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Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
DEL2 Historie: Der Beginn einer neuen Ära
05.08.2026Bild: SP Foto

DEL2 Historie: Der Beginn einer neuen Ära

2013/2014 startet die DEL2 in ihre erste Saison. Meister wird Bremerhaven.

Wenn heute vom deutschen Profi-Eishockey die Rede ist, gehört die DEL2 längst selbstverständlich dazu. Im Herbst 2013 war das noch anders. Zwölf Clubs starteten damals in die erste Saison einer Liga, die ihren Platz erst noch finden musste. Zwölf Spielzeiten später ist die DEL2 die zuschauerstärkste zweite Eishockeyliga Europas. Grund genug, auf die Saison zurückzublicken, mit der alles begann.

In den kommenden Wochen und Monaten wollen wir euch die Geschichte der DEL2 und ihrer Clubs und Protagonisten immer wieder näher bringen.

ALLES NEU

Die erste DEL2-Spielzeit verlief dabei anders, als Fans die Liga heute kennen. Nach der Hauptrunde mit 44 Spieltagen folgte zunächst eine Zwischenrunde mit 10 Spieltagen, deren Ergebnisse in die Abschlusstabelle einflossen. Erst danach begann der Kampf um die Meisterschaft. Der Modus blieb in der Ligageschichte einzigartig, da nur 12 Teams um den Titel kämpften. Im nächsten Jahr sollte das anders werden, aber dazu später mehr.

ERSTER TITEL GEHT NACH BREMERHAVEN

Schon in der regulären Saison setzten sich die Fischtown Pinguins Bremerhaven an die Spitze. Die Norddeutschen sammelten 104 Punkte und gingen als Tabellenführer in die Playoffs. Dort bestätigte das Team seine starke Saison und erreichte das Finale gegen die Bietigheim Steelers. Die Entscheidung fiel schließlich in Spiel fünf: Mit einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung sicherten sich die Pinguins nicht nur den Sieg in der Serie, sondern auch den ersten DEL2-Meistertitel überhaupt.

Dass Bremerhaven den Pokal am Ende in den Händen hielt, lag neben der Teamleistung auch an starken Einzelakteuren: Stürmer Marian Dejdar wurde zum wertvollsten Spieler der Playoffs gewählt, Trainer Mike Stewart als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Goalie Jonas Langmann bezeichnete den Gewinn der Meisterschaft als „schönsten Tag seines Lebens“. 

DIE LIGA WÄCHST

Während in Bremerhaven gefeiert wurde, spielten andere Teams in den Playdowns um den Ligaverbleib. Die DEL2 sollte bereits zur Saison 2014/15 auf 14 Mannschaften wachsen. Deshalb folgte nach den Playdowns eine Qualifikationsrunde, in der die Playdown-Verlierer gemeinsam mit den vier besten Oberligisten um die letzten beiden Startplätze kämpften. Die Eispiraten Crimmitschau und der ESV Kaufbeuren behaupteten sich und hielten die Klasse, während die EC Kassel Huskies und die Löwen Frankfurt den Aufstieg perfekt machten. Damit war schon nach der Premierensaison der Grundstein für das 14er-Feld gelegt, das die Liga über viele Jahre prägen sollte.

ERSTE AUSZEICHNUNGEN

Nicht nur ganze Mannschaften schrieben in der Saison 2013/14 ihre ersten DEL2-Kapitel, auch einzelne Spieler hinterließen bleibenden Eindruck und wurden dafür ausgezeichnet. Harrison Reed führte die Liga mit 90 Scorerpunkten an und wurde zum Stürmer des Jahres gewählt. Robin Weihager überzeugte in Rosenheim so sehr, dass er gleich doppelt geehrt wurde – als Verteidiger und Spieler des Jahres. Bryan Hogan erhielt die Auszeichnung als Torhüter des Jahres, Fabio Wagner wurde zum Rookie des Jahres gewählt. Auffällig dabei: Die ersten individuellen Ehrungen verteilten sich auf mehrere Clubs und spiegelten damit bereits eine gewisse Ausgeglichenheit der neuen Liga wider, für die die DEL2 auch heute noch bekannt ist.

Rückblickend war die Saison 2013/14 weit mehr als nur der Start einer neuen Spielklasse. Sie brachte den ersten DEL2-Meister hervor, etablierte erste sportliche Traditionen und zeigte, welches Potenzial in der neuen Liga steckte. Viele Clubs und Rivalitäten, die die DEL2 bis heute begleiten, waren bereits damals Teil der Geschichte. Was 2013 mit zwölf Teams begann, hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die erste große Veränderung folgte bereits 2014.

Aber dazu mehr in Teil 2 der Historie der DEL2...

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