Bietigheim, Bremerhaven und Frankfurt können Freitag alles klar machen
Steelers feiern mit 5:0 gegen Dresden dritten Sieg / Frankfurt 4:1 gegen Ravensburg / Bremerhaven wieder 3:2 nach Verlängerung
Die Bietigheim Steelers, Löwen Frankfurt und Fischtown Pinguins marschieren unaufhaltsam in Richtung Playoff-Halbfinale. Der Hauptrundenmeister gewann nach den beiden 2:1-Overtime-Siegen am Dienstagabend deutlich mit 5:0 gegen die Dresdner Eislöwen und kann bereits am Freitag den Einzug in das Playoff-Halbfinale perfekt machen. Auch die Löwen Frankfurt stehen nach dem 4:1 gegen die Ravensburg Towerstars und dem dritten Sieg vor einem Sweep. Und die Meister aus Bremerhaven avancieren zu den Overtime-Königen. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart gewann auch Spiel 3 gegen die Starbulls Rosenheim mit 3:2 nach Verlängerung. Zurück in der Serie ist Aufsteiger Kassel Huskies, der mit dem 6:3 gegen den EV Landshut in der Viertelfinal-Serie auf 1:2 verkürzte. Am Dienstag wurde zudem eine Schallmauer durchbrochen. Erstmals in Hauptrunde und Playoffs wurde die Millionenmarke bei den Zuschauerzahlen überschritten.
Löwen Frankfurt - Ravensburg Towerstars 4:1 (0:1, 2:0, 2:0) - Serie: 3:0
Das Selbstbewusstsein der Löwen Frankfurt war auch in Spiel 3 der Serie gegen Ravensburg unerschütterlich. Erneut sah sich die Mannschaft von Tim Kehler einem Rückstand im eigenen Haus gegenüber. Erneut kamen die Gastgeber zurück und übernahmen mit zunehmender Spieldauer das Kommando. Der vom Kooperationspartner Nürnberg erneut abgestellte David Elsner leitete mit dem Ausgleich die Wende ein. Alles spricht nach dem dritten Sieg für die Hessen im Kampf um den Einzug in das Playoff-Halbfinale. Nicht nur wegen der Ergebnisse, sondern auch wegen der Art und Weise. Die Cracks der Towerstars mussten sich von Trainer Daniel Naud nach dem 2:7 am Sonntag Kritik gefallen lassen. Man habe nicht gemerkt, dass man in den Playoffs spiele. Am Dienstag war zumindest das erste Drittel ein Lichtblick.
Tore: 0:1 Fabio Carciola (2:41), 1:1 David Elsner (28:41), 2:1 Nick Mazzolini (34:26), 3:1 Dennis Reimer (51:16/PP1), 4:1 Nick Mazzolini (59:10/EN)
Zuschauer: 4.173
Kassel Huskies - EV Landshut 6:3 (1:1, 2:2, 3:0) - Serie: 1:2
Die Kassel Huskies brauchten am Dienstagabend Nerven aus Stahl. Die ersten beiden Drittel waren für die Mannschaft von Trainer Rico Rossi im Ringen um den Anschluss in der Serie fast zum Verzweifeln. Wenn die Nordhessen in Führung gingen, hatten die durch die beiden Auftaktsiege vor Selbstbewusstsein strotzenden Landshuter prompt die Antwort parat. Dann ging die Mannschaft von Trainer Toni Krinner auch durch John Rogl in Führung. Der Ausgleich von Carter Proft 64 Sekunden vor der Sirene zur zweiten Pause war aus psychologischer Sicht Gold wert. Denn im Schlussabschnitt explodierte der Vorrunden-Dritte förmlich. Drei Tore innerhalb von vier Minuten sorgten für eine Vorentscheidung und den ersten Sieg in der Viertelfinal-Serie. Bemerkenswert der Auftritt von Sven Valenti. Der Stürmer erzielte zwei Tore und war an einem beteiligt. Valenti hatte bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Spiel 1 der von Patrick Jarrett abgefeuerten Scheibe ungewollte die entscheidende Richtung zum Siegtor der Landshuter gegeben. Für den EVL war es der erste Rückschlag in einer Serie, die bis Dienstag wunschgemäß verlief.
Tore: 1:0 Mike Collins (3:29), 1:1 Michael Endras (3:53), 2:1 Sven Valenti (21:16/PP2), 2:2 Andreas Geipel (24:16), 2:3 John Rogl (37:28), 3:3 Carter Proft (38:56/PP1), 4:3 John Zeiler (42:53), 5:3 Alexander Heinrich (45:52/PP1), 6:3 Sven Valenti (46:42)
Zuschauer: 4.082
Bietigheim Steelers - Dresdner Eislöwen 5:0 (4:0, 1:0, 0:0) - Serie: 3:0
Den Optimismus von Trainer Thomas Popiesch hatten Dresdens Spieler im dritten Aufeinandertreffen mit dem Hauptrundenmeister offenbar nicht. Zwar begannen die Eislöwen bei den Bietigheim Steelers erneut couragiert, doch den ersten Fehler mussten die Gäste gleich teuer bezahlen. Bietigheims Topscorer David Wrigley schnappte sich im zweiten Unterzahlspiel bei einem Konter die Scheibe, lockte Dresdens Goalie Kevin Nastiuk gekonnt und hob die Scheibe zur Führung ins Netz. Wrigley ließ wenig später ein Powerplaytor folgen. Danach spielten sich die Gastgeber in einen Rausch und legten noch zweimal nach. In den ersten beiden Duellen waren die Eislöwen gegen die Ausnahmemannschaft der Hauptrunde nah dran. Aber in der Verlängerung schlugen die Bietigheimer jeweils eiskalt zum 2:1-Endstand zu. Am Sonntag fiel das entscheidende Tor durch Mark Heatley mit der Schlusssirene der ersten Verlängerung. Bitter. Den Eislöwen tat die erneute Sperre von Stefan Chaput weh. Die Steelers, für die der überragende Wrigley dreimal traf, haben nun vier Matchbälle zum erneuten Halbfinal-Einzug. Der Vorrunden-Zehnte Dresden bräuchte schon ein Wunder, um diese Serie noch zu drehen.
Tore: 1:0 David Wrigley (11:38/SH1), 2:0 David Wrigley (15:20/PP1), 3:0 Matt McKnight (18:36), 4:0 Dominic Auger (19:59), 5:0 David Wrigley (23:13)
Zuschauer: 3.259
Fischtown Pinguins - Starbulls Rosenheim 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) OT – Serie: 3:0
Meister Bremerhaven bringt den Kontrahenten aus Rosenheim zur Verzweiflung. Drittes Spiel, und zum dritten Mal siegten die Fischtown Pinguins mit 3:2 nach Verlängerung. Gabe Guentzel war am Dienstagabend der Held für die Gastgeber, die die Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz einmal mehr in ein Tollhaus verwandelten. Erneut hatten die Starbulls alle Trümpfe in der Hand. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer konnte aber wie schon in Spiel 1 eine Führung nicht ins Ziel bringen. Am Sonntag hatte Rosenheim darüber hinaus viele goldene Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Zum Beispiel scheiterte Stephen Schultz im Schlussdrittel mit einem Penaltyshot an Pinguins-Goalie Benjamin Meisner. Und in der Verlängerung konnten die Gastgeber eine zweimalige Überzahl nicht nutzen. Am Dienstag waren die Pinguins nun erneut Nutznießer. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart kann am Freitag nun alles klar machen.
Tore: 0:1 Tyler McNeely (11:28), 0:2 Tyler McNeely (19:10/PP1), 1:2 Björn Bombis (21:59), 2:2 Brendan Cook (41:02), 3:2 Gabe Guentzel (75:43)
Zuschauer: 4.010