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Bietigheim für das Spitzenduell in Weißwasser gerüstet

Bietigheim für das Spitzenduell in Weißwasser gerüstet
DEL2

05.12.14 SpielberichtDresdenSteelers siegen 6:3 gegen Kaufbeuren / Lausitzer Füchse 2:4 in Riessersee / Dresden kommt gegen Ravensburg zurück / Kassel siegt vor der Top-Kulisse in Frankfurt

Die Bietigheim Steelers gehen als Favorit in das Spitzenspiel am Sonntag bei den Lausitzer Füchsen. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet kam nach einem 0:2-Rückstand zu einem letztendlich souveränen 6:3 gegen Schlusslicht ESV Kaufbeuren. Die Füchse hingegen erhielten beim 2:4 in Garmisch gegen den SC Riessersee einen Dämpfer und rutschten auf Rang drei hinter die Kassel Huskies. Der Aufsteiger setzte sich im hessischen Derby vor der Top-Kulisse von 6.811 Zuschauern 4:1 bei den Löwen Frankfurt durch. Auf Rang vier verbesserten sich die Starbulls Rosenheim durch ein 3:2 bei den Heilbronner Falken. Auch ein dreimaliger Rückstand konnte die Dresdner Eislöwen (Foto) nicht schocken. Nach einem 6:3 gegen die Ravensburg Towerstars steht die Mannschaft von Trainer Andreas Popiesch auf Rang fünf. Der EC Bad Nauheim feierte mit dem 3:2 bei den Eispiraten Crimmitschau den vierten Auswärtssieg in Folge. Und Meister Fischtown Pinguins kam beim 3:0 gegen den EV Landshut zum zweiten Shutout der Saison.


Dresdner Eislöwen – Ravensburg Towerstars 6:3 (2:2, 3:1, 1:0)

Auf eigenem Eis gewinnen die Dresdner Eislöwen zunehmend Stabilität. Die Mannschaft von Andreas Popiesch feierte in einem begeisternden Spiel gegen die Ravensburg Towerstars den dritten Heimerfolg in Serie. Die Gäste nahmen den Schwung aus dem jüngsten 6:3 gegen Meister Fischtown Pinguins mit. Dort hatte die Mannschaft von Trainer Daniel Naud einen 0:3-Rückstand wettgemacht. In Dresden führten die Towerstars, bei denen sich Neuzugang Austin Smith mit dem Assist zum 1:0 von Konstantin Schmidt gleich in die Scorerliste  eintrug, dreimal. Doch die Eislöwen drehten den Spieß innerhalb von zwölf Sekunden durch die Tore von Stefan Chaput und Spitzenscorer Kris Sparre und zogen mit 37 Punkten an Ravensburg vorbei.
Tore: 0:1 Konstantin Schmidt (2:02), 1:1 Petr Macholda (3:16/PP1), 1:2 Radek Krestan (15:10), 2:2 Arturs Kruminsch (17:15/PP2), 2:3 Radek Krestan (26:23), 3:3 Stefan Chaput (30:15), 4:3 Kris Sparre (30:36), 5:3 Hugo Boisvert (39:24), 6:3 Kris Sparre (57:27/EN)
Zuschauer: 2.013

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)

Die Aufsteiger lassen die Zuschauer-Bestmarken purzeln. 6.811 Zuschauer waren der bislang höchste Besuch bei einem Spiel in der DEL2. Und die Fans sahen eine erwartungsgemäß umkämpfte Auseinandersetzung im hessischen Derby, in dem Kassels Adriano Carciola mit einem Dreierpack den Unterschied ausmachte. Den Löwen machte auch am Freitagabend  die angespannte Personalsituation zu schaffen, die dem Team von Trainer Tim Kehler zuletzt den Rhythmus nahm. Für Frankfurt war es das vierte Spiel in Folge ohne Punkte. Die Huskies untermauerten ihren Status als Spitzenteam, nahmen erfolgreich Revanche für die Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen und verbesserten sich mit 40 Punkten auf Rang zwei.
Tore: 0:1 Adriano Carciola (9:25/PP1), 1:1 Clarke Breitkreutz (13:38/PP1), 1:2 Alexander Heinrich (20:42), 1:3 Adriano Carciola (49:16/PP1), 1:4 Adriano Carciola (59:32/EN)
Zuschauer: 6.811

Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren 6:3 (2:2, 2:0, 2:1)

In der Anfangsphase staunten die erfolgsverwöhnten Fans in Bietigheim nicht schlecht, als die Gäste wie die Feuerwehr aus der Kabine kamen und eine schnelle 2:0-Führung herausschossen. Aber diese Situation hatten die Hausherren in dieser Saison vor heimischer Kulisse nicht zum ersten Mal. Wie schon in den Heimspielen zuvor gegen Dresden (5:2) und Riessersee (5:3) lief der souveräne Spitzenreiter einem Rückstand hinterher. Diesmal wartete die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet aber nicht bis zum Schlussabschnitt. Schon im ersten Drittel glichen die Hausherren aus. Und dann ebnete erneut Matt McKnight mit dem 3:2 den Weg zum 19. Saisonsieg. Der Stürmer setzte seinen Lauf fort und erzielte die  Treffer elf und zwölf in den vergangenen sechs Spielen. Für Kaufbeuren waren die Steelers eine Nummer zu groß. Dennoch zeigte das Team im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Kari Rauhanen phasenweise gutes Eishockey, war aber der Feuerkraft des Vizemeisters letztendlich nicht gewachsen und kassierte die 18. Niederlage in den vergangenen 19 Spielen. Die Steelers gehen hingegen voller Selbstbewusstsein in das Spitzenspiel am Sonntag bei den Lausitzer Füchsen.
Tore: 0:1 Matt Waddell (1:54), 0:2 Tim Richter (11:36), 1:2 Mark Heatley (12:38/PP1), 2:2 Dominic Auger (18:22), 3:2 Matt McKnight (28:56), 4:2 Rene Schoofs (34:50), 5:2 Marcel Kahle (42:23), 5:3 Matt Marquardt (50:39), 6:3 Matt McKnight (51:55/PP1)
Zuschauer: 2.709

SC Riessersee – Lausitzer Füchse 4:2 (0:0, 1:2, 3:0)

Trainer Toni Krinner sagte es vor dem Spiel: „Wir können zu Hause jeden Gegner schlagen allerdings muss die Mannschaft dann auch all ihre Tugenden zeigen. Das Team hat sehr gut trainiert, auch wenn wir teilweise nur 13 Spieler zur Verfügung hatten.“ Und Krinners Mannschaft ließ Taten sprechen. Umso erstaunlicher war die Leistung des SC Riessersee, hatte das Team nach zuvor drei Niederlagen in Folge zweimal einem Rückstand gegen die seit Wochen stark aufspielenden Lausitzer Füchse hinterherlaufen müssen. Aber das Schlussdrittel gehörte den Gastgebern, bei denen David Brine mit zwei Toren herausragte. Für die Lausitzer war es ein Dämpfer vor dem Spitzenduell am Sonntag gegen die Bietigheim Steelers. Nach der erst zweiten Niederlage in den vergangenen zwölf Spielen und der zweiten gegen Riessersee rutschte die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach auf den dritten Rang hinter die Kassel Huskies.
Tore: 0:1 Sean Fischer (23:58/PP1), 1:1 Tim Regan (26:31), 1:2 Scott King (27:19), 2:2 Michael Rimbeck (43:33), 3:2 David Brine (48:20/PP1), 4:2 David Brine (59:26/EN)
Zuschauer: 1.237

Heilbronner Falken – Starbulls Rosenheim 2:3 (1:2, 0:0, 1:1)

Die Heilbronner Falken sind nah dran, ein Erfolgserlebnis blieb der Mannschaft von Trainer Igor Pavlov aber auch am Freitagabend verwehrt. Vor nur 911 Zuschauern verloren die Falken das neunte Mal in den vergangenen zehn Spielen und bleiben weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.  Die Gäste aus Rosenheim konnten ein wenig Wiedergutmachung leisten für das vergangenen Wochenende, an dem es für die Mannschaft von Trainer Franz Steer nicht zu gewinnen gab. Die Starbulls verbesserten sich vom sechsten auf den vierten Tabellenplatz.
Tore: 0:1 Simon Fischhaber (6:10), 1:1 Fabian Krull (12:18/PP1), 1:2 Mario Valery-Trabucco (15:18/PP1), 1:3 Andrej Strakhov (47:23/PP1), 2:3 Dustin Cameron (54:34/PP1)
Zuschauer: 911

Fischtown Pinguins – EV Landshut 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Welch heilsame Wirkung manchmal eine Ohrfeige haben kann. Die 3:6-Niederlage am vergangenen Sonntag bei den Ravensburg Towerstars beantwortete Meister Fischtown Pinguins mit einem 3:0 gegen den EV Landshut, gegen den man die erste Heimniederlage der Saison hatte hinnehmen müssen. Für Goalie Jonas Langmann war es der zweite Shutout der laufenden Spielzeit. Pinguins-Coach Mike Stewart schaffte es erneut, seine Spieler trotz der kraftraubenden vergangenen Wochen durch die Doppelbelastung mit Liga und Continental Cup gut auf die zuletzt stark aufspielenden Landshuter vorzubereiten. Vielleicht gab der Zuschlag für das Super Final im Continental Cup an Bremerhaven vom 9. bis 11. Januar 2015 den Schuss Extramotivation. Bei den Gästen wechselten sich zuletzt Siege und Niederlagen ab, obwohl die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann wie beim 4:3 in Rosenheim oft gefallen konnte. Landshuts Eddy Rinke-Leithans erhielt in Bremerhaven eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen unkorrekten Körperangriffs.
Tore: 1:0 Marian Dejdar (25:07), 2:0 Thomas Zuravlev (44:22), 3:0 Brendan Cook (51:48)
Zuschauer: 4.133

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 2:3 (0:0, 0:3, 2:0)

Fast wäre den Eispiraten Crimmitschau ein großartiges Comeback gelungen. Aber für die Mannschaft von Trainer Chris Lee war der 0:3-Rückstand nach zwei Dritteln durch drei Gegentore innerhalb von sieben Minuten doch eine zu große Bürde. So endete der Minilauf von zuvor drei Siegen in Folge für die Sachsen. Bad Nauheim hingegen findet Gefallen an Gastspielen. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala feierte den vierten Auswärtssieg in Serie. Bad Nauheims Verteidiger Marco Schütz erhielt wegen eines unkorrekten Körperangriffs gegen Crimmitschaus Goalie Jakub Langhammer eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Tore: 0:1 David Hajek (26:47), 0:2 Harry Lange (31:48), 0:3 Max Campbell (33:06), 1:3 Matthew MacKay (43:35), 2:3 Jamie MacQueen (51:33/PP1)
Zuschauer: 1.658

Der 23. DEL2-Spieltag (Freitag, 5. Dezember 2014):

Dresdner Eislöwen – Ravensburg Towerstars 6:3 (2:2, 3:1, 1:0)
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)
Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren 6:3 (2:2, 2:0, 2:1)
SC Riessersee – Lausitzer Füchse 4:2 (0:0, 1:2, 3:0)
Heilbronner Falken – Starbulls Rosenheim 2:3 (1:2, 0:0, 1:1)
Fischtown Pinguins – EV Landshut 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 2:3 (0:0, 0:3, 2:0)

Der 24. DEL2-Spieltag (Sonntag, 7. Dezember 2014):

Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt (17.00 Uhr)
Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers (17.00)
EV Landshut – Heilbronner Falken (17.00)
Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen (18.30)
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee (18.30)
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins (18.30)

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