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Auf der Erfolgswelle: Pinguins wollen Heimfluch gegen Steelers bannen

Auf der Erfolgswelle: Pinguins wollen Heimfluch gegen Steelers bannen
DEL2
Seestädter als einziges Team in der Zwischenrunde noch ohne Niederlage / Riessersee greift nach Rang vier / Bayern-Derby zwischen Rosenheim und Landshut / Kaufbeuren will auch Falken überflügeln

Fluch oder Segen: Nach drei Zwischenrunden-Siegen hat sich bei Tabellenführer Fischtown Pinguins mit Meister Bietigheim ein Team angesagt, gegen das die Seestädter in dieser Saison daheim noch nicht gewinnen konnten. Gleiches gilt übrigens umkehrt und so stellt sich die spannende Frage: Hat der Heimfluch, der auf dieser Partie lastet, heute ein Ende? Derweil benötigt Rosenheim im Bayern-Derby gegen Landshut drei Zähler, um den Abstand auf Bremerhaven nicht weiter anwachsen zu lassen. Von einem Sieg der Oberbayern würde übrigens der SC Riessersee profitieren – vorausgesetzt, die Werdenfelser setzen sich gegen Weißwasser durch (Foto: Sven Wanke) – und den EVL auf Rang vier ablösen. Während es Kaufbeuren in der Hand hat, durch einen Erfolg bei den Falken auf Rang zehn abzulösen, wollen die Towerstars gegen die Eislöwen endlich mal wieder ihre Heimstärke ausspielen. Den 4. Zwischenrundenspieltag komplett macht das Duell von Neuling Bad Nauheim gegen Schlusslicht Crimmitschau.


SC Riessersee - Lausitzer Füchse (17.00 Uhr)

Die Playoffs sind dem SCR nicht mehr zu nehmen – den Füchsen dagegen schon. Entsprechend gibt sich SCR-Coach Toni Krinner vor der Partie vorsichtig. „Weißwasser ist nicht zu unterschätzen und hat gerade im Sturm eine hohe Qualität. Wir müssen diszipliniert sein und unsere Stärken ausspielen. Der Sieg vom Freitag in Landshut hat erst dann einen hohen Stellenwert, wenn wir auch im eigenen Stadion die Punkte behalten“, sagt Krinner, dessen Team nur einen Zähler hinter dem EVL vom wichtigen vierten Platz trennt. Doch auch die Gäste, aktuell noch sicherer Achter, haben nach dem 5:2 zuletzt gegen Heilbronn ein Sechs-Punkte-Wochenende im Visier. Ein schwieriges Unterfangen, denn gegen die Werdenfelser gingen beide Partien unter der Zugspitze verloren. Und so hofft Füchse-Coach Dirk Rohrbach: „Wenn wir so diszipliniert und mit Einsatz spielen wie gegen Heilbronn, haben wir auch beim SCR eine Chance.“ Dabei muss Rohrbach allerdings auf Verteidiger Jörg Wartenberg verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat und vier Wochen fehlen dürfte. Dafür hat sich die Lage in der Offensive etwas verbessert. Markus Lehnigk, der wochenlang wegen Oberschenkelproblemen ausfiel, gab am Freitag sein Comeback. Allerdings reichte es nur für ein paar kurze Wechsel.

Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Füchse – Riessersee 4:1
20.10.: Riessersee – Füchse 4:1
01.12.: Füchse – Riessersee 1:0
12.01.: Riessersee – Füchse 4:1

Starbulls Rosenheim - EVL Landshut (18.00)

Verkehrte Welt in Bayern: Die in der Tabelle höher eingestuften Teams aus Rosenheim und Landshut mussten zuletzt gegen ihre landesinterne Konkurrenz aus Kaufbeuren und Riessersee ran – und verloren. Während die Starbulls in der Fremde den Faden verloren, ereilte die Dreihelmenstädter daheim ein 3:4. Besonders ärgerlich für die Starbulls: Gleich drei „Shorthander“ mussten die Mannen von Franz Steer schlucken, was ihrem Chef-Anweiser an der Bande die Zornesröte ins Gesicht trieb. „Das darf jetzt aber keine Rolle mehr spielen“, sagt Steer, dessen Team in der Saisonwertung klar die Nase vorn hat. Besonders das 7:2 zuletzt sorgte bei den Oberbayern für Selbstvertrauen. Ein Sieg ist für die Starbulls Pflicht zudem deshalb Pflicht, weil man Tabellenführer Bremerhaven nicht weiter enteilen lassen will. Während Steer fast in Bestbesetzung antreten kann, plagen den EVL weiterhin Aufstellungssorgen. Dennoch: Eine weitere Schwäche sollten sich die Landshuter nicht leisten. Schließlich lauert Riessersee, um den Niederbayern den schon sicher geglaubten Top-4-Platz noch zu entreißen.

Die bisherigen Ergebnisse:
29.09.: Landshut – Starbulls 4:2
25.10.: Starbulls – Landshut 4:3
08.12.: Landshut – Starbulls 2:4
05.01.: Starbulls – Landshut 7:2

Fischtown Pinguins - Bietigheim Steelers (18.00)

Spitzenspiel am Wilhelm-Kaisen-Platz und dicke Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Mike Stewart: Nachdem sich das Verletztenlager am Freitag noch einmal vergrößert hat, bangt der Ober-Pinguin  gegen den Meister nicht nur um den Einsatz von Jan Kopecky, Stanislav Fatyka und Patrik Beck, sondern muss auch noch auf Sergej Stas verzichten, für den am Montag wichtige Prüfungen in seinem Studium anstehen. Doch das ficht Stewart nicht an: „Wir haben am Freitag erneut bewiesen auf welchem Level wir spielen können und werden gegen die Steelers alles in die Waagschale werfen. Ich vertraue auf meine Mannschaft – egal in welcher Formation wir auch spielen!“ Für Selbstvertrauen sorgte bei den Steelers das 6:2 zuletzt im BW-Derby gegen Ravensburg. In der Seestadt kann Kevin Gaudet nicht auf die Verletzten Joey Vollmer, Robin Just, Chris St. Jacques zurückgreifen, während David Wrigley bei seinem Comeback am Freitag eine starke Leistung bot und auch gegen die Pinguins wieder einer der Hoffnungsträger ist. Paradoxon am Rande: In allen vier bisherigen Partien setzten sich die Gäste durch. Vielleicht kann der Spitzenreiter, der zuletzt die Siegesserie der Eispiraten stoppte, ja auch den Heimfluch gegen die Steelers bannen. Zuletzt siegten die Fischtowner übrigens am letzten Hauptrunden-Spieltag in Bietigheim.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Pinguins – Steelers 2:4
24.11.: Steelers – Pinguins 2:3 (SO)
20.12.: Pinguins – Steelers 5:6 (OT)
02.02.: Steelers – Pinguins 2:3

Heilbronner Falken - ESV Kaufbeuren (18.00)

Rechtzeitig zum Saisonende scheinen sich die Joker zu berappeln. Nicht nur, dass die Rote Laterne nach dem siebten Heim-Erfolg in Serie zuletzt an Crimmitschau weiter gereicht werden konnte, in der Käthchenstadt eröffnet sich den Schützlingen von Trainer Uli Egen die gute Gelegenheit, auch die Falken in der Tabelle zu überflügeln und auf Rang zehn zu landen. Dies, zumal es für das Team aus dem Allgäu gegen die Schützlinge von Trainer Igor Pavlov zuletzt immer durchaus passabel lief. Zwei der vier Saisonvergleiche schnappte sich der ESVK und bilanziert dabei mit 11:9 sogar das leicht bessere Torverhältnis. Die Personalsituation dürfte den Gästen Mut machen. Denn aktuell muss Uli Egen nur auf Stefan Vajs verzichten, der aber ab der kommenden Woche wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen kann.

Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Falken – Kaufbeuren 2:5
31.10.: Kaufbeuren – Falken 1:2
22.12.: Falken – Kaufbeuren 2:1
17.01.: Kaufbeuren – Falken 4:3

Ravensburg Towerstars - Dresdner Eislöwen (18.30)

Nach einer neuerlichen Auswärtspleite – und das zu allem Überfluss bei einem direkten Kontrahenten um das Playoff-Heimrecht – sind die Towerstars wieder in eigener Halle gefordert. Da kommt mit den Eislöwen ausgerechnet ein erklärter „Lieblingsgegner“ ins Oberschwäbische: Gegen die Eislöwen gaben sich die Towerstars in dieser Saison noch keine Blöße und siegten in allen vier Vergleichen. Mit einiger Spannung erwarten die Towerstars zudem das Wiedersehen mit Lukas Slavetinsky, der vor knapp vier Wochen von Trainer Petri Kujala aus dem Kader gestrichen wurde und jetzt für Dresden verteidigt. Fehlen wird bei den Puzzlestädtern Andreas Gawlik aufgrund einer im Training erlittenen leichten Gehirnerschütterung. Bei den Sachsen kann neben den Langzeitverletzten Thomas Supis, Marius Garten und Felix Thomas erneut Feodor Boiarchinov mit Adduktorenproblemen nicht zum Einsatz kommen. Obwohl die Eislöwen in dieser Saison mit den Towerstars eher nicht so gut zurecht gekommen sind, nimmt Trainer Thomas Popiesch das Wort „Angstgegner“ nicht in den Mund: „Wir haben über weite Strecken immer gutes Eishockey geboten und sind froh, dass wir die Playoff-Teilnahme vorzeitig sichern konnten. Jetzt ist es wichtig, dass wir weiter an uns arbeiten und uns nicht ausruhen.“

Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Eislöwen – Towerstars 3:4 (S0)
25.10.: Towerstars – Eislöwen 4:3
20.12.: Eislöwen – Towerstars 1:2
03.01.: Towerstars – Eislöwen 5:1

EC Bad Nauheim - Eispiraten Crimmitschau (18.30)

Herber Rückschlag für die Eispiraten: Nachdem die Westsachsen am Freitag im siebten Heimspiel in Folge die erste Niederlage einstecken mussten, rutschten sie zu allem Überfluss in der Tabelle auf den Schlussplatz ab. Ebenfalls unrund läuft es derzeit in der Kurstadt: Alle drei Zwischenrunden-Duelle gingen bislang verloren und so finden sich die Roten Teufel auf Rang neun mit – theoretisch noch aufholbaren – neun Zählern Rückstand wider. Will man noch eine Playoff-Chance haben, muss gegen die Eispiraten ein Dreier her. „Erst wenn rechnerisch nichts mehr möglich ist, haken wir dieses  Thema ab", sagt EC-Coach Daniel Heinrizi, dessen Team dafür aber einen satten Schlussspurt benötigt. Dabei stehen auch für die Gäste die Vorzeichen gar nicht so schlecht: Immerhin konnten die Crimmitschauer in der Kurstadt einer ihrer drei Auswärtssiege feiern und waren gegen das Team aus der Wetterau drei Mal insgesamt in dieser Saison siegreich. Das soll nun unbedingt wiederholt werden. Gelingt umgekehrt den Männern von Trainer Daniel Heinrizi der 14. Heim-Sieg, wären das in jedem Fall wichtige Punkte im Kampf um das Heimrecht in der Playdown-Runde.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Bad Nauheim – Eispiraten 0:3
05.11.: Eispiraten – Bad Nauheim 5:1
20.12.: Eispiraten – Bad Nauheim 5:4 (OT)
17.01.: Bad Nauheim – Eispiraten 4:2

Der 4. DEL2-Zwischenrundenspieltag im Überblick:

SC Riessersee - Lausitzer Füchse (17.00 Uhr)
Starbulls Rosenheim - EVL Landshut (18.00)
Fischtown Pinguins - Bietigheim Steelers (18.00)
Heilbronner Falken - ESV Kaufbeuren (18.00)
Ravensburg Towerstars - Dresdner Eislöwen (18.30)
EC Bad Nauheim - Eispiraten Crimmitschau (18.30)

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