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Text: DEL2

Auch Kassel setzt sich ab – Bietigheim gewinnt Spitzenspiel

Auch Kassel setzt sich ab – Bietigheim gewinnt Spitzenspiel
DEL2

11.01.15 Spielbericht DresdenKaufbeuren RobinTrettinAufsteiger Huskies siegt 7:3 gegen Heilbronn und hat nun neun Punkte Vorsprung auf den Dritten / Bietigheims Mini-Aufgebot 4:3 in Frankfurt / Dresden 9:0 gegen Kaufbeuren

Nun hat sich auch Aufsteiger Kassel Huskies vorerst abgesetzt. Das Überraschungsteam von Trainer Rico Rossi festigte mit dem 7:3 gegen die Heilbronner Falken den zweiten Rang und hat auf den Dritten Löwen Frankfurt nun schon neun Zähler Vorsprung. Denn Frankfurt unterlag im Topspiel am Sonntag dem personell erneut arg dezimierten Spitzenreiter Bietigheim Steelers mit 3:4. Für eine Überraschung sorgten die bislang auswärtsschwachen Ravensburg Towerstars mit dem 2:1 bei den Starbulls Rosenheim. Dadurch schob sich die Mannschaft von Trainer Daniel Naud auf Rang vier vor die Lausitzer Füchse, die 1:5 in Bad Nauheim verloren. Der EV Landshut gewann das bayrische Derby gegen den SC Riessersee 4:3. Und die Dresdner Eislöwen feierten mit dem 9:0 gegen Schlusslicht ESV Kaufbeuren (Foto: Robin Trettin) den höchsten Sieg des Tages. Der Marathon in der DEL2 mit 74 Spielen in 24 Tagen fand am Sonntag sein Ende.


EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)

Dem EC Bad Nauheim hat der Comeback-Erfolg beim SC Riessersee offenbar neues Leben eingehaucht. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala ließ am Sonntag den ersten Sieg gegen die Lausitzer Füchse in dieser Saison folgen und bleibt mit nun mehr 53 Punkten an den Playoff-Plätzen dran. Drew Paris und Maximilian Spöttel fehlten bei den Roten Teufeln weiter. Doch die Gastgeber hatten weitaus mehr personelle Möglichkeiten als die Füchse. Trainer Dirk Rohrbach hatte nur 15 Feldspieler mit nach Hessen nehmen können. Unter anderem standen neben Lukas Pozivil und Stefan Reiter auch Goalie Jonathan Boutin (Blockade im Nackenbereich) und Maxime Legault (Sperre) nicht zur Verfügung. Nach knapp 13 Minuten war dann auch noch das Spiel für Sean Fischer beendet, der wegen eines Checks gegen Kopf- und Nacken eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Für die Füchse war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen.
Tore: 1:0 Dusan Frosch (1:08), 2:0 Vitalij Aab (9:40), 3:0 Max Campbell (14:23/PP2), 3:1 Jonas Gerstung (26:51/PP1), 4:1 Daniel Oppolzer (32:19/SH1), 5:1 Vitalij Aab (59:41/PP1)
Zuschauer: 2.982

Starbulls Rosenheim – Ravensburg Towerstars 1:2 (1:2, 0:0, 0:0)

Fabio Carciola hat den Ravensburg Towerstars ein seltenes Erlebnis beschert. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud feierte dank der beiden ersten Tore des Neuzugangs den fünften Auswärtssieg der Saison und wichtige drei Punkte im Kampf um die direkte Qualifikation für die Playoffs beschert. Die Towerstars verbesserten sich dadurch auf den vierten Tabellenplatz. Ein starker Rückhalt war Goalie Matthias Nemec. Für die Starbulls endete die Erfolgsserie nach zuvor fünf Siegen in Folge.
Tore: 0:1 Fabio Carciola (4:03/PP1), 1:1 Mario Valery-Trabucco (7:37/PP1), 1:2 Fabio Carciola (18:12)
Zuschauer: 2.081

Kassel Huskies – Heilbronner Falken 7:3 (1:2, 3:0, 3:1)

Das erste Drittel war harte Arbeit für die Huskies. Da zeigte der Tabellenvorletzte aus Heilbronn wie schon in den letzten Spielen, dass sich einiges getan hat und die Entwicklung im Hinblick auf die zu erwartenden Playdowns in die gewünschte Richtung geht. Aber mit einem starken zweiten Drittel legten die von Rico Rossi trainierten Gastgeber den Grundstein zum vierten Sieg in den vergangenen fünf Spielen. Der Aufsteiger erreichte die 70-Punkte-Marke und festigte den zweiten Rang weiter. Im Schlussabschnitt gab es viel Arbeit für den Schiedsrichter und die Linienrichter.
Tore: 0:1 Riley Armstrong (3:20/PP1), 1:1 Matthias Bergmann (15:38), 1:2 Marcel Kurth (18:59/PP1), 2:2 Manuel Klinge (23:13/PP2), 3:2 Manuel Klinge (24:16/PP1), 4:2 Peter Flache (29:56), 5:2 Peter Flache (41:15), 6:2 Austin Wycisk (50:15), 6:3 Grant Toulmin (51:16/PP1), 7:3 Jens Meilleur (55:38/PP1)
Zuschauer: 3.185

Dresdner Eislöwen – ESV Kaufbeuren 9:0 (2:0, 5:0, 2:0)

Die Eislöwen haben sich den Frust von der Seele geschossen und wieder einmal wichtige Punkte für die Playoffs gesammelt. Nach zuvor nur zwei Siegen in acht Spielen rutschte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch in der Tabelle ordentlich ab. Der Abgang von Kris Sparre und der eine oder andere Ausfall trugen dazu bei. Der für Sparre aus Ravensburg gekommene Shawn Weller erzielte seine ersten Tore für die Eislöwen. Einen noch besseren Tag erwischte Arturs Kruminsch. Allerdings konnte der Tabellenletzte am Sonntag auch kaum Paroli bieten, weil Trainer Kari Rauhanen lediglich ein Miniaufgebot von 13 Feldspielern zur Verfügung hatte. Es fehlten Stefan Vajs, Martin Heider, Gregor Stein, Michi Fröhlich, Tim Richter und Max Schmidle. Manuel Wiederer und Stefan Loibl spielten in der DEL für die Straubing Tigers. Tryout-Goalie Aleksis Ahlqvist flogen die Scheiben wie schon beim 1:10 am Freitag gegen Frankfurt nur so um die Ohren. Ihm wurde das Schlussdrittel erspart, Maximilian Sigl verhinderte die nächste zweitstellige Niederlage. Für Kaufbeuren war es die elfte Niederlage in Folge.
Tore: 1:0 Carsten Gosdeck (7:19), 2:0 Arturs Kruminsch (10:59), 3:0 Arturs Kruminsch (21:46), 4:0 Lukas Slavetinsky (31:50), 5:0 Shawn Weller (34:06), 6:0 Shawn Weller (36:35), 7:0 Arturs Kruminsch (39:38/PP1), 8:0 Carsten Gosdeck (49:05/EA), 9:0 Hugo Boisvert (52:15/PP1)
Zuschauer: 2.241

EV Landshut – SC Riessersee 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)

Bill Trew hat dem EV Landshut mit seinem Doppelpack den zweiten Sieg in Folge beschert. Mit einer weiteren erfolgreichen Aufholjagd nach dem 2:1 in Heilbronn zog die Mannschaft von Trainer Ewald Steiger nach Punkten mit dem bayrischen Rivalen aus Garmisch gleich. Noch viel sehnlicher als der EVL hat Riessersees Trainer Toni Krinner das Ende des Marathons rund um Weihnachten und Neujahr herbeigesehnt. Seit Wochen schlagen sich die Garmischer mit Ausfällen herum. Drei Niederlagen gab es nun in Folge, was sicherlich hauptsächlich dem Kräfteverschleiß geschuldet war. Am Sonntag hatte Krinner wieder nur 15 Feldspieler zur Verfügung – und mit denen machten die Gäste den Landshutern gehörig das Leben schwer. Wie schon gegen Bad Nauheim konnte Riessersee einen 3:1-Vorsprung nicht ins Ziel bringen.
Tore: 1:0 Maximilian Forster (1:19), 1:1 Lubor Dibelka (2:21), 1:2 Simon Mayr (24:19), 1:3 Michael Kolarz (29:15/PP2), 2:3 Michael Endras (39:45), 3:3 Bill Trew (44:35), 4:3 Bill Trew (47:45)
Zuschauer: 3.097

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 3:4 (0:1, 1:3, 2:0)

Es war das Spiel der besten Angriffsreihen der Liga. Aber die Offensive der Steelers war im Spitzenduell beim Dritten wieder ein wenig effektiver. Der Tabellenführer zeigte sich in den ersten 40 Minuten gut erholt vom 3:5 gegen Rosenheim am Freitag. Dem Rumpf-Aufgebot von Trainer Kevin Gaudet mit nur 14 Feldspielern ging aber im Schlussabschnitt ein wenig die Luft aus. Frankfurts Trainer Tim Kehler musste auf der anderen Seite unter anderem erneut auf Ken Magowan verzichten. Der Aufsteiger erlitt die dritte knappe Niederlage gegen Bietigheim. Nach dem 10:1 in Kaufbeuren lief es bei den Gastgebern erst im Schlussabschnitt etwas besser. Seit der Serie mit sieben Siegen in Folge verlor Frankfurt drei von vier Spielen. 
Tore: 0:1 Jason Pinizzotto (15:28/PP1), 0:2 Mark Heatley (22:11), 1:2 Nick Mazzolini (31:52), 1:3 Archie Skalbeck (33:31), 1:4 Matt McKnight (39:04), 2:4 Clarke Breitkreuz (44:00/PP1), 3:4 Clarke Breitkreuz (45:15)
Zuschauer: 4.057

Der 37. Spieltag (Sonntag, 11. Januar 2015)

EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)
Starbulls Rosenheim – Ravensburg Towerstars 1:2 (1:2, 0:0, 0:0)
Kassel Huskies – Heilbronner Falken 7:3 (1:2, 3:0, 3:1)
Dresdner Eislöwen – ESV Kaufbeuren 9:0 (2:0, 5:0, 2:0)
EV Landshut – SC Riessersee 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)
Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 3:4 (0:1, 1:3, 2:0)
Fischtown Pinguins – Eispiraten Crimmitschau (21. Januar 2015/20.00)

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