Spiel der Woche: Towerstars feiern sechsten Sieg in Folge gegen Bietigheim
Effiziente Ravensburger lassen auswärts nichts anbrennen.
Wenn man einen Lauf hat, kann man selbst ein Duell auf Augenhöhe leicht aussehen lassen. So ungefähr muss es den Ravensburg Towerstars an diesem Freitag im Spiel der Woche gegangen sein.
Obwohl sie zehn Schüsse weniger hatten als die Bietigheim Steelers und zudem nur knapp über 40 Prozent der Anspiele für sich entscheiden konnten, sprach die Anzeigentafel am Ende dieses baden-württembergischen Duells eine deutliche Sprache: Ravensburg 5. Bietigheim 3. Und zum sechsten Mal in Folge hieß der Sieger dieses Duells Ravensburg.
Bietigheim belohnt sich nicht – Ravensburg eiskalt
Die Partie im Ellental begann durchaus schwungvoll vonseiten der Gastgeber. Die Steelers, die verletzungsbedingt unter anderem auf Arne Uplegger, Alexander Preibisch und Mike Fischer verzichten mussten, erarbeiteten sich früh hochkarätige Torchancen. Ein Breakaway durch Jack Dugan scheiterte ebenso am stark aufspielenden Ilya Sharipov im Ravensburger Gehäuse wie kurz darauf eine Eins-gegen-Eins-Situation von Bastian Eckl.
Die Towerstars zeigten sich hingegen von ihrer effizienten Seite: In der 17. Minute nutzte Simon Sezemsky eine der wenigen Ravensburger Möglichkeiten und traf per strammem Schuss ins kurze Eck zur 1:0-Gästeführung.
Vorentscheidung im Mittelabschnitt
Im 2. Drittel präsentierten sich die Oberschwaben hochkonzentriert und nutzten die defensiven Lücken der Hausherren eiskalt aus. Erst bediente Anselm Gerg den freistehenden Matej Mrazek zum 2:0 (25.). Dann erzielte David Cerny nach knapp 31 Minuten den Anschlusstreffer für die Gastgeber.
Ravensburg antwortete jedoch postwendend: Nur 46 Sekunden später schloss Matt Fonteyne einen Konter zum 3:1 ab.
Ein folgenschwerer Rückschlag für die Steelers war zudem die Verletzung von Max Ziergebel bei der Entstehung des Gegentreffers. Kurz vor Drittelende setzte Ravensburgs Goldhelm Mark Rassell im Powerplay noch einen drauf und erhöhte mit einem präzisen Schuss aus halblinker Position auf 4:1.
Aufholjagd der Steelers kommt zu spät
Zu Beginn des Schlussdrittels wechselte Bietigheim den Torhüter und brachte Felix Noack für Keanu Salmik. Obwohl Bietigheim eine große Fünf-Minuten-Strafe gegen Marek Racuk schadlos überstand, erhöhte Louis Latta in der 52. Minute auf 5:1 für die Towerstars.
In den Schlussminuten konnten die Gastgeber, die bis dato wenig effizient spielten, endlich jubeln: Cole Fonstad verkürzte umgehend auf 2:5 und traf kurz vor Spielende in Überzahl noch zum 3:5. Selbst ohne Goalie und mit einem sechsten Feldspieler gelang es den Bietigheimern jedoch nicht mehr, das Spiel zu drehen.
Am Ende mussten sich die Steelers über die mangelnde Chancenverwertung ärgern. Ravensburg hingegen zeigte einmal mehr, wie gern sie gegen ihren Rivalen aus Baden-Württemberg spielen.