Bietigheim gewinnt Spitzenspiel souverän – Kassel trifft achtmal
Steelers 7:4 bei geschwächten Lausitzer Füchsen / Huskies feiern 8:2 gegen Crimmitschau / Frankfurt beendet Durststrecke / Kaufbeuren gibt Rote Laterne ab
Die Lausitzer Füchse und die Bietigheim Steelers lieferten sich erneut ein höchstunterhaltsames Duell (Foto: Thomas Heide). Der Tabellenführer gewann diesmal aber das Schlagerspiel des 24. Spieltages in Weißwasser mit 7:4. Allerdings waren einige Füchse-Spieler durch Krankheit geschwächt. Aufsteiger Kassel Huskies setzte seine erstaunliche Saison mit einem 8:2 gegen die Eispiraten Crimmitschau fort und ist nun alleiniger Tabellenzweiter. Der zweite Aufsteiger aus Frankfurt feierte nach vier Niederlagen in Folge ein 5:0 bei den Starbulls Rosenheim. Der EV Landshut setzte sich 5:2 gegen den Vorletzten Heilbronner Falken durch. Das hatte Folgen: Denn der ESV Kaufbeuren gab dank eines 4:1 gegen Meister Fischtown Pinguins die Rote Laterne an die Falken ab. Die Dresdner Eislöwen kletterte dank eines 5:2 beim EC Bad Nauheim auf den vierten Tabellenplatz. Und der SC Riessersee feierte mit dem 4:3 nach Penaltyschießen bei den Ravensburg Towerstars den zweiten Sieg an diesem Wochenende.
Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt 0:5 (0:0, 0:3, 0:2)
Konzentration zahlt sich aus. Mit einer kompakten Leistung stoppte Aufsteiger Frankfurt die jüngste Talfahrt mit vier Niederlagen in Folge. Löwen-Trainer Tim Kehler hatte unter der Woche nochmals auf die Bedeutung der Arbeit ohne Puckbesitz hingewiesen. Und seine Mannschaft folgte ihm, leistete sich auch keine vermeidbaren Fehler und nutzte die sich bietenden Chancen. Ein großer Rückhalt war in Abwesenheit von Stamm-Goalie Bryan Hogan Neuzugang Antti Ore, der seinen ersten Shutout feiern durfte. Bei den Rosenheimern wechseln sich derzeit Licht und Schatten ab. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer musste die zweite Heimniederlage in Folge hinnehmen.
Tore: 0:1 Clarke Breitkreutz (29:24), 0:2 Ken Magowan (30:29), 0:3 Nick Mazzolini (38:26), 0:4 Justin Kirsch (40:56), 0:5 Nils Liesegang (57:40/PP1)
Zuschauer: 1.837
Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 4:7 (2:2, 1:4, 1:1)
Wenn die Lausitzer Füchse und die Bietigheim Steelers in dieser Saison aufeinandertreffen, wird es für die Zuschauer hochunterhaltsam. So war es im ersten Spiel, als in der regulären Spielzeit zwölf Tore fielen und die Füchse als Sieger im Shootout vom Eis gingen. Am Sonntag konnte der Dritte im Schlagerspiel der 24. Runde aber der Feuerkraft des Spitzenreiters nicht standhalten. Im zweiten Drittel legten die Steelers den Grundstein zum 20. Saisonsieg. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet hat derzeit in jeder erdenklichen Situation Antworten parat und Spieler, die seit Wochen entscheidende Faktoren sind. So wie zum Beispiel Matt McKnight. Der Stürmer erzielte das 1:0, weist nun 13 Tore in den vergangenen sieben Spielen auf und war an vier weiteren als Assistent beteiligt. Profiteur war unter anderem sein Sturmpartner Robin Just, der zweimal traf und an zwei Treffern beteiligt war. Das Problem der Füchse war aber am Sonntag nicht nur der Gegner, sondern krankheitsbedingte Ausfälle. Kevin Lavallee konnte erst gar nicht auflaufen, Goalie Jonathan Boutin musste nach 20 Minuten mit Fieber und Schüttelfrost raus. Schon beim 2:4 in Garmisch am Freitag ging der Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach im Schlussabschnitt die Puste aus.
Tore: 0:1 Matt McKnight (3:19), 1:1 Jonas Johannsson (3:46), 2:1 Jens Heyer (14:28/PP1), 2:2 Dominic Auger (18:14), 2:3 Robin Just (26:56), 2:4 David Wrigley (29:05), 2:5 Robin Just (31:54), 2:6 Archie Skalbeck (35:10), 3:6 Thomas Götz (37:33), 3:7 David Wrigley (43:21), 4:7 Jonas Johannsson (52:52)
Zuschauer: 2.101
EV Landshut – Heilbronner Falken 5:2 (0:1, 2:0, 3:1)
Nach anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Gastgeber ins Spiel und feierten dank des zweifachen Torschützen Paul-John Fenton einen versöhnlichen Abschluss des Wochenendes. Am Freitag hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann beim 0:3 bei Meister Fischtown Pinguins ihre durchaus vorhandenen Möglichkeiten nicht genutzt. Aber nach dem zwölften Saisonsieg ist man in dem dicht gestaffelten Feld hinter Spitzenreiter Bietigheim weiterhin gut dabei. Das sieht bei den Falken anders aus. Die Mannschaft von Trainer Igor Pavlov musste die zehnte Niederlage in den vergangenen elf Spielen hinnehmen. Der Rückstand des Tabellenvorletzten auf den zehnten Rang ist beträchtlich.
Tore: 0:1 Lennart Palausch (9:55), 1:1 Eddy Rinke-Leithans (21:32), 2:1 Eddy Rinke-Leithans (35:12), 3:1 Paul-John Fenton (49:11), 4:1 Paul-John Fenton (55:23/EN), 4:2 Lennart Palausch (56:41), 5:2 Patrick Jarrett (58:54/EN)
Zuschauer: 2.577
Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau 8:2 (1:0, 3:0, 4:2)
Man kann über die Kassel Huskies nur staunen. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi hat ihren Status als derzeitig zweite Kraft in der DEL2 mit einem weiteren Schützenfest untermauert. Schon im letzten Heimspiel durften die Huskies-Fans einen 7:1-Kantersieg gegen die Starbulls Rosenheim bejubeln, am Sonntag nun waren die Eispiraten Crimmitschau die Leidtragenden. So etwas nennt man ein perfektes Wochenende, das am Freitag mit einem 4:1 im Derby bei den Löwen Frankfurt begonnen hatte. Das Gegenteil war bei den Eispiraten der Fall. Das Team von Trainer Chris Lee hatte am Freitag schon ein 2:3 gegen Bad Nauheim hinnehmen müssen. Die deutliche Niederlage in Kassel war auswärts ein Rückschritt nach zuletzt zwei Siegen in der Fremde.
Tore: 1:0 Sebastian Alt (3:34/EA), 2:0 Mike Collins (21:06/PP1), 3:0 Manuel Klinge (34:04/PP1), 4:0 Adriano Carciola (35:44/PP1), 5:0 Manuel Klinge (44:00), 6:0 Jens Meilleur (44:30), 7:0 Austin Wycisk (46:51), 7:1 Matthias Forster (52:54), 8:1 Sebastian Alt (59:19), 8:2 Martin Heinisch (59:39/EA)
Zuschauer: 3.013
EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen 2:5 (1:1, 0:1, 1:3)
Nun haben die Eislöwen auch ihre Auswärtsmisere mit zuletzt drei Niederlagen und 17 Gegentoren überwunden. Zudem feierte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch ein perfektes Wochenende nach dem 6:3-Sieg am Freitag gegen die Ravensburg Towerstars. Herausragend waren auf Seiten der Gäste Top-Scorer Kris Sparre mit einem Tor und zwei Assists sowie Stefan Chaput mit zwei Treffern und einem Assist. Damit kletterte Dresden auf Rang vier. Für Bad Nauheim lief es zuletzt auswärts besser. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala musste die zweite Heimniederlage in Folge hinnehmen.
Tore: 0:1 Stefan Chaput (3:26), 1:1 Harry Lange (13:33), 1:2 Stefan Chaput (30:46/PP1), 2:2 Drew Paris (42:18), 2:3 Bruce Becker (52:35), 2:4 Kris Sparre (52:58), 2:5 Jani Tuominen (56:59)
Zuschauer: 2.006
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)
Wochenlang lag der ESV Kaufbeuren im wahrsten Sinne des Wortes am Boden. Im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Kari Rauhanen feierte der ESV nun den zweiten Sieg – und das gegen den Meister aus Bremerhaven. Und mit nicht genug: Kaufbeuren zog nach Punkten mit den Heilbronner Falken gleich und verließ mit der etwas besseren Tordifferenz den letzten Tabellenplatz. Rauhanens Arbeit trägt also erste Früchte. Vor allem das Auftreten der Mannschaft ist deutlich selbstbewusster und befreit von dem Druck der langen Niederlagen-Serie. Das zeigte Kaufbeuren schon am Freitag beim 3:6 in Bietigheim, wo man 2:0 führte. Für die Fischtown Pinguins hingegen war eine Ernüchterung zwei Tage nach dem Shutout gegen den EV Landshut. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart sorgte mit dem Einzug in das Super Final im Continental Cup zwar international für Furore, kommt bei der Aufholjagd in nach der Liga nach der zweiten Auswärtsniederlage in Folge aber nicht so recht voran.
Tore: 1:0 Matt Marquardt (1:11), 1:1 Björn Bombis (9:40), 2:1 Martin Heider (11:31/PP1), 3:1 Alexander Winkler (32:22), 4:1 Daniel Menge (59:59/EN)
Zuschauer: 1.090
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee 3:4 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 0:1) SO
Für den SC Riessersee war es ein erfolgreiches Wochenende, das mit dem fünften Tabellenplatz belohnt wurde. Der zweifache Torschütze Patrick Baum hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mannschaft von Trainer Toni Krinner, die im Shootout die besseren Nerven hatte. Für die heimstarken Ravensburger war es die dritte Heimniederlage und unter dem Strich ein enttäuschendes Wochenende. Am Freitag hatte man in Dresden dreimal geführt und am Ende 3:6 verloren. Am Sonntag folgte nun die zweite Niederlage gegen Riessersee in dieser Saison.
Tore: 0:1 Bender (9:50/PP1)), 1:1 Radek Krestan (13:00), 1:2 Michael Kolarz (15:54), 2:2 Patrick Baum (32:46/PP1), 3:2 Patrick Baum (49:30), 3:3 Jaroslav Kracik (53:56), 3:4 Florian Vollmer (SO)
Zuschauer: 2.386
Der 24. DEL2-Spieltag (Sonntag, 7. Dezember 2014):
Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt 0:5 (0:0, 0:3, 0:2)
Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 4:7 (2:2, 1:4, 1:1)
EV Landshut – Heilbronner Falken 5:2 (0:1, 2:0, 3:1)
Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau 8:2 (1:0, 3:0, 4:2)
EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen 2:5 (1:1, 0:1, 1:3)
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee 3:4 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 0:1) SO