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Bayerns Traditionsclubs jagen Bietigheim

Bayerns Traditionsclubs jagen Bietigheim
DEL2

05.10.14 LigaLage SparreDresdenStarbulls ringen Steelers im Shootout nieder / Riessersee Zweiter / Aufsteiger Kassel überrascht / Meistercoach Stewart verärgert / Dresden mit großem Comeback

Nicht einmal ein Viertel einer langen Saison in der DEL2 ist gespielt. Dennoch zeichnet sich nach acht von 52 Spieltagen in der Hauptrunde die eine oder andere Tendenz ab. Die wichtigste und einfachste Message: Alles ist möglich. Meister Fischtown Pinguins lieferte am vierten Spiel-Wochenende dafür den besten Beweis mit Niederlagen gegen Außenseiter. Dem 2:4 bei den Eispiraten Crimmitschau ließ die Mannschaft von Trainer Mike Stewart am Samstag eine kaum für möglich gehaltene 3:5-Heimniederlage gegen die Heilbronner Falken folgen. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wenn man nicht bereit ist, auch den letzten Zentimeter zu gehen, erlebt man böse Überraschungen. Wir werden aus diesen beiden Niederlagen unsere Lehren ziehen", sagte ein verärgerter Stewart.


Fischtown purzelte dadurch von Rang zwei auf fünf. Den Takt geben weiterhin die Bietigheim Steelers an, die aus den Spitzenspielen gegen den SC Riessersee  (4:2) und bei den Starbulls Rosenheim (3:4/SO) vier Punkte holten. Dennoch sind die Altmeister aus Bayern die ersten Verfolger des Vizemeisters. Vier Zähler zurück liegt das Duo auf Rang zwei und drei. Rosenheims Trainer Franz Steer zeigte sich nach dem Shootout-Sieg gegen den Dauerrivalen Steelers am Samstag sehr zufrieden. „Unterzahl haben wir gegen Bietigheim, das mit das beste Powerplay in der Liga hat, sehr gut gespielt. Unsere Überzahl ist natürlich nicht so gut, da haben wir viel Luft nach oben. Aber wenn das noch hinhaut, kann ich zufrieden sein, wenn man bedenkt, wo wir jetzt bereits stehen“, sagte Steer.

Wermutstropfen war der Ausfall von Goalie Patrick Ehelechner, der sich verletzte und vorzeitig das Eis verlassen musste. Über Art und Schwere der Verletzung soll die medizinische Untersuchung Aufschluss geben. Der Zugang aus Augsburg wurde aber durch Timo Herden sehr gut vertreten. Das bewies einmal mehr, dass Tiefe im Kader der Starbulls steckt. Somit dürfte das Steer-Team, das von den Steelers im Frühjahr im Playoff-Halbfinale ausgeschaltet wurde, auf Sicht oben mitspielen. Das deutet sich auch beim SCR an. Die Mannschaft von Toni Krinner liegt auf Rang zwei – und ist Gastgeber am kommenden Freitag im bayrischen Spitzenduell gegen  Rosenheim.

Großartig in der Liga angekommen ist Aufsteiger Kassel Huskies, der am Wochenende die Schotten dicht machte. Zwei Shutouts in Heilbronn (5:0) und gegen Kaufbeuren (4:0) bescherten der Mannschaft von Trainer Rico Rossi den vierten Tabellenplatz. 32 Tore in acht Spielen sind der zweitbeste Wert in der Liga, mit 20 Gegentoren liegt die Defensive der Nordhessen nur hinter Riessersee (15) und Rosenheim (18). Bei den Personalentscheidungen zeichnet sich ab, dass man nicht die schlechtesten Entscheidungen getroffen hat. So steht Mike Collins mit zwölf Punkten auf Rang vier der Scorerliste.

Am kommenden Wochenende ist das hessische Derby zwischen den Aufsteigern Kassel und den Löwen Frankfurt eines der Highlights des 10. Spieltages. Die Frankfurter können sich zwar auch nicht über ihre Offensive beschweren (32 Tore), haben aber ein Defensivproblem. 36 Gegentore sind derzeit der schlechteste Wert in der DEL2. „Wir sind wieder in alte Muster zurückgefallen und dürfen eine 2:0-Fürhung nicht so leicht aus der Hand geben. Es gibt weiter viel Arbeit für mich in den kommenden Wochen. So können wir uns nicht präsentieren", sagte ein leicht verstimmter Trainer Tim Kehler zum 4:6 gegen die bis dahin auswärts noch sieglosen Eislöwen Dresden (Foto - Kris Sparre). „Es war unser Ziel, eng zu stehen und gezielt Konter zu setzen. Das haben wir über weite Strecken gut gemacht und deshalb auch verdient gewonnen“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. Damit haben auch die Eislöwen gezeigt, dass in dieser spannenden DEL2 eben alles möglich ist.

Der 9. DEL2-Spieltag (10. Oktober 2014) im Überblick:

Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen (19.30 Uhr)
EV Landshut - Kassel Huskies (19.30)
Bietigheim Steelers – EC Bad Nauheim (19.30)
Fischtown Pinguins – Löwen Frankfurt (20.00)
Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren (20.00)
SC Riessersee – Starbulls Rosenheim (20.00)
Heilbronner Falken – Eispiraten Crimmitschau (20.00)

Der 10. DEL2-Spieltag (12. Oktober 2014) im Überblick:

Dresdner Eislöwen – SC Riessersee (16.00 Uhr)
Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – Ravensburg Towerstars (17.00)
Fischtown Pinguins – Bietigheim Steelers (17.00)
EC Bad Nauheim – EV Landshut (18.30)
ESV Kaufbeuren - Heilbronner Falken (18.30)
Kassel Huskies – Löwen Frankfurt (18.30)

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