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Ravensburg jubelt nach Gefühlsachterbahnfahrt - Regensburg entführt Heimrecht
17.03.2026Bild: Kim Enderle

Ravensburg jubelt nach Gefühlsachterbahnfahrt - Regensburg entführt Heimrecht

Towerstars verspielen 3:0-Führung, gewinnen aber trotzdem. Eisbären gewinnen in Rosenheim.

Das Viertelfinale der DEL2-Playoffs hat mit maximaler Intensität begonnen. Während die Eisbären Regensburg in einem bayerischen Duell vor beeindruckender Kulisse in Rosenheim einen kühlen Kopf bewahrten und einen knappen Auswärtssieg feierten, lieferten sich die Ravensburg Towerstars und die Bietigheim Steelers ein dramatisches Duell auf Augenhöhe mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber. In beiden Stadien wurde deutlich: In den Playoffs werden Spiele über Nuancen, Special Teams und unbändigen Willen entschieden.


Effizienz schlägt Druckphase: Regensburg siegt im ROFA-Stadion


SBR

2 - 3

(1:1;1:1;0:1)
Schüsse:
46:20 (17:4,12:12,17:4)


EBR
Starbulls Rosenheim Statistiken Eisbären Regensburg
Tore: 1:0 Luigi Calce (4:46/PP1), 1:1 David Morley (10:40/PP1), 2:1 Scott Feser (21:07/PP1), 2:2 Alex Berardinelli (36:51/EQ), 2:3 Alex Berardinelli (43:33/EQ)
Zuschauer: 4.425 Strafminuten: 6 / 6 Powerplay: 2-2 / 1-2
Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Daniel Kannengießer, David Tschirner, Matthäus Riemel, Wormuth, Paul

In einem packenden Duell haben die Eisbären Regensburg das erste Ausrufezeichen der "Best-of-Seven"-Serie gesetzt. Vor 4.425 Zuschauern im ausverkauften Rosenheimer ROFA-Stadion setzten sich die Gäste knapp mit 3:2 durch. Dabei spiegelte das Ergebnis den Spielverlauf nur bedingt wider: Rosenheim feuerte insgesamt 45 Schüsse auf das gegnerische Gehäuse, während Regensburg mit nur 20 Versuchen eine herausragende Effizienz an den Tag legte.

Die Starbulls gingen früh durch ein Powerplay-Tor von Luigi Calce (5.) in Führung, doch David Morley glich noch im ersten Drittel – ebenfalls in Überzahl – aus. Das Spiel blieb ein offener Schlagabtausch, in dem Scott Feser die Rosenheimer im Mittelabschnitt erneut in Front brachte. Doch die Eisbären bewiesen Stehaufmännchen-Qualitäten: Alex Berardinelli avancierte zum Matchwinner, indem er erst in der 37. Minute ausglich und schließlich in der 44. Minute den entscheidenden Treffer zum 3:2-Endstand markierte.

Trotz eines Sturmlaufs der Starbulls in den Schlussminuten rettete Regensburg den knappen Vorsprung über die Zeit. Wie schon bei den vier Saisonsiegen gegen Rosenheim zuvor avancierte Torhüter Jonas Neffin (43 Saves) einmal mehr zum Matchwinner.


Steelers-Comeback schockt Oberschwaben: Entscheidung erst in der Overtime


RVT

4 - 3 OT

(3:0;0:1;0:2/1:0)
Schüsse:
38:25 (12:4,16:12,5:9/5:0)


SCB
Ravensburg Towerstars Statistiken Bietigheim Steelers
Tore: 1:0 Mark Rassell (0:30/EQ), 2:0 Mark Rassell (7:58/EQ), 3:0 Alec Ahlroth (15:43/EQ), 3:1 Cole Fonstad (38:29/PP1), 3:2 Luis Ludin (41:52/EQ), 3:3 Cole Fonstad (47:38/EQ), 4:3 Thomas Reichel (68:10/EQ)
Zuschauer: 2.738 Strafminuten: 2 / 8 Powerplay: 0-4 / 1-1
Schiedsrichter: Alexander Singer, Christopher Schadewaldt, Lara Fischer, Christopher Reitz, Nidens, Irina

Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle in der CHG Arena! Die Ravensburg Towerstars schienen nach einem furiosen ersten Drittel bereits wie der sichere Sieger, mussten am Ende aber in die Verlängerung. Dort hatten sie das bessere Ende dann doch für sich. Somit gehen die Towerstars mit einer 1:0-Führung in der "Best-of-Seven"-Serie ins zweite Duell am Freitag.

Ravensburg legte los wie die Feuerwehr: Ein Doppelpack von Mark Rassell (1. und 8. Minute) sowie ein Treffer von Alec Ahlroth (16.) sorgten für eine komfortable 3:0-Führung nach dem ersten Durchgang. Die Steelers wirkten phasenweise überfordert, bewiesen aber im weiteren Spielverlauf eine unglaubliche Moral.

Stück für Stück kämpften sich die Gäste zurück in die Partie. Ein Powerplay-Tor von Cole Fonstad im zweiten Drittel gab das Startsignal zur Aufholjagd. Im Schlussabschnitt brachte ein frühes Tor von Luis Ludin (42.) die Gäste heran, ehe Fonstad mit seinem zweiten Streich für den Ausgleich sorgte (48.). Mit diesem 3:3 ging es in die Verlängerung. In der Overtime hatten die Hausherren schließlich das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite und sicherten sich den ersten Sieg in dieser Viertelfinal-Serie.

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