Spiel der Woche: Freiburg feiert dank Bowles-Doppelpack
Parker Bowles‘ Rückkehr nach Bad Nauheim wurde zum Triumphzug.
Zwei Jahre spielte Parker Bowles im Trikot der Roten Teufel und erzielte dabei 99 Punkte in der regulären Saison und der Postseason. Eine emotionale Rückkehr an alter Wirkungsstätte war also vorprogrammiert. Doch was dann kam, glich einem Hollywood-Drehbuch.
Binnen der ersten 241 Sekunden der Partie zwischen dem EC Bad Nauheim und dem EHC Freiburg traf der Kanadier gleich doppelt und legte damit den Grundstein…
Doppelschlag von Bowles
Die Begegnung hatte gerade begonnen, da sorgte Bowles für den ersten Kracher. Kaum hatte das Spiel begonnen, stahl er den Gastgebern im Aufbau den Puck und war auf und davon. Nach nur 38 Sekunden traf er zur Freiburger Führung. Die Bad Nauheimer hatten sich noch nicht richtig erholt von diesem Nackenschlag, da zappelte der Puck erneut im Netz. Und wieder hieß der Torschütze Bowles. Nach 4:01 Minuten traf er nach einem sehenswerten Solo nach einer Pirouette zum 2:0 für die Wölfe.
Bad Nauheim fand erst ein wenig ins Spiel, als sie ihr erstes Überzahlspiel hatten (9.). Doch etwas Zählbares sprang dabei nicht heraus. In der Folge gab es nur noch wenige sehenswerte Abschlüsse und so gingen die Gäste mit der 2:0-Führung in die erste Pause.
Ausgeglichenes Mitteldrittel
Aus dieser kamen sie frisch erholt und deutlich bissiger zurück als Bad Nauheim. Wieder klauten die Freiburger den Hausherren den Puck im Aufbau und konterten eiskalt. Dieses Mal traf Fabian Ilestedt auf Zuspiel von Lynden McCallum ins Tor (22.).
Die Gastgeber gaben sich aber noch lange nicht geschlagen und belohnten sich für ihren Kampfgeist. In der 31. Minute traf Marco Pfleger auf Zuspiel von Cedric Schiemenz und Stephen Harper.
Doch das letzte Wort in diesem zweiten Drittel hatten die Freiburger. Lukas Mühlbauer erzielte in der 37. Minute das 4:1 für die Breisgauer, die somit auch nach 40 Minuten eine Drei-Tore-Führung vorweisen konnten.
Rote Teufel machen es spannend
Das Schlussdrittel begann verhalten, bis eine Strafe gegen McCallum wieder Pfeffer in die Partie bringen sollte. Von der Strafbank aus musste er mit ansehen, wie Justin Volek die Hausherren im Powerplay auf 2:4 heranbrachte (45.). Und nur rund zwei Minuten später machte es Joel Keussen mit dem dritten Bad Nauheimer Treffer noch einmal richtig spannend.
Bad Nauheim drückte nun aufs Tempo und schmiss alles nach vorn. Freiburg wehrte sich nach Kräften und sorgte in der 58. Minute für die Vorentscheidung. Und wie sollte es anders sein: Es war die Reihe von Bowles, die dem Spiel einmal mehr ihren Stempel aufdrücken konnte. Cole Gallant markierte das 5:3 für die Wölfe.
Die Kurstädter setzten im Anschluss alles auf eine Karte und nahmen Torhüter Schulte vom Eis. Und so kam Christian Billich in der Schlussminute noch zu einem Empty-Net-Treffer und dem 6:3-Endstand.