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Hagen Kaisler wird ein Eispirat

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Foto: Eispiraten Crimmitschau und Tölzer Löwen | 07.08.2019

Florian Strobl verlässt die Tölzer Löwen

Die Eispiraten Crimmitschau haben sich die Dienste eines weiteren Verteidigers gesichert. Hagen Kaisler wechselt vom EHC Red Bull München an die Waldstraße. Der 23-jährige Abwehrmann, der bereits auf 37 DEL-Partien zurückblicken kann, ist der vierte Neuzugang im Team von Cheftrainer Danny Naud. Der eigentlich bestehende Vertrag zwischen München und Kaisler wurde zuvor in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Bei den Eispiraten erhält der ehemalige U-Nationalspieler die Trikotnummer 33.

„Hagen ist sehr robust und zweikampfstark. Er kann einen guten ersten Pass spielen und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. Hagen ist ein Spieler, der immer für den Erfolg des Teams kämpft“, sagt Naud, Trainer der Eispiraten Crimmitschau. Auch der Neuzugang freut sich auf seine bevorstehende Zeit bei den Westsachsen: „Ich habe sowohl über den Club als auch über die Fans nur Gutes gehört. Ich freue mich auf die neue Saison in Crimmitschau und werde alles dafür tun, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein“.

Kaisler wurde am 25. Februar 1996 in Düsseldorf geboren und durchlief zunächst alle Juniorenteams der DEG, für welche der 1,84 Meter große und 89 Kilogramm schwere Verteidiger in der Saison 2014/15 dann auch seine ersten Spiele im deutschen Oberhaus absolvierte. Nach zahlreichen Oberligaspielen für die Moskitos Essen und 46 DEL2-Spielen für den EC Bad Nauheim, heuerte der ehemalige U-Nationalspieler zunächst beim EC Salzburg II in der Alps Hockey League an, wechselte 2018 dann aber zum EHC Red Bull München, mit denen er auf Anhieb deutscher Meister wurde. Nachdem der talentierte Stay-at-home-Verteidiger in der vergangenen Saison ausschließlich für den SC Riessersee in der Oberliga Süd zum Einsatz kam, entschied sich Kaisler nun für eine neue Herausforderung bei den Eispiraten in der DEL2.

Florian Strobl verlässt die Tölzer Löwen

Florian Strobl wird in der kommenden Saison nicht mehr für die Tölzer Löwen auflaufen. Nach 543 Spielen ist Schluss für den 29-jährigen Stürmer – zumindest in der DEL2. Nun möchte der Stürmer in der Bayernliga weiterspielen.

Es war eine Entscheidung, die beiden Seiten nicht leicht fiel. Doch Strobl bestätigte, dass der Wechsel aus familiären und beruflichen Gründen nun zum richtigen Zeitpunkt käme. Laut Geschäftsführer Donbeck sei die Entscheidung sehr schade, „aber wir müssen sie akzeptieren.“ „Wir alle wissen, was Florian für die Tölzer Löwen geleistet hat. Deshalb schmerzt es auch doppelt so hart“, so Donbeck weiter. „Es ist eine ähnliche Situation, wie bei Franck Ribery und dem FC Bayern“.

Florian Strobl ist seit 2007 in der Herrenmannschaft der Löwen unterwegs. Unvergessen bleibt sein Tor zur Oberligameisterschaft 2012. Aufgrund der makellosen Vereinstreue und des starken Einsatzes auf dem Eis, wird der Abschied Strobls auch nicht mit dieser Pressemitteilung erledigt sein. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für ein mögliches Abschiedsspiel während der Deutschland-Cup-Pause im November. Auch bei der Saisoneröffnung-Feier am Sonntag wird Strobl sich von den Löwenfans verabschieden.

„Nicht nur in diesem Sommer, sondern auch in den letzten beiden Jahren waren die Verhandlungen mit Florian – auch aufgrund seines Jobs – nicht einfach“, erklärt Donbeck. „Die potenzielle Freistellung und die Forderungen für nur acht Monate als Vollprofi angestellt zu werden spielten eine wichtige Rolle“, so der Geschäftsführer weiter. Die Situation wurde auch im Beirat der TEG ausführlich diskutiert. Donbeck weiter: „Wir haben in den letzten Monaten Gespräche mit Florian geführt. Um im wirtschaftlichen Rahmen zu bleiben, brauchen wir bei der Kaderzusammenstellung nun mal große Geduld“.

Die Tölzer Löwen sind Florian Strobl für seinen bedingungslosen Einsatz über die letzten Jahre hinweg enorm dankbar und wünschen ihm und seiner jungen Familie nur das Beste für die Zukunft!