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Text: DEL2

Bietigheim ist am Ziel der Träume

Steeler kehren mit 4:3 nach Verlängerung in Spiel 6 in Bremerhaven auf den Thron zurück / Wieder Auger der umjubelte Matchwinner

Bietigheim ist am Ziel der Träume
DEL2

Die Bietigheim Steelers sind am Ziel ihrer Träume angelangt. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet machte am Dienstagabend mit einem 4:3 nach Verlängerung in Spiel 6 der DEL2-Finalserie bei den Fischtown Pinguins den Titel perfekt. Nach dem Sudden Death durch Dominic Auger nach 5:15 Minuten der Overtime stürzten die Cracks aus dem Ellental in der mit 4.422 Zuschauern ausverkauften Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz freudetrunken auf den Torschützen und feierten die dritte Meisterschaft nach 2009 und 2013. Auger hatte bereits die Verlängerung in Spiel 4 in Bremerhaven entschieden. Die Steelers nahmen mit dem 4:2 in der Finalserie zugleich eine erfolgreiche Revanche für das 1:4, das man im vergangenen Jahr DEL2 in den Duellen gegen die Pinguins hatte hinnehmen müssen.

Fischtown Pinguins – Bietigheim Steelers 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:1) OT – Serie: 2:4

Die Steelers zeigten in Bremerhaven wieder ihr gewohntes Gesicht und machten das 1:6 am vergangenen Sonntag vergessen. Druckvoll und zwingend waren die ersten Angriffe auf das Tor von Goalie Jonas Langmann. Der war aber zunächst nicht zu überwinden. Dann erzwangen die Gastgeber innerhalb weniger Momente zwei Strafzeiten gegen den Hauptrundenmeister. Das fällige 5:3-Überzahlspiel nutzte der Meister, als Jan Kopecky und Brendan Cook an der blauen Linie die Positionen wechselten. Der wuchtige Schlagschuss zischte an Bietigheims Torhüter Sinisa Martinovic zur Führung ins Netz.

Aber anders als am Sonntag ließ sich Bietigheim nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Das Tempo wurde nochmals angezogen, das fünf gegen fünf sah zuweilen wie ein Powerplay aus. Nur dem überragenden Langmann war es zu verdanken, dass Bietigheim noch nicht zum Erfolg kam. Ein Bremerhavener Fehler bei einer Offensivaktion brachte dann aber ein Break für Frederik Cabana, der von hinten gehakt wurde. Der Stürmer verwandelte 29 Sekunden vor der ersten Pause den fälligen Penaltyshot eiskalt durch die Beine von Langmann.

Und die Steelers nahmen den Schwung mit in den Mittelabschnitt. Das Gaudet-Team dominierte das Geschehen doch Langmann parierte zunächst, was zu parieren war. Doch dann wurden die Gäste belohnt. Nach einem schnellen Gegenstoß konnte Langmann die Scheibe nur abprallen lassen, und David Wrigley brauchte nur einzuschieben. Aber Bremerhaven ließ sich nicht abschütteln – und nutzte die Powerplaychancen. Einen Schlagschuss von Kapitän Marian konnte Martinovic nicht zur Seite abwehren, und Tim Miller stocherte die Scheibe zum 2:2 über die Linie.

Das letzte Drittel begann mit einem Überzahlspiel der Bietigheimer – und einer umstrittenen Szene. Zunächst wurde in einer unübersichtlichen Szene auf Tor für die Gäste entschieden. Aber nach einer Beratung des Schiedsrichtergespanns wurde die Entscheidung wieder zurückgenommen. Die Pinguins überstanden trotz des hohen Drucks auch diese Situation – und gingen selbst wieder in Führung. Viktor Beck nahm sich die Scheibe, fuhr um das Tor und Schoss noch hinter der Linie gegen den Rücken von Martinovic. Von dort tröpfelte die Scheibe über die Linie.  Aber die Steelers zeigten sich unbeeindruckt und erhöhten nochmals die Schlagzahl. Der Meister wurde im eigenen Drittel regelrecht eingeschnürt. Und nach einem Schlagschuss von Kapitän Adam Borzecki erzielte Goldhelm Wrigley mit seinem zweiten Tor das 3:3. Verdient!

Dann ging es in die Verlängerung. Dort hatten die Gastgeber zunächst die goldene Gelegenheit im Powerplay, aber Brendan Cook und Marian Dejdar konnten die Chancen nicht nutzen. Und wie aus dem Nichts packte Auger dann seinen Schlagschuss aus, die Scheibe fand den Weg ins Tor. Dann ging die wilde Party auf dem Eis los.

Tore: 1:0 Jan Kopecky (4:00/PP2), 1:1 Frederik Cabana (19:31/PS), 1:2 David Wrigley (31:30), 2:2 Tim Miller (37:44/PP1), 3:2 Viktor Beck (42:43), 3:3 David Wrigley (52:52), 3:4 Dominic Auger (65:15)
Zuschauer: 4.422

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