersten beiden Pflichtspielen vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Für Tracey selbst steht dabei jedoch nicht nur der persönliche Start im Mittelpunkt. In Weiden möchte sich der Angreifer weiterentwickeln und gemeinsam mit seinen Teamkollegen den nächsten Schritt machen.

„Mein Ziel ist es, in jedem Jahr einen guten Start hinzulegen“, erklärt Tracey. Dass ihm dieser gelungen ist, zeigt die Statistik. Um an den starken Auftakt anknüpfen zu können, kann Tracey auf die Unterstützung seiner Mitspieler zählen. „Ich bin dankbar, dass ich schon so früh die ersten Tore schießen und so Selbstbewusstsein aufbauen konnte. Meine Mitspieler und vor allem die Jungs in meiner Reihe sind extrem hilfreich und es ist wirklich leicht, mit ihnen zusammenzuspielen.“

Auch abseits des Eises fand Tracey schnell seinen Platz. „Die ersten Wochen waren ziemlich gut! Jeder bei den Blue Devils hat mich toll aufgenommen und das Team ist eine tolle Gruppe. Es war sehr einfach, sich hier einzufinden.“

EIN AUFFÄLLIGER KARRIEREWEG

In Calgary, Kanada, geboren, machte sich Tracey zunächst in der Western Hockey League einen Namen. Für die Victoria Royals erzielte er in der Saison 2018/19 36 Tore und 45 Assists in 66 Spielen. Mit 81 erzielten Punkten wurde er zum Rookie of the Year ausgezeichnet. Daraufhin wählten ihn 2019 die Anaheim Ducks an 29. Stelle der ersten Runde im NHL-Draft aus. In den folgenden Jahren absolvierte Tracey 188 AHL-Spiele und kam im Januar 2022 auch zu seinem NHL-Debüt für Anaheim. Anschließend führte ihn sein Weg über Stationen in Finnland und der Slowakei zuletzt nach Schweden und nun nach Weiden.

Auch die DEL2 bringt für den Kanadier neue Eindrücke mit sich. „Jede Liga ist ein kleines bisschen anders“, sagt Tracey über seine bisherigen Erfahrungen. „In der DEL2 gibt es jede Menge sehr gute Spieler und ich freue mich sehr darauf, etwas Neues in dieser Liga lernen zu können.“

MEHR ALS NUR TORE

Mit seinem Spiel möchte Tracey dabei neben Toren und Punkten auch noch etwas anderes einbringen: „Ich will dem Team neben meinen Offensivfähigkeiten auch mit Führungsqualität helfen, möglichst viele Spiele zu gewinnen“, so der Stürmer.

Die ersten beiden Partien haben dabei auch gezeigt, woran die Blue Devils noch arbeiten müssen. Nach Führungen in beiden Spielen stehen für Weiden lediglich zwei Punkte zu Buche. Tracey sieht dabei Parallelen im Spielverlauf: „Wir haben jeweils zwei gute erste Drittel gespielt. Dann hat es sich für mich angefühlt, als hätten wir zu früh angefangen, die Führung zu verwalten.“

Seine Schlussfolgerung fällt entsprechend aus: „Ich denke, wenn wir es schaffen, uns an den Gameplan zu halten und volle 60 Minuten so zu spielen, machen wir einen guten Job.“

PERSÖNLICHER BEZUG ZU NORDBAYERN

Dass Tracey sich in Weiden schnell eingelebt hat, dürfte in Teilen auch daran liegen, dass Deutschland für ihn kein völlig unbekanntes Terrain ist. Seine Mutter stammt aus Nürnberg, ihre Familie lebt noch heute dort. Der Wechsel nach Deutschland hatte für den Kanadier damit neben dem Sportlichen auch persönliche Aspekte.

Nun möchte Tracey in Weiden vor allem weiter an sich arbeiten. „Ich will mich persönlich weiterentwickeln und gemeinsam mit meinen Mitspielern jeden Tag Fortschritte machen. Letztendlich wollen wir irgendwann auf eine Meisterschaft hinarbeiten“, sagt er.

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