Eiskalte Pinguine bremsen Eisbären aus
Bietigheim klaut Heimrecht mit Overtime-Sieg in Kassel.
Der Auftakt in die „Best-of-Seven“-Halbfinalserien der DEL2 hätte dramatischer kaum sein können. Während die Krefeld Pinguine in einer Offensiv-Schlacht gegen Regensburg ein deutliches Ausrufezeichen setzten, erlebten die Fans in Kassel eine bittere Enttäuschung. Die Bietigheim Steelers bewiesen nach ihrer kräftezehrenden Viertelfinal-Serie unglaubliche Moral und entführten den Sieg in der Verlängerung aus Nordhessen.
Offensiv-Gala in der Yayla-Arena: Pinguine schießen sich zum ersten Sieg
KEV |
6 - 3 (2:1;2:1;2:1) |
EBR |
| Krefeld Pinguine | Statistiken | Eisbären Regensburg |
| Tore: 1:0 Philip Gogulla (5:13/PP1), 2:0 Leonhard Korus (8:35/EQ), 2:1 Corey Trivino (17:03/EQ), 2:2 Jakob Weber (24:37/PP2), 3:2 Max Newton (27:27/EQ), 4:2 David Cerny (28:52/EQ), 5:2 Philip Gogulla (40:38/EQ), 5:3 Pierre Preto (45:55/EQ), 6:3 C.J. , Clint Joseph Suess (50:13/EQ) | ||
| Zuschauer: 7.420 | Strafminuten: 8 / 4 | Powerplay: 1-1 / 1-3 |
| Schiedsrichter: David Cespiva, Benjamin Hoppe, Claus Clemens Behrendt, Jonas Dietrich, Jan Holtmann | ||
Die Krefeld Pinguine haben im ersten Duell gegen die Eisbären Regensburg ihre Muskeln spielen lassen. Mit einem beeindruckenden 6:3 bezwangen sie die Bayern vor über 8.000 Zuschauern. Krefeld startete wie die Feuerwehr und nutzte die Unkonzentriertheiten in der Regensburger Hintermannschaft konsequent aus. Zwar hielt Regensburg nach frühem Rückstand durch einen Doppelpack anfangs dagegen, doch die Tiefe im Krefelder Kader gab den Ausschlag.
Besonders die Top-Reihe um Mathew Santos war am Gründonnerstag nicht zu stoppen. Immer wenn Regensburg den Anschluss suchte, legten die Pinguine nach. Im Schlussdrittel spielten die Hausherren ihre Routine aus und schraubten das Ergebnis auf 6:3 hoch, was die Ambitionen der Seidenstädter auf das Finale eindrucksvoll untermauert.
Overtime-Krimi in Kassel: Steelers klauen den Heimsieg
ECK |
3 - 4 OT (2:0;0:0;1:3/0:1) |
SCB |
| EC Kassel Huskies | Statistiken | Bietigheim Steelers |
| Tore: 1:0 Tristan Keck (12:02/EQ), 2:0 Mitchell Hoelscher (16:37/EQ), 2:1 Benedikt Jiranek (42:12/EQ), 2:2 Filip Reisnecker (46:44/EQ), 3:2 Jake Weidner (49:25/EQ), 3:3 Brett Kemp (49:47/EQ), 3:4 Brett Kemp (73:38/PP1) | ||
| Zuschauer: 4.389 | Strafminuten: 6 / 29 | Powerplay: 0-3 / 1-3 |
| Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Kilian Hinterdobler, Dominic Borger, Tobias Treitl, Grunzke, Torsten | ||
Die Überraschung des Abends gelang den Bietigheim Steelers. Beim Top-Favoriten EC Kassel Huskies setzten sich die Schwaben mit 4:3 nach Verlängerung durch. Kassel kontrollierte anfangs das Spiel und führte nach Toren von Tristan Keck und Mitchell Hoelscher zwischenzeitlich mit 2:0. Alles sah nach einem souveränen Heimerfolg für die Schlittenhunde aus.
Doch die Steelers, die bereits im Viertelfinale Comeback-Qualitäten bewiesen hatten, steckten niemals auf. Angetrieben von Brett Kemp kämpften sie sich zurück und erzwangen den 3:3-Ausgleich. In der fälligen Overtime war es schließlich Kemp, der den 4:3-Siegtreffer für Bietigheim markierte. Damit haben die Steelers den Heimvorteil der Huskies direkt im ersten Spiel geknackt und die Serie komplett auf den Kopf gestellt.