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40. Spieltag: Pinguine lassen Federn in Bad Nauheim
30.01.2026Bild: Andy Chuc

40. Spieltag: Pinguine lassen Federn in Bad Nauheim

Freiburg dreht verloren geglaubtes Spiel in Weiden, Ravensburg rettet "Dreier" bei DEG über die Zeit.

Der 40. Spieltag der DEL2 zeigte, wie eng es in der Liga zugeht. Alle sieben Partien wurden mit jeweils nur einem Tor Unterschied entschieden. In Bietigheim setzte sich der Gastgeber nach einem spannenden Schlagabtausch gegen Kaufbeuren durch, während Landshut mit seinem starken Powerplay gegen die Lausitzer Füchse den Sieg einfuhr. Auch in Crimmitschau entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der sich die Kassel Huskies am Ende knapp durchsetzten. Dafür ließ der Tabellenführer ausgerechnet in Bad Nauheim im Penaltyschießen Federn. Freiburg drehte in Weiden einen 0:3-Rückstand und im Spiel der Woche sicherte eine Galavorstellung von Jonas Neffin den Eisbären einen knappen Sieg gegen Rosenheim.

Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren


SCB

3 - 2

(1:0;0:0;2:2)
Schüsse:
25:21 (12:9,6:5,7:7)


ESV
Bietigheim Steelers Statistiken ESV Kaufbeuren
Tore: 1:0 Cole Fonstad (1:24/PP1), 1:1 Tyson McLellan (43:58/EQ), 2:1 Arne Uplegger (50:04/PP1), 3:1 Alexander Preibisch (52:19/SH1), 3:2 Tyson McLellan (58:36/EQ)
Zuschauer: 4.001 Strafminuten: 8 / 6 Powerplay: 2-3 / 0-4
Schiedsrichter: Christopher Schadewaldt, Michael Klein, Roman Jung, Denis Menz,

Flott begann die Partie in Bietigheim: Bereits nach neun Sekunden erhielten die Steelers ihr erstes Powerplay, das sie umgehend nutzten. Cole Fonstad traf zur frühen Führung. In der Folge stabilisierten beide Teams ihre Reihen, das Spiel gestaltete sich ausgeglichen. Trotz vereinzelter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb der zweite Spielabschnitt torlos. Im Schlussdrittel kam der ESV Kaufbeuren zurück: Tyson McLellan erzielte in der 44. Minute den Ausgleich. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Erneut in Überzahl brachte Arne Uplegger die Steelers wieder in Führung (51.). Kurz darauf setzte Bietigheim noch einen drauf – Alexander Preibisch erhöhte in Unterzahl auf 3:1. Kaufbeuren kam in der vorletzten Spielminute durch McLellan noch einmal heran, am Ausgang der Partie änderte das jedoch nichts. Der ESVK konnte damit nicht an den Sieg vom Sonntag anknüpfen und musste sich erneut geschlagen geben.

EC Bad Nauheim – Krefeld Pinguine


ECN

3 - 2 SO

(0:0;1:0;1:2/1:0)
Schüsse:
29:52 (4:17,12:13,8:18/4:4)


KEV
EC Bad Nauheim Statistiken Krefeld Pinguine
Tore: 1:0 Philipp Bidoul (28:23/EQ), 2:0 Sebastian Bengtsson (42:43/EQ), 2:1 Adam Payerl (43:56/SH1), 2:2 Mick Köhler (57:19/EQ), 3:2 Parker Bowles (5:00/OT/GWS)
Zuschauer: 2.477 Strafminuten: 10 / 32 Powerplay: 0-3 / 0-2
Schiedsrichter: Daniel Todam, Daniel Kannengießer, Dominic Borger, Tobias Treitl, Dietrich, Annette

Es klingt wie eine absolute Sensation: Tabellenführer Krefeld – seit elf Spielen ungeschlagen – lässt ausgerechnet beim Tabellenzwölften Bad Nauheim Federn. Dabei hatten die Pinguine im ersten Drittel ein deutliches Chancenplus, blieben trotz 17:4-Torschüssen jedoch ohne Torerfolg. Der erste Treffer der Partie fiel erst in der 29. Minute – und ging auf das Konto der Gastgeber. Philipp Bidoul brachte Bad Nauheim in Führung. Auch im Schlussdrittel blieb der ECN effektiv: Sebastian Bengtsson erhöhte früh auf 2:0 (43.). Krefeld meldete sich jedoch zurück. Adam Payerl verkürzte in Unterzahl (44.), bevor Mick Köhler kurz vor dem Ende den Ausgleich erzielte (58.). In der anschließenden Verlängerung neutralisierten sich beide Teams, sodass die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Dort prägten die Torhüter das Geschehen – einzig Parker Bowles behielt die Nerven, überwand Felix Bick und sicherte dem EC Bad Nauheim den Zusatzpunkt.

EV Landshut – Lausitzer Füchse


EVL

2 - 1

(0:1;2:0;0:0)
Schüsse:
34:34 (10:12,14:13,10:9)


LFX
EV Landshut Statistiken Lausitzer Füchse
Tore: 0:1 Georgiy Saakyan (5:03/EQ), 1:1 David Elsner (35:15/PP2), 2:1 Trevor Gooch (36:03/PP1)
Zuschauer: 3.865 Strafminuten: 8 / 12 Powerplay: 2-5 / 0-3
Schiedsrichter: Zsombor Pálkövi, Ruben Kapzan, Norbert van der Heyd, Moritz Bösl, Hommer Jennifer

Das beste Powerplay der Liga machte auch an diesem Spieltag den Unterschied. Dennoch waren es zunächst die Gäste, die in Landshut in Führung gingen: Georgiy Saakyan traf in der sechsten Minute für die Lausitzer Füchse.  Im Mittelabschnitt nutzte der EV Landshut dann seine Überzahlstärke. Nach Strafen gegen Saakyan und Kyle Havlena agierten die Niederbayern zunächst in doppelter Überzahl – und verwerteten diese konsequent. David Elsner erzielte in der 36. Minute den Ausgleich, nur wenig später brachte Trevor Gooch den EVL erstmals in Führung. Im Schlussdrittel boten sich beiden Teams weitere Möglichkeiten, doch die Defensivreihen standen auf beiden Seiten stabil. Weitere Treffer fielen nicht mehr. Der EV Landshut beendete damit seine kurze Negativserie und verschaffte sich etwas Luft im Tabellenbild.

Eispiraten Crimmitschau – EC Kassel Huskies


EPC

2 - 3

(1:0;0:1;1:2)
Schüsse:
24:37 (12:7,5:20,7:10)


ECK
Eispiraten Crimmitschau Statistiken EC Kassel Huskies
Tore: 1:0 Dylan Wruck (14:49/PP1), 1:1 Mitchell Hoelscher (32:39/PP1), 1:2 Hunter Garlent (42:53/EQ), 2:2 Tim McGauley (51:33/PP1), 2:3 Yannik Valenti (52:43/EQ)
Zuschauer: 2.161 Strafminuten: 6 / 12 Powerplay: 2-6 / 1-3
Schiedsrichter: Vladislav Gossmann, Thomas Kalnik, Vincent Brüggemann, Yannick Lindner, Tänzer, Sandra

Die Ausgangslage verlieh der Partie in Crimmitschau zusätzliche Brisanz, da die Kassel Huskies im Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze auf Punkte angewiesen waren. Zunächst gingen jedoch die Gastgeber in Führung: Dylan Wruck nutzte in der 15. Minute ein Powerplay zur 1:0-Führung. Bis zur Mitte des zweiten Drittels blieb es bei diesem Spielstand, ehe Kassel antwortete. Mitchell Hoelscher traf ebenfalls in Überzahl und glich die Partie aus (33.). Im Schlussdrittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hunter Garlent brachte die Huskies kurz nach Wiederbeginn erstmals in Führung (43.). Crimmitschau kam jedoch noch einmal zurück, Tim McGauley erzielte in Überzahl den Ausgleich (52.). Die Entscheidung fiel wenig später: Yannik Valenti traf zum erneuten Führungstreffer für Kassel und stellte damit den Auswärtssieg sicher.

Düsseldorfer EG – Ravensburg Towerstars


DEG

2 - 3

(0:1;0:1;2:1)
Schüsse:
29:34 (7:10,3:15,19:9)


RVT
Düsseldorfer EG Statistiken Ravensburg Towerstars
Tore: 0:1 Robbie Czarnik (18:23/PP1), 0:2 Nickolas Latta (32:47/EQ), 0:3 Erik Jinesjö Karlsson (43:26/EQ), 1:3 Yushiroh Hirano (56:06/EQ), 2:3 Ture Linden (58:29/EQ)
Zuschauer: 6.427 Strafminuten: 8 / 4 Powerplay: 0-2 / 1-4
Schiedsrichter: David Cespiva, Sebastian Lehmann, Frederic Van Himbeeck, Julian Rieneck, Hännig, Andreas

In Düsseldorf entwickelte sich über weite Strecken eine ausgeglichene Partie, der erste Treffer ließ jedoch bis zur 19. Minute auf sich warten. Robbie Czarnik brachte die Ravensburg Towerstars in Überzahl in Führung. Im zweiten Drittel baute Ravensburg den Vorsprung weiter aus: Nickolas Latta erhöhte in der 33. Minute, ehe Erik Jinesjö Karlsson im Schlussabschnitt das 3:0 erzielte (43.). Die Düsseldorfer EG kam in der Schlussphase noch einmal zurück. Yushiroh Hirano verkürzte vier Minuten vor dem Ende auf 1:3, 91 Sekunden vor der Schlusssirene gelang Ture Linden der Anschlusstreffer. Der Ausgleich blieb jedoch aus. Die Towerstars sicherten sich damit wichtige Punkte und liegen nun auf Tabellenrang sechs punktgleich mit Bietigheim und Regensburg (4 und 5).

Blue Devils Weiden – EHC Freiburg


BDW

3 - 4 OT

(1:0;2:2;0:1/0:1)
Schüsse:
34:36 (15:12,11:11,6:12/2:1)


FRB
Blue Devils Weiden Statistiken EHC Freiburg
Tore: 1:0 Paul Vinzens (18:57/EQ), 2:0 Tyler Ward (25:08/EQ), 3:0 Tyler Ward (30:47/EQ), 3:1 Fabian Ilestedt (34:11/EQ), 3:2 Tomas Schwamberger (35:04/EQ), 3:3 Lukas Mühlbauer (46:18/EQ), 3:4 Lukas Mühlbauer (3:14/OT/EQ)
Zuschauer: 2.211 Strafminuten: 6 / 6 Powerplay: 0-2 / 0-2
Schiedsrichter: Bastian Steingross, Achim Moosberger, Marcus Höfer, Soeren Kriebel, Gajewski, Thomas

Im Kellerduell zwischen den Blue Devils Weiden und dem EHC Freiburg dauerte es trotz zahlreicher Chancen bis zur 19. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Paul Vinzens brachte die Gastgeber in Führung. Nach der ersten Pause baute Weiden den Vorsprung aus: Tyler Ward traf doppelt (26., 31.) und stellte zunächst auf 3:0. Freiburg antwortete jedoch noch im zweiten Drittel. Fabian Ilestedt verkürzte in der 35. Minute, Tomas Schwamberger sorgte wenig später dafür, dass es nach 40 Minuten nur noch 3:2 stand. Im Schlussabschnitt übernahmen die Gäste weiter die Initiative, Lukas Mühlbauer erzielte den Ausgleich (47.). Die Entscheidung fiel in der Verlängerung. Nach gut drei Minuten Overtime war es erneut Mühlbauer, der den Siegtreffer erzielte und dem EHC Freiburg den Zusatzpunkt sicherte.

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