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Text: DEL2

Bietigheim bringt den Meister erneut aus dem Tritt

Steelers sorgen beim erneuten 4:3 für frühe Vorentscheidung gegen Bremerhaven / Gaudet „sehr stolz“ / Stewart fehlen „letzte Zentimeter“

Bietigheim bringt den Meister erneut aus dem Tritt
Timo Raiser


Zum dritten Mal ein knappes Ergebnis, zum dritten Mal ein 4:3, zum zweiten Mal Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers der Sieger: Doch das dritte Duell im Kampf um die DEL2-Krone am Dienstag war nicht so eng, wie es das Ergebnis erscheinen lässt. Wie schon im Eröffnungsspiel, als man nach dem ersten Drittel 3:0 führte, legte der Hauptrundenmeister vor eigenem Publikum den Grundstein zum Sieg mit einer vorentscheidenden Führung.

Robin Just brachte die Gastgeber mit einem Doppelpack 2:0 in Führung, Nach dem Anschlusstreffer durch Tim Miller sorgte Dominic Auger ebenfalls mit zwei Toren für eine 4:1-Führung. Da waren 34 Minuten gespielt. Das sollte am Ende wieder reichen. „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Unser Start war wieder hervorragend. Da haben wir verdient zwei Tore geschossen“, sagte Steelers-Coach Kevin Gaudet, warnte aber: „Beim 4:1 haben wohl schon alle gedacht, es ist vorbei. Aber man muss bedenken, dass die Pinguins Meister sind und schon oft einen Rückstand aufgeholt haben. Das zeigt die Klasse, die sie haben.“ In der Tat wurde es nochmals eng. Jaroslav Hafenrichter gab das Signal mit dem 2:4, und als Tim Miller nochmal verkürzte, waren noch 1:51 Minuten zu spielen. Im Eishockey eine halbe Ewigkeit. Dennoch rettete der Vizemeister den Vorsprung ins Ziel.

„Wir hatten wieder einen schlechten Start“, gestand Stewart. „Unser erstes Tor hat uns wieder ins Spiel geholt. Aber im zweiten Drittel haben wir zu viele Gegentore kassiert. In den letzten 20 Minuten haben wir sehr solides Eishockey gespielt. Da haben uns nur die letzten Zentimeter gefehlt.“ Die Intensität nahm in Spiel 3 bereits merklich zu. Es wurde mit allen Mitteln gekämpft, die Duelle wurden körperlicher, die eine oder andere Nickeligkeit kam in der Hitze des Geschehens auch dazu. Dennoch artete es nicht aus.

„Die Pinguins können hartes und gutes Eishockey spielen. Wir haben aber auch eine harte Mannschaft. Wenn sie Strafen nehmen, müssen wir sie in Überzahl bestrafen“, sagte Gaudet, der sich auch wieder über ein Powerplay-Tor durch Auger freuen konnte. Beim 3:4 in Bremerhaven konnte Bietigheim nicht ein Powerplay nutzen. „Alle drei Finalspiele sind jetzt 4:3 ausgegangen. Ich erwarte auch am Freitag ein ähnlich enges Spiel“, sagte Gaudet.

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